Die Fluggesellschaft Ryanair hat angekündigt, jährlich über zwei Millionen Sitzplätze an spanischen Regionalflughäfen zu streichen. Als Begründung nennt die Fluggesellschaft eine geplante Gebührenerhöhung von 6,62 Prozent ab 2026 durch den Flughafenbetreiber Aena.
Die Airline will ihre Basis in Santiago schließen, alle Flüge nach Vigo und Teneriffa Nord einstellen und die Strecken von Valladolid und Jerez weiterhin geschlossen halten. Zusätzlich soll die Kapazität in Asturias, Santander, Zaragoza, Vitoria und auf den Kanarischen Inseln reduziert werden. Die Fluggesellschaft warnt, daß dies mit Arbeitsplatzverlusten und einem Rückgang des Tourismus einhergehe.
Der spanische Flughafenbetreiber wies die Behauptungen als Mißbrauch zurück und bezeichnete die Ankündigung als Versuch, subventionierte Vorteile auszuhandeln. Aena betonte, daß die Gebühren weiterhin zu den wettbewerbsfähigsten in Europa gehörten und Spanien einen Rekord bei Tourismus und Flugverkehr erwarte.
Aena wirft Ryanair vor, daß das wahre Motiv der Fluggesellschaft in der Steigerung der Gewinne liege. Das spanische Flughafenmodell mit seiner Quersubventionierung kleinerer Flughäfen ist zwischen den beiden Unternehmen seit langem umstritten.