Der Flughafen Bremen verzeichnet für die kommende Sommersaison eine deutliche Ausweitung der Kapazitäten in Richtung Griechenland. Gleich drei Fluggesellschaften reagieren auf die anhaltend hohe Nachfrage im Nordwesten Deutschlands und nehmen Heraklion in ihren Flugplan auf.
Den Auftakt macht Sundair bereits am 18. April 2026 mit zwei wöchentlichen Verbindungen, die im Mai um eine zusätzliche Frequenz am Dienstag ergänzt werden. Damit positioniert sich der Bremer Airport als wichtiger regionaler Ausgangspunkt für den Tourismus im östlichen Mittelmeer, wobei das Einzugsgebiet des Flughafens rund 13 Millionen Menschen umfasst.
Neben Sundair verstärkt auch die Fluggesellschaft Freebird das Angebot und bedient die Strecke ab dem 8. Mai 2026 jeweils montags und freitags. Eine weitere Kapazitätserweiterung erfolgt durch Corendon Airlines, die insbesondere die Herbstferien in Bremen und Niedersachsen ins Visier nimmt. Zwischen dem 7. und 31. Oktober 2026 bietet die Airline zusätzliche Flüge an Mittwochen und Samstagen an. Diese Verdichtung des Flugplans führt dazu, dass Reisenden ab Mai 2026 so viele Direktverbindungen nach Kreta zur Verfügung stehen wie nie zuvor in der Geschichte des Standorts.
Die Geschäftsführung des Flughafens betont die strategische Bedeutung dieser Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Bremen. Durch die Konkurrenz von drei Anbietern auf einer Strecke verbessert sich nicht nur die zeitliche Flexibilität für die Passagiere, sondern es entsteht auch ein Wettbewerb, der die Attraktivität des Regionalflughafens gegenüber den großen Drehkreuzen stärkt. Der Flughafen Bremen, der bereits 1909 eröffnet wurde und als Pionier befestigter Startbahnen in Deutschland gilt, festigt damit seine Rolle als touristischer Knotenpunkt für Urlaubsreisen in den Süden.
Trotz der Fokussierung auf touristische Ziele bleibt die Anbindung an internationale Drehkreuze wie Frankfurt, München oder Istanbul das Rückgrat des Bremer Flugbetriebs. Die Erweiterung des Ferienflugplans im Jahr 2026 stellt jedoch eine gezielte Antwort auf das geänderte Reiseverhalten dar, bei dem Direktverbindungen zu großen europäischen Inseln an Bedeutung gewinnen. Durch die Einbindung von Corendon und Freebird neben dem etablierten Partner SundAir wird das Segment der Charter- und Ferienflüge am Standort Bremen signifikant diversifiziert und das Gesamtaufkommen stabilisiert.