Rossiya wollte Superjets leasen und erhielt kein einziges Angebot

Boeing 777-300 (Foto: 	Anna Zvereva).
Boeing 777-300 (Foto: Anna Zvereva).

Rossiya wollte Superjets leasen und erhielt kein einziges Angebot

Boeing 777-300 (Foto: Anna Zvereva).
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Das Luftfahrtunternehmen Rossiya war auf der Suche nach günstigen Sukhoi SSJ-100 und startete eine Ausschreibung für drei Maschinen. Allerdings ging diese sprichwörtlich in die Hose, denn der maximalige Preis, den das Unternehmen zahlen wollte, war den Lessoren zu wenig. Bis zum Ende der Angebotsfrist ging bei Rossiya kein einziges Offert ein.

Laut CH-Aviation.com war der Carrier auf der Suche nach drei Superjets, die für 12 Jahre geleast werden sollte. Der maximale Preis pro Flugzeug wurde in der Ausschreibung mit 41,1 Millionen U.S.-Dollar festgelegt. Nachdem kein Leasinggeber daran interessiert war, zog die Fluggesellschaft ihre Ausschreibung wieder zurück. Derzeit sind rund 44,3 Millionen U.S.-Dollar pro SSJ-100 in Russland branchenüblich.

Rossiya hält allerdings an den Plänen die Superjet-Flotte auszubauen fest. Bis Ende des Jahres 2020 sollen zehn Einheiten hinzugefügt werden. Woher diese stammen werden, ist allerdings unklar. Derzeit läuft die Ausbildung von Piloten und Flugbegleitern auf Hochtouren. Die Regionaljets sollen auf dem Flughafen Moskau Sheremetyevo stationiert werden.

Der Carrier ist eine Tochtergesellschaft der staatlichen Aeroflot und absorbierte vor einigen Jahren Pulkovo Aviation. Eine ursprünglich angekündigte Fusion mit der Konzernmutter wurde nicht umgesetzt, so dass Rossiya bis heute unter eigener Marke aktiv ist. Sämtliche Muster aus russischer Produktion wurden bei dieser Airline aus dem Linienverkehr entfernt. Derzeit hat man 20 A319, neun A320, eine B737-800, neun B747-400, fünf B777-300 und fünf B777-300ER in der Flotte. Aus russischer Herstellung sollen zehn SSJ-100-95B dazu stoßen.

2 Comments

  • Altmetallflieger , 5. November 2020 @ 21:31

    Dazu kann man bei Ru Aviation einiges erfahren .
    Russia wird alle Superjet 100/95 von Aeroflot bekommen, dazu die bestellten insgesamt 150 dazu 85 MS21, Bopeda wird alle B737 erhalten aus dem Konzern,nur vorläufig und die Max die bestellt sind .
    Bis 2028 wird man Hauptsächlich auf A321neo umstellen 150 Maschinen vorgesehen.
    Aeroflot wird eine komplette Airbus Flotte erhalten in dem Zeitraum von 80 A350 und rund 100 A320er,neo so ist der Plan bei den Russen.

  • Altmetallflieger , 5. November 2020 @ 21:45

    Auch Ch Aviation weiss nicht alles,ein Superjet dürfte neu um die 20 Millionen Dollar wert sein ,selbst eine Boeing 737 max wird zur Zeit um die 35 Millionen Dollar verramscht,die auf Halde stehen .
    Ein Beispiel Delta hat für die A220/100 rund 27 Millionen Dollar bezahlt ,ein A220/300 für rund 30 Millionen Dollar,Air Canada hat für die selbe Maschine einen Preis von 32,7 Millionen Dollar bezahlt ,wer wird dann für einen Superjet über 40 Millionen Dollar bezahlen?

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  • Altmetallflieger , 5. November 2020 @ 21:31

    Dazu kann man bei Ru Aviation einiges erfahren .
    Russia wird alle Superjet 100/95 von Aeroflot bekommen, dazu die bestellten insgesamt 150 dazu 85 MS21, Bopeda wird alle B737 erhalten aus dem Konzern,nur vorläufig und die Max die bestellt sind .
    Bis 2028 wird man Hauptsächlich auf A321neo umstellen 150 Maschinen vorgesehen.
    Aeroflot wird eine komplette Airbus Flotte erhalten in dem Zeitraum von 80 A350 und rund 100 A320er,neo so ist der Plan bei den Russen.

  • Altmetallflieger , 5. November 2020 @ 21:45

    Auch Ch Aviation weiss nicht alles,ein Superjet dürfte neu um die 20 Millionen Dollar wert sein ,selbst eine Boeing 737 max wird zur Zeit um die 35 Millionen Dollar verramscht,die auf Halde stehen .
    Ein Beispiel Delta hat für die A220/100 rund 27 Millionen Dollar bezahlt ,ein A220/300 für rund 30 Millionen Dollar,Air Canada hat für die selbe Maschine einen Preis von 32,7 Millionen Dollar bezahlt ,wer wird dann für einen Superjet über 40 Millionen Dollar bezahlen?

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