Boeing 737-800-Heckflosse (Foto: Jan Gruber).
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Ryanair erneuert Rücktrittsforderung an EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen

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Die Fluggesellschaft Ryanair hat ihre Forderung an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erneuert, zurückzutreten, falls diese nicht umgehend eine Reform der europäischen Flugsicherungsdienste einleitet.

Anlaß hierfür sind erneute Streiks französischer Fluglotsen am Samstag, dem 5., und Sonntag, dem 6. Juli, welche zu massiven Verspätungen im europäischen Luftverkehr geführt haben. Ryanair sah sich aufgrund der Arbeitsniederlegungen bereits gezwungen, über 400 Flüge zu streichen, wovon allein in dieser Woche mehr als 70.000 Passagiere betroffen sind. Die Ausweitung der Streiks auf einen vierten Tag unterstreicht die anhaltende Forderung nach strukturellen Reformen im europäischen Flugsicherungswesen.

Ryanair kritisiert, daß eine kleine Gruppe französischer Fluglotsen ohne vorherige Ankündigung ihre Streikmaßnahmen verlängert und dadurch die Reisepläne Tausender EU-Bürger und ihrer Familien an einem der verkehrsreichsten Wochenenden des Jahres massiv beeinträchtigt. Die Fluggesellschaft wirft EU-Präsidentin von der Leyen vor, seit sechs Jahren keinerlei Massnahmen zur Reform der europäischen Flugsicherung ergriffen zu haben. Dies führe dazu, daß EU-Passagiere immer wieder von einer kleinen Gruppe französischer Fluglotsen als Geiseln genommen würden. Diese wiederkehrenden Störungen, oft als „Freizeitstreiks“ bezeichnet, werden seit Jahren von Fluggesellschaften und Passagierverbänden kritisiert, da sie den europäischen Luftraum immer wieder lahmlegen.

Ryanair fordert von Ursula von der Leyen dringende Massnahmen zur Reform der EU-Flugsicherungsdienste. Konkret werden zwei einfache Reformen vorgeschlagen: Erstens, die Sicherstellung einer vollständigen Besetzung des Flugsicherungsdienstes für die erste morgendliche Abflugwelle, um Verzögerungen gleich zu Beginn des Betriebstages zu vermeiden. Zweitens, der Schutz von Überflügen bei nationalen Streiks im Flugsicherungsdienst. Dies würde bedeuten, daß Flugzeuge, die lediglich den Luftraum eines streikenden Landes überqueren, weiterhin verkehren könnten, ohne von den Arbeitsniederlegungen betroffen zu sein.

Nach Ansicht von Ryanair könnten diese beiden Reformen etwa 90 Prozent aller flugsicherungsbedingten Verspätungen beseitigen und somit EU-Passagiere vor wiederholten und vermeidbaren Störungen schützen. Die Problematik der französischen Fluglotsenstreiks belastet den europäischen Flugverkehr seit langem, da Frankreich aufgrund seiner geographischen Lage ein zentrales Transitland für Flüge innerhalb Europas ist, insbesondere für Verbindungen zwischen Nordeuropa und Südeuropa oder dem Mittelmeerraum. Die anhaltende Konfrontation zwischen Fluggesellschaften und Gewerkschaften in diesem Bereich deutet auf eine verfahrene Situation hin, die nur durch politische Eingriffe auf europäischer Ebene gelöst werden könnte.

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