Logo von Schauinsland-Reisen (Foto: Jan Gruber).
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Schauinsland-Reisen ordnet die Führungsspitze neu

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Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen vollzieht eine grundlegende Umstrukturierung seiner Führungsebene. Wie das Familienunternehmen mitteilte, ist Sascha Leutner zum 1. Juli 2026 in die Geschäftsführung eingetreten.

Er soll nach einer Einarbeitungsphase zum 1. Januar 2027 die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) von Gerald Kassner übernehmen. Gerald Kassner, der den Betrieb über viele Jahre leitete, zieht sich zum Jahresende 2026 aus dem operativen Tagesgeschäft zurück und wechselt gemeinsam mit Steffen Kassner in den Beirat des Unternehmens. Steffen Kassner legt sein Amt als Geschäftsführer bereits zum 1. September 2026 nieder, um Tätigkeiten außerhalb des Reiseveranstalters aufzunehmen.

Die künftige Geschäftsführung setzt sich ab 2027 aus Sascha Leutner (CEO), Markus Förster als Chief Commercial Officer (CCO) und Detlef Schroer als Chief Sales Officer (CSO) zusammen. Im Zuge des Übergangs übernimmt Leutner Schritt für Schritt die operative Verantwortung für zentrale Querschnittsbereiche wie die Informationstechnologie, das Personalwesen sowie das Asset Management. Durch den geplanten Führungswechsel soll die Trennung zwischen der strategischen Aufsicht durch die Eigentümerfamilie und der operativen Steuerung durch ein angestelltes Management vollzogen werden.

Die Personalentscheidung fällt in eine Phase veränderten Wettbewerbs auf dem deutschen Touristikmarkt. Schauinsland-Reisen behauptet sich als einer der größten unabhängigen Reiseveranstalter Deutschlands, steht jedoch im harten Konkurrenzkampf mit Konzernen wie TUI, der DERTour Group sowie digitalen Buchungsplattformen. Zudem stellen die kontinuierliche Digitalisierung der Vertriebskanäle und Schwankungen in der Nachfrage nach Pauschalreisen die gesamte Branche vor betriebswirtschaftliche Herausforderungen.

Branchenbeobachter werten den Rückzug der Familie Kassner aus dem operativen Geschäft als markanten Einschnitt für den Duisburger Traditionsveranstalter. Der Übergang von einer inhabergeführten Struktur zu einem externen Führungsteam erfordert eine präzise Abstimmung zwischen Management und Beirat. Die Hauptaufgabe der neuen Leitung wird darin bestehen, die Marktposition im klassischen Pauschalreisesegment zu sichern und gleichzeitig die digitale Infrastruktur des Unternehmens an veränderte Buchungsgewohnheiten anzupassen.

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