Das Handelsgericht Barcelona hat Ryanair eine formelle strafrechtliche Verwarnung erteilt, nachdem die Fluggesellschaft wiederholt gegen eine gerichtliche Anordnung verstoßen hat, die Verunglimpfung von eDreams ODIGEO und dessen Prime-Programm einzustellen.
Trotz einer Gerichtsentscheidung im Sommer, die Ryanair verpflichtete, abwertende Aussagen zu unterlassen, setzte die Fluggesellschaft ihr Verhalten fort. Das Gericht droht nun strafrechtliche Sanktionen an, sollte Ryanair weiterhin die bindenden Beschlüsse missachten.
Das spanische Handelsgericht hatte zuvor festgestellt, dass Ryanairs Äußerungen gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstoßen und eine gezielte Kampagne zur Förderung der eigenen Plattform darstellten. Bereits der Oberste Gerichtshof Spaniens hatte in einem früheren Urteil entschieden, dass eDreams ODIGEO berechtigt ist, Ryanair-Flüge zu vertreiben. Ryanairs wiederholte Missachtung dieser Urteile könnte nun strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.