Die Sommerferien stehen vor der Tür und läuten damit die absolute Hauptsaison für die Reederei Scandlines ein. Mit dem Beginn der Schulferien, welche in Dänemark bereits am Samstag, den 28. Juni, einsetzen und bis zum Sonntag, den 10. August, andauern, beginnt traditionell die große Sommerreise in den Norden. Scandlines, eine der wichtigsten Fährverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark, erwartet in den Monaten Juni, Juli und August fast drei Millionen Passagiere an Bord ihrer Schiffe.
Diese Zahl, die beinahe die Hälfte des gesamten Jahrespassagieraufkommens ausmacht, verdeutlicht die immense Bedeutung der Sommermonate für das Fährgeschäft. Angesichts des zu erwartenden großen Andrangs, der im vergangenen Sommer bereits über 2,7 Millionen Urlauber über die Ostsee beförderte, bereitet sich die Reederei intensiv vor, um ihren Reisegästen einen möglichst reibungslosen und angenehmen Start in den Urlaub zu ermöglichen.
Ein Massenexodus in den Norden: Zahlen und Erwartungen für den Sommer 2025
Der Sommer ist die Hochphase des Reiseverkehrs, und die Fährverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark sind dabei von zentraler Bedeutung für Millionen von Urlaubern. Scandlines, mit seinen Hauptrouten Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser, fungiert hierbei als entscheidendes Bindeglied. Die Erwartung, im Juni, Juli und August fast drei Millionen Passagiere zu befördern, unterstreicht die enorme Beliebtheit dieser Routen und die Attraktivität der skandinavischen Reiseziele für Urlauber aus Mitteleuropa. Allein im Juli des vergangenen Jahres 2024 wurden auf den beiden genannten Strecken 1,2 Millionen Passagiere gezählt, was die Konzentration des Verkehrs in diesem Hochsommermonat eindrucksvoll belegt.
Viele Reisende haben sich bereits frühzeitig Tickets für die begehrten Überfahrten gesichert, was auf eine hohe Planungsdisziplin und das Wissen um die begrenzte Kapazität der Fähren in den Spitzenzeiten hindeutet. Lars Kyrø, ein Sprecher von Scandlines, äußert sich optimistisch über die bevorstehende Saison: „Wir freuen uns darauf, auch in diesem Jahr wieder Ausgangspunkt für Tausende von Reisen zu sein. Wir erwarten den ganzen Sommer über viel Betrieb – Fähren voll mit erwartungsvollen Urlaubern.“ Diese Erwartung ist realistisch, da die Fährverbindungen nicht nur für den touristischen Verkehr, sondern auch für Pendler und den Frachtverkehr von großer Bedeutung sind, auch wenn der Schwerpunkt in den Sommermonaten klar auf dem Personenverkehr liegt. Die dänischen Schulferien, die in diesem Jahr am 28. Juni beginnen und am 10. August enden, markieren den Kernzeitraum dieses Reiseaufkommens.
Die Reederei prognostiziert allein für das letzte Juni-Wochenende mehr als 100.000 Passagiere zwischen Deutschland und Dänemark. Die verkehrsreichsten Wochenenden werden voraussichtlich die letzten beiden im Juli sein, wenn sich der Beginn des Urlaubs vieler Reisender mit der Rückkehr anderer überschneidet. Scandlines rechnet hier mit bis zu 150.000 Passagieren innerhalb von nur drei Tagen. Solche Zahlen stellen die Reederei vor große logistische Herausforderungen, die eine minutiöse Planung und effiziente Abwicklung erfordern, um Wartezeiten zu minimieren und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Erfahrung aus früheren Sommerperioden zeigt, daß eine frühzeitige Buchung und eine flexible Reiseplanung von entscheidendem Vorteil für die Fährgäste sind.
Clever reisen und Stress vermeiden: Scandlines‘ Empfehlungen und Serviceverbesserungen
Um den großen Ansturm optimal zu bewältigen und den Reisenden einen möglichst entspannten Start in den Urlaub zu ermöglichen, setzt Scandlines auf ein dynamisches Ticketingsystem. Dieses System ermöglicht es den Fährgästen, die besten Preise zu erzielen, indem sie frühzeitig buchen oder weniger ausgelastete Abfahrten wählen. „Das ist sowohl günstiger für die Fährgäste als auch besser für die Auslastung der Fähren“, erklärt Lars Kyrø. Dieses Preismodell incentiviert die Verteilung des Verkehrs über den Tag und die Woche hinweg, was zu einer besseren Nutzung der Fährkapazitäten führt und Stoßzeiten entzerrt.
Die Förderung von Flexibilität und Planung ist ein zentrales Anliegen der Reederei. „Wir wollen allen einen guten Start in den Urlaub ermöglichen – und eine angenehme Heimreise. Deshalb fördern wir Flexibilität und Planung. Je früher man bucht, desto größer ist die Chance auf einen niedrigen Preis zum gewünschten Zeitpunkt“, so Kyrø weiter. Für Reisende bedeutet dies, daß eine frühzeitige Buchung nicht nur Kosten spart, sondern auch die gewünschte Abfahrtszeit sichert und somit zu einem stressfreieren Reisebeginn beiträgt.
Darüber hinaus gibt Scandlines praktische Ratschläge für die Anreise: Es wird empfohlen, rechtzeitig von zu Hause loszufahren, da es insbesondere bei Anfahrten aus Ballungsräumen wie Hamburg zu Staus auf den Autobahnen kommen kann, welche die Pünktlichkeit der Reisenden beeinträchtigen. Solche Verzögerungen können sich auf die gesamte Abfertigung an den Fährterminals auswirken.
An Bord der Scandlines-Hybridfähren wurden zudem verschiedene Neuerungen eingeführt, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Dazu gehören:
- Neue, moderne Selbstbedienungsbereiche: Diese bieten frisch zubereiteten Qualitätskaffee, Hansens Eis und eine hervorragende Aussicht, welche die Überfahrt zu einer angenehmen Pause macht.
- Neue Kinderbereiche: Diese Bereiche sind so gestaltet, daß die ganze Familie mehr über den Fehmarnbelt und die dort lebenden Meeresbewohner erfahren kann, was einen edukativen und unterhaltsamen Aspekt in die Reise integriert.
Zusätzlich hat die Reederei das gesamte Kundenerlebnis durch digitale Innovationen optimiert. Eine aktualisierte mobile App erleichtert das Planen und Ändern der Fahrt erheblich. Zudem wurde die Kennzeichenerkennung in den Häfen von Puttgarden und Rødby eingeführt, was den Check-in-Prozeß beschleunigt und somit zu einem effizienteren Ablauf der Fahrzeugabfertigung beiträgt. Diese technologischen Fortschritte zielen darauf ab, den Reisekomfort zu erhöhen und Wartezeiten zu minimieren.
Flexibilität bei der Heimreise und zukünftige Aussichten
Interessanterweise zeigt die Erfahrung von Scandlines, daß die Reisenden bei der Heimreise oft flexibler sind als beim Start in den Urlaub. Viele entscheiden sich dafür, außerhalb der Hauptverkehrszeit zurückzureisen, was zu einem besonders entspannten Ausklang des Urlaubs beiträgt. Dies hilft, die Verkehrsspitzen zu verteilen und die Auslastung der Fähren auch in den Randzeiten zu optimieren.
„Unser Ziel ist es, allen Reisenden die beste Pause auf der Reise zu bieten – sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise. Deshalb arbeiten wir ständig daran, den Verkehr besser zu verteilen und ein effizientes und angenehmes Erlebnis für alle an Bord zu gewährleisten“, schließt Lars Kyrø seine Ausführungen. Dieses kontinuierliche Bestreben zur Verbesserung der Abläufe und des Service unterstreicht Scandlines’ Position als wichtiger Akteur im Fährverkehr zwischen Deutschland und Dänemark. Die Fährverbindung über den Fehmarnbelt, eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen Europas, ist von entscheidender Bedeutung für den Personen- und Güterverkehr. Mit dem geplanten Fehmarnbelt-Tunnel, welcher die Fährverbindung in der Zukunft ergänzen oder ersetzen soll, stehen die Fährreedereien vor langfristigen strategischen Überlegungen. Bis dahin jedoch bleibt Scandlines ein unverzichtbarer Bestandteil der Reiseinfrastruktur für den Nordeuropa-Verkehr und wird sich weiterhin auf die Optimierung des Fährerlebnisses für Millionen von Sommerurlaubern konzentrieren. Die Fähigkeit, große Passagierzahlen effizient zu bewältigen und gleichzeitig den Reisekomfort zu erhöhen, wird entscheidend sein, um auch in den kommenden Jahren die Attraktivität der Seereise aufrechtzuerhalten.