Derzeit müssen Verkehrsflugzeuge auf dem Weg von Moskau bzw. St. Petersburg nach Sotschi und in die Türkei einen erheblichen Umweg fliegen. Das will man nun ändern, denn russische Carrier wollen erreichen, dass man wieder möglichst geradlinig fliegen kann.
Aufgrund des Krieges in der Ukraine sind einige Bereiche des südrussischen Luftraums für den zivilen Flugverkehr geschlossen. Dies schließt auch ein, dass die Airports in diesem Gebiet nicht genutzt werden können. Im Inlandsverkehr von/nach Sotschi sowie bei Türkei-Flügen weicht man teilweise in den kasachischen Luftraum aus. Dies hat zur Folge, dass sich die Flugzeit verlängert.
Nun wollen russische Fluggesellschaften erreichen, dass die Regierung einen Teil des gesperrten Luftraums in Südrussland freigibt, so dass man möglichst geradlinig zwischen Moskau und Sotschi sowie in die Türkei fliegen kann. Dadurch soll sich die Flugzeit um etwa 20 Minuten verkürzen, was letztlich bei den Carriern zu erheblichen Einsparungen führen soll.
Am 29. August 2022 soll ein hochrangiges Treffen zwischen Vertretern von Airlines und den russischen Behörden stattfinden. Es wird damit gerechnet, dass spezielle Korridore ausverhandelt werden könnten. Die Angelegenheit hat auch einen anderen Hintergrund: Seitens russischer Fluggesellschaften wird angesichts des Umstands, dass Kasachstan sämtliche Waffenexporte eingestellt hat, befürchtet, dass die Ex-Sowjet-Republik den Luftraum für russische Airlines sperren könnte.