Boeing 737-Max-200 (Foto: Jan Gruber).
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Ryanair verlängert Partnerschaft mit Amazon Web Services um fünf Jahre

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Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair und der Cloud-Computing-Anbieter Amazon Web Services (AWS) haben die Verlängerung ihrer bestehenden Kooperation um weitere fünf Jahre vereinbart. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, soll die IT-Infrastruktur der Fluggesellschaft weiterhin auf den Servern und Dienstleistungen des US-Konzerns betrieben werden.

Im Zentrum der erneuerten Vereinbarung steht der verstärkte Einsatz von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz (KI), darunter AWS-Plattformen wie Amazon Bedrock und spezialisierte KI-Assistenten. Ziel ist die Unterstützung des operativen Flugbetriebs, die Abwicklung von Buchungsprozessen über die Website sowie die digitale Steuerung von Arbeitsabläufen des Flug- und Kabinenpersonals.

Ryanair nutzt die Cloud-Systeme unter anderem zur Erstellung und Anpassung der Flugpläne für die Flotte von mehr als 600 Flugzeugen, die täglich rund 3.900 Verbindungen absolvieren. Durch die Einführung des KI-Systems Amazon Quick sollen Mitarbeiter betriebliche Daten über Sprach- und Texteingaben in Echtzeit auswerten können. Zudem greift das Kabinenpersonal auf eine interne Anwendung namens Ryanair Connect zurück, die administrative Abläufe wie Schichtwechsel, Urlaubsanträge und den Abruf von Schulungsunterlagen vereinfacht. Für die Cockpit-Besatzungen sollen digitale Datenströme die Flugeinsatzplanung direkt am Flugzeug optimieren.

Die Fortführung der Technologiepartnerschaft fällt in eine Phase, in der Ryanair ein starkes Passagierwachstum anstrebt. Das Unternehmen plant, seine jährlichen Passagierzahlen bis zum Jahr 2034 auf 300 Millionen Fluggäste zu steigern. Das Management betont, dass die Auslagerung von IT-Kapazitäten an externe Cloud-Anbieter notwendig sei, um die strikte Kostenkontrolle des Low-Cost-Geschäftsmodells aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Ausfallsicherheiten bei hohen Buchungszahlen zu gewährleisten.

Luftfahrtexperten und Datenschutzanalysten betrachten die zunehmende Verflechtung von Fluggesellschaften mit großen US-amerikanischen Cloud-Monopolisten jedoch nicht ohne Kritik. Die Auslagerung sensibler Flug- und Kundendaten auf externe Plattformen birgt operative Risiken bei etwaigen Serverausfällen, die im schlimmsten Fall den Flugbetrieb am Boden lähmen können. Zudem erhöht die langfristige Festlegung auf einen dominanten IT-Dienstleister die technische Abhängigkeit, was künftige Systemwechsel oder eigenständige Anpassungen der Softwarearchitektur erschwert.

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