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Reiseflaute in die USA zwingt kanadische Fluglinien zur Kurskorrektur

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Ein deutlicher Rückgang der Reisen von Kanada in die Vereinigten Staaten veranlasst kanadische Fluggesellschaften zu einer Anpassung ihrer Flugpläne für den Sommer. Fluglinien wie WestJet, Air Canada und Porter Airlines reagieren auf die sinkende Nachfrage nach US-amerikanischen Urlaubszielen, indem sie ihre Kapazitäten auf Inlands- und Europa-Strecken verlagern. Als Gründe für diese Entwicklung werden politische Spannungen und ein ungünstiger Wechselkurs zwischen dem kanadischen und dem US-Dollar genannt.

Sowohl WestJet als auch Air Canada haben ihre Flugfrequenzen in die USA reduziert und setzen vermehrt kleinere Flugzeuge auf diesen Strecken ein. Gleichzeitig bauen die beiden größten kanadischen Fluggesellschaften ihr Angebot nach Europa und zu südlichen Urlaubszielen aus. Auch Porter Airlines hat Kapazitäten von US-Routen auf innerkanadische Strecken verlagert. Daten des Luftfahrtanalyseunternehmens Cirium zeigen einen Rückgang der Sommerbuchungen zwischen Kanada und wichtigen US-Städten um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Inlandsbuchungen für Juli um 11 Prozent gestiegen sind. Experten erwarten, dass dieser Trend zu einem verstärkten Preiswettbewerb im Inland führen könnte.

Die Fluggesellschaften nutzen die Gelegenheit, ihr Europa-Geschäft zu erweitern. Air Canada hat neue Verbindungen nach Edinburgh, Paris, Rom und Athen aufgenommen, während WestJet neue Strecken von Halifax nach Barcelona und Amsterdam anbietet. Auch die Lufthansa-Tochter Discover Airlines reagiert auf die veränderte Nachfrage und setzt mit einer neuen Verbindung zwischen München und Calgary auf vermehrte Reisen zwischen Europa und Kanada.

Allerdings sind die Möglichkeiten der Fluggesellschaften, Kapazitäten von den USA auf transatlantische Routen zu verlagern, begrenzt. Auf nordamerikanischen Strecken werden üblicherweise schmalrumpfige Flugzeuge eingesetzt, deren Reichweite für Nonstop-Flüge von westlich von Quebec nach Kontinentaleuropa nicht ausreicht. Die aktuelle Entwicklung verdeutlicht die Sensibilität des Luftverkehrs gegenüber geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren und die Notwendigkeit für Fluggesellschaften, flexibel auf veränderte Reiseströme zu reagieren.

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