Die Reiselandschaft der Österreicher hat sich im ersten Halbjahr 2025 markant gewandelt, wie eine aktuelle Analyse der Reiseversicherungsvergleiche des Portals Durchblicker.at offenbart. Nicht nur sind Reisen durchschnittlich länger und um rund 20 Prozent teurer geworden, sondern es zeichnen sich auch deutliche Verschiebungen bei den bevorzugten Destinationen ab.
Japan erlebt einen regelrechten Boom, befeuert durch einen schwachen Yen und Großereignisse, während Thailand vom sogenannten „White Lotus Effekt“ profitiert. Im Gegensatz dazu verlieren die Vereinigten Staaten merklich an Beliebtheit, was auf politische Unsicherheiten und den sogenannten „Trump-Effekt“ zurückgeführt wird. Diese Entwicklungen unterstreichen, wie vielfältige Faktoren – von Währungsschwankungen über populäre Kulturphänomene bis hin zu politischen Entwicklungen – die Entscheidungen der Reisenden maßgeblich beeinflussen.
Japan im Aufwind: Schwacher Yen und die Weltausstellung als Magnet
Japan ist das diesjährige Überraschungsziel und verzeichnete das stärkste Beliebtheitsplus von beeindruckenden 39 Prozent bei den Reiseversicherungsvergleichen. Dieser Trend ist maßgeblich durch zwei Faktoren befeuert: zum einen durch den schwachen Yen, der Reisen in das Land der aufgehenden Sonne für Euro-Touristen deutlich erschwinglicher macht. Eine schwache Landeswährung bedeutet, daß der Euro eine höhere Kaufkraft besitzt und somit Hotelübernachtungen, Gastronomie und lokale Aktivitäten günstiger werden. Dieser finanzielle Vorteil ist für viele Reisende ein entscheidendes Argument bei der Wahl der Destination.
Zum anderen trägt ein bedeutendes kulturelles Großereignis zum Japan-Boom bei: die Weltausstellung 2025 in Osaka. Solche internationalen Ausstellungen ziehen traditionell Millionen von Besuchern an und rücken das Gastgeberland ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Die Kombination aus attraktiver Währung und einem kulturellen Höhepunkt scheint eine unwiderstehliche Mischung für österreichische Urlauber darzustellen. Wie Martin Spona, Geschäftsführer von Durchblicker.at, bemerkt: „Japan ist seit Jahren im Trend und dieser verstärkt sich noch einmal. Und die Österreicherinnen und Österreicher lassen sich das auch gute Geld kosten.“ Die Analyse zeigt, daß der Durchschnittspreis für eine Japan-Reise bei 3.016 Euro liegt, was die Bereitschaft der Reisenden unterstreicht, für ein besonderes Erlebnis tiefer in die Tasche zu greifen.
Analysen internationaler Reisebüros bestätigen diesen Trend. So berichten große Reiseveranstalter von einer stark gestiegenen Nachfrage nach Japan-Reisen, insbesondere für geführte Touren und Individualreisen, die oft auch längere Aufenthalte beinhalten. Die traditionellen Attraktionen Japans, wie die Kirschblüte, die pulsierenden Metropolen Tokio und Kyoto, sowie die reiche Kultur, werden durch die aktuellen Rahmenbedingungen noch attraktiver.
Thailand und der „White Lotus Effekt“: Wenn Serien zu Reisemagneten werden
Auch das Interesse an Thailand-Reisen hat im Vergleich zum Frühjahr des letzten Jahres signifikant zugenommen, mit einem Plus von 14 Prozent. Ein besonders spannender Faktor, der zu diesem Anstieg beigetragen haben dürfte, ist der sogenannte „White Lotus Effekt“. Die Hit-Serie „The White Lotus“, deren dritte Staffel im Februar Premiere feierte und in Thailand spielt, scheint eine entscheidende Rolle als Reisemagnet zu spielen. Im Februar 2025 wurden 55 Prozent mehr Reiseversicherungen mit dem Reiseziel Thailand verglichen als im Februar des Vorjahres.
Dieses Phänomen ist in der Tourismusbranche nicht neu. Filme und Fernsehserien haben schon oft bestimmte Destinationen in den Fokus gerückt und einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen bewirkt. Ob die malerischen Landschaften Neuseelands nach „Herr der Ringe“ oder die schottischen Highlands durch „Outlander“ – Popkultur hat eine immense Wirkung auf die Reiseentscheidungen. Thailand, mit seinen atemberaubenden Stränden, der exotischen Kultur und dem Ruf als erschwingliches Fernreiseziel, war bereits vor der Serie populär. „The White Lotus“ hat jedoch eine neue Welle der Neugier geweckt und ein breiteres Publikum auf die Schönheit und Vielfalt des Landes aufmerksam gemacht.
Für Reisen außerhalb der EU rät Durchblicker-Geschäftsführer Martin Spona, den Versicherungsschutz vor Reiseantritt noch einmal genau zu überprüfen. „Für Reiseziele außerhalb der EU sehen wir ein extremes Interesse an Reisekrankenversicherungen, speziell bei Thailand-Reisen.“ Dies unterstreicht die Sensibilität der Reisenden gegenüber potenziellen Risiken in Fernreisezielen und die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzes, insbesondere im Hinblick auf Gesundheitskosten.

USA im Abwind: Der „Trump-Effekt“ und politische Unsicherheit
Während einige Destinationen boomen, verzeichnet ein traditionelles Lieblingsreiseziel der Österreicher einen deutlichen Rückgang: Das Interesse an Reisen in die USA sank im Vergleich zum Vorjahr um 13,8 Prozent. Eine mögliche Ursache für diesen Rückgang sieht die Durchblicker-Analyse im sogenannten „Trump-Effekt“.
Martin Spona erklärt dazu: „Die aktuelle Nachrichtenlage rund um den amerikanischen Präsidenten löst bei vielen Urlaubern offenbar Unbehagen aus. Politische Stabilität und ein Gefühl der Sicherheit sind für Reisende wichtige Faktoren, und diese Unsicherheit schlägt sich nun in den Buchungsabsichten nieder.“ In Zeiten politischer Polarisierung und Unsicherheit im Gastgeberland neigen Reisende dazu, vorsichtiger zu sein und sicherere oder als stabiler empfundene Ziele zu bevorzugen. Die Berichterstattung über politische Ereignisse, Proteste oder gesellschaftliche Spaltungen kann das Bild eines Landes nachhaltig beeinflussen und potentielle Touristen abschrecken.
Dies ist nicht das erste Mal, daß politische Ereignisse die Reiseentscheidungen beeinflussen. Historisch gesehen gab es immer wieder Phasen, in denen Touristen bestimmte Länder oder Regionen aufgrund politischer Unruhen oder Unsicherheiten gemieden haben. Gleichzeitig bestätigt Spona, daß „Destinationen mit positiven Assoziationen, wie sie etwa durch Serien oder günstige Währungen entstehen, sofort profitieren.“ Dies zeigt die Dualität der Reiseentscheidung: Während negative Faktoren abschrecken können, sind positive Anreize umso wirksamer.
Die Bedeutung des richtigen Reiseschutzes: Insbesondere außerhalb der EU
Die steigende Beliebtheit von Fernreisezielen, wie Japan oder Thailand, unterstreicht die wachsende Bedeutung eines umfassenden Reiseversicherungsschutzes. Gerade bei Reisen außerhalb der Europäischen Union ist eine ausreichende Deckung unabdingbar, da die Gesundheitssysteme und Kostenstrukturen in Drittländern stark variieren können.
Reiseversicherungen bieten individuell anpassbaren Schutz für jedes Budget und jeden Bedarf. Sie können Stornokosten abdecken, wenn die Reise aus unvorhergesehenen Gründen nicht angetreten werden kann, das Reisegepäck gegen Verlust oder Beschädigung versichern und auch umfassende Schutzleistungen wie eine Auslandskrankenversicherung oder eine Unfallabsicherung beinhalten. Für Reisen innerhalb der EU ist eine Auslandskrankenversicherung vor allem wegen der Absicherung bei Rückholkosten wichtig, da die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) nur grundlegende medizinische Leistungen abdeckt, nicht aber den oft sehr teuren Rücktransport in die Heimat.
Bei Reisen außerhalb der EU hat die Auslandskrankenversicherung zusätzlich die Funktion, umfassend gegen Arzt- und Spitalkosten zu schützen. Ohne eine solche Versicherung können medizinische Behandlungen in Ländern wie den USA oder Japan exorbitante Summen erreichen, die das Urlaubsbudget bei weitem sprengen können. Daher empfiehlt es sich bei diesen Reisezielen dringend, den Versicherungsschutz genau zu prüfen.
Viele Österreicher verlassen sich auf den Versicherungsschutz ihrer Kreditkarte. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Nicht bei jeder Kreditkarte ist eine Reiseversicherung inkludiert, und selbst in Fällen, in denen sie angeboten wird, ist sie oft an Bedingungen geknüpft und gilt nur eingeschränkt. So sind beispielsweiße Familienangehörige oft nur begrenzt versichert und weitere Mitreisende in der Regel gar nicht. Um sorgenfrei in den Urlaub starten zu können, lohnt sich daher ein objektiver Vergleich von Reiseversicherungen über unabhängige Portale.
Jahresverträge: Eine kluge Entscheidung für Vielreisende
Für Reisende, die mehr als einmal im Jahr verreisen, kann ein Jahresvertrag für eine Reiseversicherung eine besonders lohnende Option sein. Bereits ab zwei Reisen pro Jahr rechnet sich ein solcher Vertrag im Vergleich zum Einzelabschluß mehrerer Policen. Ein Jahresvertrag deckt alle weiteren Reisen innerhalb eines Jahres ab, unabhängig von deren Anzahl oder Dauer (im Rahmen der vertraglich vereinbarten Maximaldauer pro Reise).
Die Prämien für Jahresverträge variieren je nach gewähltem Schutzumfang und dem individuellen Reisepreis, bieten aber ein erhebliches Sparpotential. So kann ein objektiver Vergleich von Jahresverträgen für Alleinreisende im Vergleich zu zwei Einzelreiseverträgen bis zu 154 Euro und für Familien bis zu 136 Euro einsparen. Diese Ersparnis macht Jahresverträge zu einer attraktiven Option für all jene, die regelmäßig reisen und sich nicht bei jeder einzelnen Buchung um den passenden Versicherungsschutz kümmern möchten. Sie bieten zudem eine durchgehende Absicherung und Planungssicherheit für spontane Kurztrips oder längerfristige Urlaube.
Durchblicker.at: Österreichs Rolle im Vergleichsportal-Markt
Die vorliegende Analyse stammt von Durchblicker.at, dem größten unabhängigen Online-Vergleichsportal Österreichs. Das Portal bietet eine breite Palette von 29 Tarifvergleichen, die von Strom & Gas über Versicherungen, Handy & Internet bis hin zu Kredit, Girokonto und Sparzinsen reichen. Ziel ist es, Konsumentenn einen schnellen und transparenten Marktüberblick zu verschaffen und ihnen zu ermöglichen, Angebote individuell zu vergleichen und Verträge direkt online abzuschließen. Durch den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter können Haushalte oft mehrere hundert Euro bei ihren Fixkosten sparen. Zusätzlich bietet Durchblicker eine kostenlose Expertenberatung an, um bei komplexeren Entscheidungen zu unterstützen.
Durchblicker.at ist Teil der Netrisk Gruppe, einem Verbund europäischer Vergleichsportale, der in Ländern wie Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Litauen marktführend ist. Der österreichische Marktführer mit Sitz in Wien beschäftigt aktuell mehr als 100 Mitarbeiter. Die Rolle solcher unabhängigen Vergleichsportale wird in einer zunehmend komplexen Angebotslandschaft immer wichtiger, da sie Transparenz schaffen und Konsumentenn helfen, informierte Entscheidungen zu treffen und Kosten zu optimieren.
Anpassung an neue Realitäten im Reisemarkt
Die Reisetrends der Österreicher im ersten Halbjahr 2025 spiegeln eine dynamische und auf äußere Einflüsse reagierende Reiselandschaft wider. Während attraktive Wechselkurse und Popkultur-Phänomene wie der „White Lotus Effekt“ neue Destinationen ins Rampenlicht rücken, zeigen politische Unsicherheiten, wie im Falle der USA, ihre unmittelbaren Auswirkungen auf die Reiseentscheidungen. Die zunehmende Beliebtheit von Fernreisezielen unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung eines umfassenden und auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Reiseversicherungsschutzes.
Für Konsumenten gilt es, die vielfältigen Faktoren bei der Reiseplanung zu berücksichtigen und proaktiv Strategien zu entwickeln, um das Beste aus ihrem Reisebudget herauszuholen und gleichzeitig umfassend abgesichert zu sein. Der Markt reagiert auf diese Verschiebungen, und es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese Trends in der bevorstehenden Hochsaison weiterentwickeln.