Das gemeinschaftliche Hilfsprojekt „Charity Wasser“ am Flughafen Zürich hat im zweiten Halbjahr 2025 einen beachtlichen Erfolg erzielt. Durch den Verkauf von Mineralwasserflaschen in den Duty-Free-Geschäften des Betreibers Avolta wurde eine Spendensumme von insgesamt 242.553 Schweizer Franken gesammelt. Der Erlös kam der Stiftung allani Kinderhospiz in Bern zugute.
Seit dem Start der Initiative im Jahr 2014 fließen pro verkaufter Flasche 50 Rappen in einen Spendentopf, der in regelmäßigen Abständen wechselnden gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung gestellt wird. Die Flughafen Zürich AG und der Reisedetailhändler Avolta, früher bekannt unter dem Namen Dufry, koordinieren das Projekt zur Unterstützung sozialer Einrichtungen in der Schweiz.
Die begünstigte Stiftung allani nutzt die Mittel, um den Betrieb des ersten Kinderhospizes der Schweiz sicherzustellen. Die Einrichtung in Bern bietet schwerstkranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen spezialisierte Pflege und professionelle Begleitung in einer wohnlichen Umgebung. Da die Finanzierung von Kinderhospizen in der Schweiz derzeit noch nicht flächendeckend gesetzlich oder über Versicherungsleistungen geregelt ist, ist das Haus massiv auf private Zuwendungen angewiesen. Die aktuelle Großspende deckt einen signifikanten Teil der laufenden Betriebskosten und ermöglicht Familien in belastenden Lebenssituationen dringend benötigte Entlastungsaufenthalte.
Mit Beginn des Jahres 2026 hat das Projekt turnusgemäß einen neuen Partner gewählt. Von Januar bis Ende Mai 2026 gehen die Erlöse aus dem Wasserverkauf an die Stiftung Schweizer Tafel. Diese Organisation widmet sich der Verteilung von überschüssigen, qualitativ einwandfreien Lebensmitteln an soziale Institutionen im ganzen Land. Zu den Empfängern gehören unter anderem Obdachlosenunterkünfte, Gassenküchen und Frauenhäuser. Die Schweizer Tafel bildet damit eine wichtige Brücke zwischen dem Überangebot im Handel und der akuten Armut betroffener Menschen, wobei jährlich mehrere tausend Tonnen Waren umverteilt werden.
Der Erfolg des Projekts unterstreicht die Spendenbereitschaft der Passagiere am größten Schweizer Luftverkehrsknotenpunkt. Trotz der Preisanpassungen im Einzelhandel bleibt die Nachfrage nach dem wohltätigen Mineralwasser stabil. Avolta und der Flughafen Zürich nutzen ihre hohe Frequenz an internationalen Reisenden, um Aufmerksamkeit für Schweizer Hilfsprojekte zu generieren. Durch die transparente Abwicklung und die direkte Zweckbindung der Mittel hat sich das „Charity Wasser“ zu einer festen Größe im gesellschaftlichen Engagement der Flughafen-Community entwickelt, die über die reine Infrastrukturbereitstellung hinausgeht.