Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr auf dem Flugplatz Berlin-Gatow übernimmt ein rund 30 Meter langes Rumpfsegment des ausgemusterten Regierungsflugzeugs Airbus A340-300 mit der taktischen Kennung 16+01.
Wie das Museum und die Lufthansa Technik AG im Oktober 2026 mitteilten, umfasst das Exponat die vordere obere Rumpfhälfte einschließlich des Cockpits und der vollständig erhaltenen VIP-Kabine des einstigen Aushängeschilds der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung. Die Übernahme erfolgt auf Basis einer Leihgabe von der Lufthansa Technik AG mit vereinbarter Kaufoption.
Der im März 2011 in Dienst gestellte Vierstrahler trug den Taufnamen „Konrad Adenauer“ und diente über ein Jahrzehnt hinweg dem Transport von Mitgliedern der Bundesregierung sowie parlamentarischen Delegationen bei internationalen Staatsbesuchen. Ende 2023 wurde das Großraumflugzeug nach mehrfachen technischen Pannen außer Dienst gestellt und schrittweise durch Maschinen des Typs Airbus A350-900 ersetzt. Im Frühjahr 2024 erwarb die Lufthansa Technik das demilitarisierte Luftfahrzeug zurück und überführte es zur Ersatzteilgewinnung und fachgerechten Zerlegung an das spezialisierte Verwertungsunternehmen TARMAC Aerosave im spanischen Teruel.
Der Abtransport des rund 25 Tonnen schweren und knapp sechs Meter breiten Rumpfteils erfolgt auf dem Seeweg vom spanischen Hafen Castellón nach Hamburg und von dort über Binnenwasserstraßen und Schwerlasttransporte nach Berlin. Die Ankunft auf dem Museumsgelände in Gatow wird für Ende Oktober oder Anfang November 2026 erwartet. Das Großobjekt soll zentraler Bestandteil der Neukonzeption der dortigen Dauerausstellung werden, um die Rolle von Luftstreitkräften als diplomatisches Werkzeug staatlicher Außen- und Sicherheitspolitik darzustellen.