Logo des Flughafen Berlin-Brandenburg im Terminal 1 (Foto: Granit Pireci).
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Rückgang der Passagierzahlen am Flughafen Berlin Brandenburg im April 2026

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Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) verzeichnete im April 2026 einen spürbaren Rückgang des Passagieraufkommens. Nach aktuellen Verkehrsberichten nutzten rund 2,1 Millionen Reisende den Hauptstadtflughafen, was einem Minus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

Dieser Abwärtstrend ist primär auf externe Faktoren zurückzuführen, die den internationalen Flugverkehr erheblich beeinträchtigten. Insbesondere die Eskalation des Iran-Konflikts führte zu massiven Flugstreichungen und Umleitungen in der Nahost-Region, wodurch am BER etwa 84.000 Fluggäste weniger als im Vorjahr gezählt wurden.

Zusätzlich belasteten interne Branchenkonflikte die Bilanz des Flughafens. Durch Streikmaßnahmen beim Bodenpersonal und den Kabinencrews der Lufthansa entfielen zahlreiche Verbindungen, wovon schätzungsweise 40.000 Passagiere am Standort Berlin betroffen waren. Die Anzahl der Flugbewegungen sank infolgedessen um 2,7 Prozent auf insgesamt 15.800 Starts und Landungen. Auch das Frachtgeschäft blieb hinter den Erwartungen zurück: Mit einem Umschlag von 3.800 Tonnen lag das Ergebnis um 3,1 Prozent unter dem Niveau des Aprils 2025, was die allgemeine konjunkturelle Volatilität im Luftverkehrssektor widerspiegelt.

Trotz der dämpfenden Effekte sorgte das Ostergeschäft für punktuelle Belastungsspitzen im Terminalbetrieb. In den Ferienwochen zwischen Ende März und Mitte April reisten insgesamt 1,3 Millionen Menschen über den BER. Der Ostermontag am 6. April 2026 kristallisierte sich mit über 83.500 Passagieren als der verkehrsreichste Tag des gesamten Monats heraus. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten weiterhin ein erhebliches Risiko für die Planungssicherheit der Fluggesellschaften darstellt, da Sperrungen des Luftraums längere Flugrouten und höhere Betriebskosten verursachen.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der BER im Vergleich zu anderen deutschen Großflughäfen wie Frankfurt oder München besonders stark auf Direktverbindungen angewiesen ist, die sensibel auf regionale Konflikte reagieren. Während die Nachfrage im touristischen Segment zu Zielen im Mittelmeerraum stabil blieb, schwächelte das Langstreckensegment in Richtung Osten. Die Flughafengesellschaft beobachtet die Entwicklung genau, um die Personalkapazitäten an die schwankende Auslastung anzupassen, während gleichzeitig die Gebührenstruktur für Airlines unter Druck gerät, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gegenüber europäischen Mitbewerbern zu sichern.

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