Winglets B737-Max-200 und B737-800 (Foto: Jan Gruber).
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Ryanair passt Sommerflugplan 2026 im DACH-Raum an

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Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat umfangreiche Änderungen an ihrem Streckennetz für die Sommersaison 2026 bekannt gegeben. Im Zentrum der Umstrukturierung stehen Anpassungen an den Standorten Wien, Memmingen, Karlsruhe/Baden-Baden sowie an den Flughäfen Hahn, Weeze und Köln/Bonn.

Während der Low-Cost-Carrier sein Engagement auf profitablen touristischen Routen nach Kroatien verstärkt, werden unrentable Verbindungen konsequent gestrichen oder in ihrer Frequenz reduziert. Besonders betroffen ist der Standort Wien, wo die Verbindungen nach Rijeka und Split vollständig aus dem Programm genommen werden. Im Gegenzug wird die Kapazität nach Dubrovnik leicht erhöht, was auf eine Konzentration der Ressourcen auf nachfragestarke Hubs hindeutet.

Zusätzliche Marktanalysen und Branchenberichte verdeutlichen, dass Ryanair im Jahr 2026 eine verstärkte Verlagerung seiner Flottenkapazitäten in Richtung Osteuropa und den Mittelmeerraum vornimmt. Während die Frequenzen von Wien nach Banja Luka und Niš reduziert werden, profitiert der kroatische Standort Zadar von neuen Verbindungen ab dem Flughafen Hahn und Weeze. Diese strategische Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Flughafengebühren an deutschen und österreichischen Großflughäfen. In Hamburg wird die Verbindung nach Zadar komplett eingestellt, während Köln/Bonn Frequenzkürzungen auf derselben Route hinnehmen muss. Die Fluggesellschaft reagiert damit flexibel auf die operative Kostenstruktur der jeweiligen Flughäfen und die prognostizierte Passagiernachfrage.

Der Flughafen Zagreb verzeichnet in der Planung für 2026 eine ambivalente Entwicklung. Während die Strecke ab Basel-Mulhouse häufiger bedient wird, entfällt die Verbindung vom Flughafen Hahn nach Zagreb komplett. Ab Karlsruhe/Baden-Baden wird die Frequenz in die kroatische Hauptstadt ebenfalls auf drei wöchentliche Flüge gesenkt. Diese Verschiebungen sind Teil einer größeren Konsolidierung innerhalb des Ryanair-Netzwerks, bei der Kurzstreckenverbindungen mit geringerem Ertragspotenzial zugunsten von Destinationen mit höherer touristischer Wertschöpfung weichen müssen. Experten sehen in diesen Anpassungen auch eine Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb durch andere europäische Billigflieger, die ihre Präsenz in Serbien und Bosnien-Herzegowina zuletzt massiv ausgebaut haben.

Für Reisende aus dem süddeutschen Raum ergeben sich durch die Anpassungen am Flughafen Memmingen Änderungen bei der Erreichbarkeit von Banja Luka, wo das Angebot auf fünf wöchentliche Flüge begrenzt wird. Gleichzeitig wird Zadar ab Memmingen gestärkt, was die Bedeutung Kroatiens als Kernmarkt für den Sommer 2026 unterstreicht. Die finale Ausgestaltung des Flugplans unterliegt weiterhin operativen Feinabstimmungen, doch die nun präsentierten Eckpunkte bilden das Grundgerüst für die kommende Reisesaison. Ryanair nutzt diese Umverteilung von Slots und Flugzeugen, um die Rentabilität pro Sitzplatzkilometer zu maximieren und die Effizienz der stationierten Flugzeugflotten an den jeweiligen Basen zu steigern.

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