Die britische Tochtergesellschaft der Fluggesellschaft Ryanair, Ryanair UK, hat die britische Zivilluftfahrtbehörde (CAA) öffentlich kritisiert, nachdem diese die Genehmigung für einen Rettungsflug nach einer Störung auf dem Flug RK1265 von Agadir nach Manchester am 24. April 2025 verweigert haben soll. Der Flug, durchgeführt mit einer Boeing 737-800, mußte aufgrund eines Passagierszwischenfalls nach Faro in Portugal umgeleitet werden, wodurch 177 Passagiere über Nacht strandeten.
Obwohl Ryanair DAC, die irische Schwestergesellschaft, ein Ersatzflugzeug und eine Ersatzbesatzung bereitgestellt hatte, soll die CAA die Genehmigung für deren Einsatz verweigert haben. Ryanair UK argumentiert, daß beide Fluggesellschaften zur selben Unternehmensgruppe gehören und identische Flugzeugtypen betreiben. Die Fluggesellschaft bezeichnete die Entscheidung der CAA als „rechtswidrig und willkürlich“ und kündigte rechtliche Schritte gegen die ihrer Ansicht nach bürokratischen Hindernisse an, die Passagieren schaden und das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen würden.
Ryanair UK wirft der CAA vor, unnötigen bürokratischen Aufwand zu betreiben und fordert den britischen Premierminister Keir Starmer auf, sich in den Fall einzuschalten. Die Fluggesellschaft verlangt die Aufhebung von Beschränkungen der betrieblichen Flexibilität innerhalb der Ryanair-Gruppe bei unvorhergesehenen Störungen. Der betroffene Flug RK1265 konnte schließlich am 25. April mit demselben Flugzeug von Faro nach Manchester fortgesetzt werden und erreichte sein Ziel mit einer Verspätung von 13 Stunden und 40 Minuten.
Die Auseinandersetzung zwischen Ryanair UK und der britischen Zivilluftfahrtbehörde wirft Fragen nach den Regularien und der Flexibilität bei der Bewältigung von Flugstörungen auf. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß die Verweigerung der Genehmigung unnötige Unannehmlichkeiten für die Passagiere verursacht und die Effizienz des Flugbetriebs beeinträchtigt habe. Die CAA hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.