Sukhoi Superjet SSJ-100 (Foto: Митя Алешковский).
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Russische Luftfahrtbehörde verlängert Einsatzdauer des Yakovlev Superjet 100

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Die russische Zivilluftfahrtbehörde Rosawiazija hat im Oktober 2026 eine Anhebung der betrieblichen Grenzen für Bestandsmaschinen des Regionalflugzeugs Yakovlev Superjet 100 genehmigt. Die Entscheidung betrifft die Flugzeugmuster RRJ-95B-100 sowie RRJ-95LR-100, welche mit den von PowerJet gelieferten SaM146-Triebwerken ausgestattet sind.

Gemäß den geänderten Zulassungsbestimmungen erhöht sich die maximal zulässige Lebensdauer der Flugzeugzellen von bislang 15 auf nunmehr 20 Jahre. Parallel dazu hob die Behörde das Limit der Flugstunden von 25.000 auf 40.000 Stunden an und erweiterte den zulässigen Rahmen der Flugzyklen von 15.000 auf 20.000 Starts und Landungen.

Die behördliche Freigabe stützt sich auf Belastungstests, Materialberechnungen sowie die Auswertung bisheriger Flugbetriebsdaten, die vom Hersteller Yakovlev und Forschungsinstituten vorgelegt wurden. Nach Herstellerangaben decken die neu festgelegten Grenzwerte etwa 40 Prozent der rechnerisch vorgesehenen konstruktiven Gesamtlebensdauer ab, weshalb in Moskau bereits an weiteren Zulassungsschritten gearbeitet wird. Derzeit befinden sich in Russland rund 154 Einheiten des Superjet 100 im aktiven Passagiereinsatz.

Die Ausweitung der Betriebsgrenzen steht im unmittelbaren Zusammenhang mit den anhaltenden internationalen Sanktionen gegen die russische Luftfahrtindustrie. Da der Import westlicher Ersatzteile für die gemeinsam mit Safran entwickelten SaM146-Triebwerke weitgehend unterbrochen ist und die Serienfertigung der vollständig russifizierten Variante SJ-100 mit heimischen PD-8-Triebwerken verfahrenstechnische Verzögerungen aufweist, sind die regionalen Fluggesellschaften auf eine möglichst lange Nutzung der bestehenden Flotte angewiesen.

Luftfahrtanalysten bewerten die Laufzeitverlängerung als notwendigen Schritt zur Aufrechterhaltung des inländischen Flugnetzes. Das Erreichen von 20 Betriebsjahren erfordert jedoch intensivierte Instandhaltungs- und Inspektionsintervalle an den Flugzeugzellen und Triebwerken, um die Flugsicherheit ohne den regulären Herstellersupport der ursprünglichen westlichen Zulieferer dauerhaft zu gewährleisten.

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