Boeing 737-800 (Foto: Anna Zvereva).
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Russland prüft neuen Lizenzantrag der russischen Fluggesellschaft Izhavia nach Entzug des AOC

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Die russische Regionalfluggesellschaft Izhavia hat bei der nationalen Zivilluftfahrtbehörde Rosawiazija ein neues Betreiberzertifikat beantragt, um die Wiederaufnahme ihres kommerziellen Flugbetriebs zu erreichen.

Nach Angaben der Regionalregierung der Republik Udmurtien wird eine Entscheidung der Behörde für die zweite Hälfte des Monats November 2026 erwartet. Das ursprüngliche Betreiberzertifikat der Fluggesellschaft war von Rosawiazija mit Wirkung zum 1. August 2026 annulliert worden, nachdem ungelöste Mängel im Bereich der Flugsicherheit festgestellt worden waren. Parallel dazu hat die Luftfahrtbehörde vorgeschlagen, Izhavia die Streckenrechte für insgesamt 79 internationale Verbindungen in acht Länder sowie die allgemeine Genehmigung für internationale Charterflüge zu entziehen. Ohne ein gültiges Betreiberzertifikat darf das Unternehmen derzeit keine gewerblichen Passagier- oder Frachtflüge durchführen.

Sicherheitsmängel und der Entzug des bisherigen Betreiberzertifikats

Die Annullierung des Betriebszertifikats durch Rosawiazija am 1. August 2026 folgte auf eine Reihe von behördlichen Überprüfungen, bei denen strukturelle und betriebliche Defizite im Sicherheitsmanagement der Fluggesellschaft festgestellt wurden. Nach den geltenden luftfahrtrechtlichen Bestimmungen in der Russischen Föderation führt das Nichtbeheben behördlich gerügter Mängel innerhalb festgesetzter Fristen zum Entzug der Flugbetriebslizenz.

Izhavia, die sich im Besitz der regionalen Behörden von Udmurtien befindet, stellte daraufhin den gesamten Flugbetrieb vorübergehend ein. Die Aussetzung trifft die Region logistisch, da das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Anbindung der Landeshauptstadt Ischewsk an das nationale Streckennetz einnimmt. Um den Ausfall im zivilen Luftverkehr zu kompensieren, mussten Passagiere kurzfristig auf Ausweichverbindungen anderer regionaler Fluggesellschaften umgebucht werden.

Verfahren zur Prüfung der internationalen Verkehrsrechte

Zusätzlich zum Lizenzentzug befasst sich die zuständige Kommission der Zivilluftfahrtbehörde mit dem formellen Entzug der Streckenrechte von Izhavia. Die Behörde schlug vor, dem Unternehmen die Berechtigungen für 79 internationale Flugrouten zu entziehen. Diese Verbindungen decken Zielorte in acht verschiedenen Staaten ab, vorrangig im Raum der Unabhängigen Staaten von Nord- und Zentralasien sowie angrenzender Regionen.

Ebenfalls vom Entzug bedroht ist die allgemeine Genehmigung zur Durchführung von internationalen Charterflügen. Die Kommission für internationale Verkehrsrechte prüft die Rechtslage im Rahmen der regulatorischen Vorgaben, die festlegen, dass nicht genutzte oder aufgrund fehlender Lizenzen nicht bedienbare Verkehrsrechte an andere Marktteilnehmer neu vergeben werden können. Eine endgültige Festlegung soll im Rahmen der kommenden Sitzungsperiode der Behörde getroffen werden.

Wirtschaftliche Lage der Fluggesellschaft und Flottenstruktur

Die Unterbrechung des Flugbetriebs belastet die finanzielle Situation von Izhavia und der dahinterstehenden regionalen Eigner. Das Unternehmen betrieb bis zum Entzug der Lizenz eine gemischte Flotte, die unter anderem aus Flugzeugen der Typen Jakowlew Jak-42 sowie moderneren Maschinen der Boeing 737-Familie bestand. Die Instandhaltung und Wartung dieser Flotte unter den aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen stellte einen der Kernpunkte der behördlichen Überprüfungen dar.

Die Regierung der Republik Udmurtien strebt die Neuausrichtung des Unternehmens an, um die Voraussetzungen für das neue Betreiberzertifikat zu erfüllen. Hierzu gehören die Anpassung der betrieblichen Abläufe, der Nachweis einer lückenlosen Wartungsdokumentation sowie die Erfüllung der personellen Anforderungen im Flug- und Bodenbetrieb. Ob die Korrekturmaßnahmen den Anforderungen der Behörde genügen, wird das Prüfungsverfahren im November 2026 zeigen.

Bedeutung für die regionale Transportinfrastruktur in Udmurtien

Der Flughafen Ischewsk, der eng mit der Betreibergesellschaft verknüpft ist, dient als primärer Knotenpunkt für den Personenverkehr der Region. Der Ausfall der eigenen Fluggesellschaft hat direkte Auswirkungen auf die Auslastung der dortigen Terminalinfrastruktur und die Abfertigungskapazitäten. Um den Flughafenbetrieb aufrechtzuerhalten, bemühen sich die regionalen Stellen um die verstärkte Einbindung dritter Fluggesellschaften.

Die Entscheidung von Rosawiazija in der zweiten Hälfte des Monats November 2026 wird maßgeblich darüber bestimmen, ob Izhavia als eigenständige Fluggesellschaft auf den Markt zurückkehren kann oder ob eine nachhaltige Neuordnung des Luftverkehrs in der Republik Udmurtien erforderlich wird.

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