Ein weitreichender Stromausfall hat am Mittwochmorgen das gesamte Radarsystem in Costa Rica lahmgelegt und den nationalen Flugverkehr zum Erliegen gebracht. Die Störung begann gegen 05:30 Uhr morgens und betraf die beiden wichtigsten Flughäfen des Landes: den Juan Santamaría International Airport in der Hauptstadt San José und den Guanacaste Airport. Die Behörden sahen sich gezwungen, den Luftraum über Costa Rica für sechs Stunden zu schließen.
Der Ausfall, der sowohl die Primär- als auch die Sekundärradarsysteme betraf, zwang Fluglotsen und Piloten, auf alternative Verfahren umzusteigen. Dies führte zu erheblichen Störungen im Flugplan. Zahlreiche Flüge mußten annulliert oder umgeleitet werden. Ein Flug der Alaska Airlines von Los Angeles wurde beispielsweise nach Guatemala umgeleitet. Auch Maschinen aus den USA und Kanada waren betroffen. Die Flughäfen füllten sich rasch mit wartenden Passagieren, da die Fluggesellschaften ihre Kunden aufforderten, sich über offizielle Kanäle auf dem Laufenden zu halten.
Die Ursache des Problems lag in einem Defekt der elektrischen Anlagen, die das Radarsystem mit Strom versorgen. Techniker arbeiteten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung wiederherzustellen. Erst gegen Mittag konnte der Luftraum wieder freigegeben werden. Der Vorfall unterstreicht die Anfälligkeit der Luftfahrtinfrastruktur für technische Störungen. Moderne Flugsicherungssysteme, die auf Radar und elektronischen Kommunikationssystemen basieren, sind von einer stabilen Stromversorgung abhängig. Obwohl sich die Lage im Laufe des Tages entspannte, hatte der Ausfall weitreichende Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr in der Region. Zahlreiche Flüge verspäteten sich, und die Fluggesellschaften mußten zusätzliche Vorkehrungen treffen, um die gestrandeten Passagiere zu versorgen und deren Reisen fortzusetzen. Die Flugaufsicht von Costa Rica, die Dirección General de Aviación Civil (DGAC), hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Ursache des Zwischenfalls zu ermitteln und künftige Ausfälle zu verhindern.