Schnelltests: AUA entscheidet im Jänner 2021 über neues Konzept

Negativer Antigen-Schnelltest (Foto: Jan Gruber).
Negativer Antigen-Schnelltest (Foto: Jan Gruber).

Schnelltests: AUA entscheidet im Jänner 2021 über neues Konzept

Negativer Antigen-Schnelltest (Foto: Jan Gruber).
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Seit 15. Dezember 2020 führt Austrian Airlines keine verpflichtenden Antigen-Schnelltests mehr durch. Bis dahin testete das Lufthansa-Konzernmitglied ein solches Verfahren auf Flügen von/nach Hamburg sowie Berlin. Über eine mögliche Fortführung ist noch keine Entscheidung gefallen.

Eine Sprecherin erklärt dazu gegenüber Aviation Direct: “Der Probebetrieb für die Antigen-Schnelltests auf unserer Strecke nach Hamburg ist seit 15. Dezember abgeschlossen. Aktuell sind wir gerade dabei die Erkenntnisse sowie das Kundenfeedback auszuwerten, um daraus das weitere Testkonzept zu gestalten. Rund 600 Personen haben wir während der Testphase in Wien getestet (inkludiert die Flüge nach Berlin & Hamburg). Aus dem Kundenfeedback geht auf jeden Fall hervor, dass der Test so kurz vor dem Abflug das subjektive Sicherheitsgefühl gesteigert hat. Der einfache Registrierungsprozess und der leichte Zugang zum Testzentrum im Terminal wurde von den Kunden ebenfalls sehr geschätzt.”

Der “Knackpunkt” so genannten “Tested Flights” war, dass diese den Passagieren keine Einreiseerleichterungen brachten. Deutschland pocht auf PCR-Befunde und auch diese befreien nicht von einer Quarantäne. Österreich anerkennt erst seit dem 19. Dezember 2020 die Ergebnisse von Antigen-Schnelltests, modifizierte jedoch die Einreiseverordnung dahingehend, dass aus fast allen Ländern der Welt kommend eine Quarantäne angetreten werden muss. Zwar gibt es sowohl in der Bundes- als auch in der Alpenrepublik zahlreiche Ausnahmen, doch können auch diese Fälle nicht von verpflichtenden Antigen-Schnelltests vor jedem Abflug profitieren.

Offensichtlich fehlt in Europa der politische Wille ein Verfahren, das Austrian Airlines bis zum 15. Dezember 2020 getestet hat, anzuerkennen. Zu sehr ist man damit beschäftigt nach Möglichkeit alle Reisen zu unterbinden. Dafür spricht auch eine Äußerung des österreichischen Innenministers Karl Nehammer (ÖVP), der erst vor wenigen Tagen sagte, dass Reisen nicht von den “Ausnahmen” der Ausgangsbeschränkungen abgedeckt sind und gar eine Verwaltungsstrafe nach sich ziehen können. Da erscheint durchaus absurd, dass es auf Eislaufplätzen und in Schigebieten durchaus eng zugeht…

Wie es bei Austrian Airlines mit den so genannten “Tested Flights” weitergehen wird, ist noch völlig offen. “Eine Entscheidung zum zukünftigen Testkonzept wird noch im Jänner fallen. Sobald es dazu mehr Details gibt, werden wir natürlich entsprechend kommunizieren”, so eine Sprecherin. “In der Zwischenzeit haben wir übrigens für unsere Shanghai Fluggäste ein Testkonzept für Transferpassagiere am Flughafen Wien auf die Beine gestellt. Hintergrund: Bei der Einreise nach China müssen Transferpassagiere einen PCR sowie einen Antikörper Test am Abflugsort sowie am Transferort durchführen lassen, das heißt vier Tests insgesamt. Für diese Transfertests in Wien starten wir morgen mit dem Angebot.”

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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