Airbus A320neo (Foto: Anna Zvereva).
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Salam Air setzt zahlreiche Flugverbindungen im Nahen Osten aus

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Die omanische Billigfluggesellschaft Salam Air hat aufgrund der gravierenden Verschärfung der Sicherheitslage im Nahen Osten weitreichende Strereichungen in ihrem Flugplan vorgenommen.

Wie das Unternehmen mit Sitz in Maskat mitteilte, sind gesperrte oder nur eingeschränkt nutzbare Lufträume in der Region der Hauptgrund für diese Maßnahme. Konkret bleiben sämtliche Verbindungen von und nach Irak, Libanon und Iran bis mindestens zum 28. März 2026 vollständig ausgesetzt. Die Airline reagiert damit auf die unvorhersehbare militärische Dynamik, die einen sicheren zivilen Flugbetrieb über diesen Gebieten derzeit unmöglich macht.

Zusätzlich zu den kompletten Ländersperren hat Salam Air auch regionale Kurzstreckenverbindungen vorübergehend eingestellt. Flüge nach Kuwait sowie zu den Destinationen Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Doha in Katar und Dammam in Saudi-Arabien finden nach aktuellem Stand bis zum 20. März 2026 nicht statt. Diese Entscheidung betrifft vor allem den Pendler- und Geschäftsreiseverkehr innerhalb der Golfregion. Die Fluggesellschaft betont, dass die Sicherheit der Passagiere und der Besatzungen unter den gegenwärtigen Umständen Vorrang vor operativen Zielen habe und wirtschaftliche Einbußen für den Schutz von Menschenleben in Kauf genommen werden.

Hintergrund der massiven Einschränkungen ist die anhaltende Instabilität im Luftraum über dem Persischen Golf und den angrenzenden Staaten, die bereits zu Umleitungen bei zahlreichen internationalen Fluggesellschaften geführt hat. Da Salam Air primär Ziele in unmittelbarer Nähe zu den Krisenherden anfliegt, ist die Airline von den Luftraumsperrungen besonders stark betroffen. Das Management beobachtet die Situation in enger Abstimmung mit den omanischen Luftfahrtbehörden und dem Außenministerium des Sultanats. Kunden werden gebeten, den Status ihrer Buchungen digital zu prüfen, da kurzfristige Änderungen des Flugplans je nach Entwicklung der Lage jederzeit möglich sind.

Branchenexperten werten die Entscheidung von Salam Air als notwendigen Schritt zur Risikominimierung, da Ausweichrouten für einen Low-Cost-Carrier oft mit unwirtschaftlich langen Flugzeiten verbunden sind. Das Unternehmen hat angekündigt, bei einer Entspannung der Lage den Betrieb zu den betroffenen Zielen unverzüglich wieder aufzunehmen, sieht jedoch bis Ende März kaum Spielraum für eine Normalisierung. Betroffene Fluggäste haben laut den Beförderungsbedingungen der Airline Anspruch auf Umbuchungen oder Rückerstattungen, wobei die Kapazitäten auf alternativen Routen aufgrund der allgemeinen Verknappung des Flugangebots in der Region derzeit stark limitiert sind.

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