Airbus A320 (Foto: Jan Gruber).
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Russland-Sanktionen: Aeroflot gehen die Bremsen aus

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Obwohl es russischen Airlines auch weiterhin gelingt Ersatzteile für Muster, die außerhalb der Russischen Föderation gefertigt wurden, über indirekte Kanäle zu beschaffen, scheint das eine oder andere Teil dennoch knapp zu werden. Besonders Bremsen von Airbus- und Boeing-Flugzeugen scheinen knapp zu werden.

Laut einem Bericht der Moscow Times soll Aeroflot ihre Flugzeugführer angewiesen haben verschlissene Bremsen während der Landung abzuschalten. Es geht dabei nicht darum, dass die betroffenen Jets gänzlich ohne Bremsen landen sollen, sondern lediglich, dass einzelne Systeme nicht zur Verfügung stehen.

Wie viele Flugzeuge von verschlissenen Verzögerungssystemen betroffen sind, ist unklar. Die Moscow Times behauptet, dass seit Ende Juli zwei Airbus A321, und je ein A320 und A330 sowie fünf Boeing 777 über keine vollständig funktionstüchtigen Bremsen verfügen sollen. Dies birgt Gefahren, denn Aviatorschina zitiert aus einer internen Anweisung an die Piloten von Aeroflot: „Das Flugzeug wird dazu neigen, sich auf die Seite zu drehen, auf der die Bremsen nicht deaktiviert sind. Achten Sie auf diese Tatsache, insbesondere bei der Landung auf einer nassen Piste mit Seitenwind!!! Die Breite der Landebahn ist begrenzt. Es besteht die Gefahr des Überfahrens der Landebahn!!!“.

Von der russischen Zivilluftfahrtbehörde wurde abgesegnet, dass Maschinen mit einzelnen deaktivierten Bremsen noch maximal zehn Tage im Einsatz sein dürfen, sofern keine Ersatzteile zur Verfügung stehen. Danach müssen diese temporär stillgelegt werden. Ob dies dann tatsächlich erfolgt oder ob die Flugzeuge einfach weiterfliegen, lässt sich nicht unabhängig prüfen.

Seit dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine können russische Airlines keine Ersatzteile auf dem regulären Weg erwerben. Diese fallen unter die westlichen Sanktionen. Allerdings gelangen auch weiterhin welche nach Russland und zwar über Zwischenhändler, die in Staaten wie der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Indien sowie China ansässig sind. Auch in weiteren Ländern sollen sich „Umschlagplätze“ befinden. Dem Vernehmen nach soll man auch „Marke Eigenbau“ aus dem Iran beziehen. In diesem Zusammenhang wurde gar eine „Entwicklungszusammenarbeit“, die dazu führen soll, dass Kopien in Russland produziert werden können, vereinbart.

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