Die Fluggesellschaft Ryanair hat bekanntgegeben, ihr Wachstum in Belgien im Winterflugplan 2025 einzufrieren. Als Grund nannte das Unternehmen höhere Flughafengebühren in Zaventem und eine erhöhte Luftverkehrssteuer in Belgien.
Die Airline wird 119 Strecken in Belgien anbieten. Gleichzeitig werden drei neue Routen ab Brüssel-Süd Charleroi nach Katowice, Salerno und Volos eingeführt. Im Gegenzug wird der Verkehr am Flughafen Zaventem um sechs Prozent reduziert. Die Erhöhung der Luftverkehrssteuer von zwei auf fünf Euro pro Passagier wird von Ryanair als weiterer Grund für die Entscheidung angeführt.
Die Ankündigung nutzte Ryanair-Chef Michael O’Leary für eine Kritik an der Luftverkehrspolitik der Europäischen Union. Er warf der EU-Kommission vor, bei der Reform der Flugverkehrskontrolle nicht entschieden genug zu handeln. Als Beispiel nannte er die Flugausfälle im Juli 2025 infolge eines Streiks der französischen Fluglotsen, welche auch Überflüge betroffen hätten.
Ryanair fordert von der Kommission die Reform der Flugverkehrskontrolle, insbesondere den Schutz von Überflügen während Streiks. Der Airline-Chef rief auch dazu auf, eine Angleichung der Abgaben an internationale Regeln vorzunehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Fluggesellschaften zu sichern.