Die Lufthansa hat sich zur Freisetzung von Finanzmitteln entschieden und verkauft insgesamt neun Airbus-Maschinen der Modelle A320neo und A321neo, die sie jedoch unmittelbar im Rahmen eines Sale-and-Lease-back-Geschäfts zurückmietet.
Die Flugzeuge bleiben damit weiterhin im Einsatz für die Airline, während die erzielten Verkaufserlöse von etwa 600 Millionen Euro zur Stärkung der Liquidität und für Flottenerneuerungen genutzt werden sollen. Bereits im Sommer wurden fünf ähnliche Maschinen auf diese Weise veräußert und anschließend gemietet, wodurch Lufthansa insgesamt rund 230 Millionen Euro einnahm. Die nun verkauften Flugzeuge sollen über einen Zeitraum von sechs Jahren zurückgeleast werden, wobei diese Vorgehensweise als Reaktion auf den aktuellen Verkäufermarkt für moderne Airbus-Maschinen zu sehen ist.
Parallel dazu beabsichtigt Lufthansa, sich endgültig von fünf älteren CRJ900-Flugzeugen zu trennen, um Kosten zu senken und die Regionalflotte zu modernisieren. Auch die größere A340-600-Flotte, die derzeit vor allem auf Langstrecken eingesetzt wird, könnte im Jahr 2025 endgültig aus dem Betrieb genommen werden, da Lufthansa auf effizientere und umweltfreundlichere Modelle umstellt.
Mit diesen Maßnahmen reagiert der Konzern auf die gestiegene Nachfrage nach moderneren, treibstoffeffizienten Flugzeugen und versucht gleichzeitig, durch den Verkauf und das anschließende Leasing Kapital freizusetzen, um langfristige Investitionen zu tätigen.