Airbus A320 (Foto: Raimund Stehmann).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Schwedische Behörden lehnen Flugantrag von Syrianair für Route Damaskus–Stockholm ab

Werbung

Die schwedische Regierung hat einen Antrag der syrischen Staatsfluggesellschaft Syrianair abgelehnt, eine reguläre Linienverbindung zwischen der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Flughafen Stockholm/Arlanda einzurichten.

Die Entscheidung des Ministeriums für ländliche Angelegenheiten und Infrastruktur datiert vom 15. Oktober 2026 und geht auf eine entsprechende Empfehlung der schwedischen Transportbehörde Transportstyrelsen zurück. Als maßgeblicher Grund für die Untersagung der vier wöchentlich geplanten Flüge wurden unkalkulierbare Risiken für die Sicherheit des Luftverkehrs im syrischen Luftraum angeführt.

Die Transportbehörde stützte ihre negative Begutachtung auf mehrere Sicherheitsfaktoren im Herkunftsland der Fluggesellschaft. Neben den anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen und einer fragmentierten Luftraumüberwachung verwies die Behörde auf das Risiko einer Fehlidentifikation ziviler Luftfahrzeuge durch Luftverteilungssysteme sowie auf bestehende Warnhinweise europäischer Flugsicherheitsorgane. Obwohl das bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen Schweden und Syrien aus dem Jahr 1955 grundsätzlich Verkehrsrechte vorsieht, überwogen im Genehmigungsverfahren die rechtlichen Vorgaben der schwedischen Luftfahrtverordnung zur Absicherung des Flugbetriebs.

Da Syrianair nicht über die erforderliche Drittstaaten-Zulassung (Third Country Operator, TCO) der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) verfügt, sah der Antrag den Einsatz von Flugzeugen des Typs Airbus A220 beziehungsweise A320 im Wet-Lease-Verfahren vor. Als Partner war die litauische Chartergesellschaft Heston Airlines vorgesehen, über die Syrianair bereits einzelne Verbindungen in den europäischen Luftraum, etwa nach Amsterdam, abwickelt. Weitere europäische Anbieter wie Dan Air oder LEAV Aviation bedienen den syrischen Markt über Sondergenehmigungen einzelner EU-Mitgliedstaaten.

Die behördliche Absage erfolgt vor dem Hintergrund von Bemühungen der syrischen Zivilluftfahrtbehörde, das internationale Streckennetz nach den politischen Umbrüchen Ende 2024 und der schrittweisen Lockerung von Sanktionen wieder aufzubauen. Das schwedische Ministerium betonte, dass die Entscheidung ausschließlich den vorliegenden Einzelantrag betrifft und kein allgemeines Flugverbot zwischen den beiden Staaten darstellt.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung