Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair setzt ihre Reduzierung der Präsenz am Flughafen Wien-Schwechat fort. Im Zuge der geplanten Verkleinerung der Basis in der österreichischen Hauptstadt wird die saisonale Verbindung zwischen Wien und Split (Kroatien) eingestellt. Die Strecke wurde bisher während der Sommersaison dreimal wöchentlich bedient.
Die Entscheidung zur Streichung der Route nach Split steht im direkten Zusammenhang mit dem Abzug von zwei weiteren Flugzeugen aus der Wiener Basis, die für den Sommer 2026 angekündigt wurde. Diese jüngste Kürzung folgt auf einen bereits im September 2025 erfolgten Abzug von drei Flugzeugen für den Winterflugplan 2025/2026, wodurch insgesamt drei andere Strecken (Billund, Santander und Tallinn) eingestellt und Frequenzen auf weiteren Routen reduziert wurden. Ryanair begründet die massiven Kürzungen mit den ihrer Ansicht nach zu hohen Luftverkehrssteuern in Österreich und überhöhten Flughafengebühren am Wiener Flughafen.
Ryanair-Chef Michael O’Leary hatte mehrfach öffentlich kritisiert, dass Österreich aufgrund einer Ticketabgabe von zwölf Euro pro Passagier sowie hoher Entgelte nicht wettbewerbsfähig sei. Die Fluggesellschaft drohte bereits mit dem Abzug weiterer Maschinen, sollte die österreichische Regierung nicht auf ihre Forderungen zur Senkung der Abgaben reagieren. Diese Entwicklung in Wien ist Teil eines breiteren Trends, bei dem Billigfluglinien wie Wizz Air ihre Basen in Österreich bereits ganz geschlossen oder ihre Kapazitäten stark reduziert haben.
Die Strecke Wien-Split wurde erst im Rahmen des Sommerflugplans 2024 neu aufgenommen und hätte Reisenden aus dem österreichischen Einzugsgebiet eine direkte Verbindung zur kroatischen Adriaküste geboten. Split wird jedoch auch weiterhin von anderen Fluggesellschaften wie Austrian Airlines bedient. Die kontinuierliche Reduzierung der Ryanair-Kapazitäten in Wien, die bis zum Sommer 2026 insgesamt fünf Flugzeuge umfasst, belastet nach Einschätzung des Flughafen Wien die Passagierentwicklung für das kommende Jahr, stärkt aber zugleich die Position der traditionellen Airlines wie die AUA.