Die königliche Familie von Qatar plant, der Trump-Administration eine Boeing 747-8 VIP, ein sogenannter „fliegender Palast“, zu überlassen. Das etwa 400 Millionen US-Dollar teure Flugzeug soll als Übergangs-Air Force One für Präsident Trump dienen, bis seine zweite Amtszeit endet. Danach soll es an die Trump Presidential Library Foundation übergehen.
Das etwa 13 Jahre alte Flugzeug war zuvor als VVIP-Maschine konfiguriert und wurde von Trump in West Palm Beach besichtigt. Es soll der US-Luftwaffe übergeben und von L3Harris für die Sicherheits- und Kommunikationsstandards des Präsidenten modifiziert werden.
Diese Schenkung stellt einen beispiellosen Vorgang dar, da noch nie zuvor eine ausländische Regierung ein solch hochwertiges Flugzeug für die Nutzung durch den US-Präsidenten übergeben hat. Juristische Gutachten des Justizministeriums und des Weißen Hauses kommen zu dem Schluß, daß die Vereinbarung nicht gegen die Verfassung oder Bestechungsparagraphen verstößt, da das Flugzeug technisch gesehen an die Regierung und nicht persönlich an Trump gespendet wird.
Trotzdem wirft die Schenkung erhebliche ethische Fragen auf, insbesondere angesichts des immensen Wertes des Flugzeugs und der Tatsache, daß Präsident Trump es nach seinem Ausscheiden aus dem Amt nutzen will. Die Vereinbarung spiegelt auch die wachsende Frustration über Verzögerungen im Ersatzprogramm der Air Force One durch Boeing wider. Die aktuellen VC-25As, basierend auf der Boeing 747-200, sind seit 1990 im Einsatz, und die Ersatzflugzeuge sollen erst 2029 ausgeliefert werden.