Die Schweizer Beherbergungsbranche blickt auf ein Rekordjahr zurück. Nach den nun veröffentlichten definitiven Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie im Jahr 2025 insgesamt 43,9 Millionen Logiernächte.
Dies entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent im Vergleich zum bereits starken Vorjahr. Damit wurden die vorläufigen Schätzungen vom Januar bestätigt und ein neuer absoluter Spitzenwert in der Geschichte der Schweizer Statistik erreicht. Die positive Entwicklung zeigt die hohe Attraktivität des Standorts sowohl für das heimische Publikum als auch für internationale Reisende.
Das Wachstum wurde maßgeblich durch eine robuste Nachfrage aus dem Ausland getrieben, die nach den Pandemiejahren eine vollständige Erholung und darüber hinausgehende Zuwächse aufweist. Insbesondere Gäste aus den USA und den asiatischen Märkten trugen zu der hohen Auslastung in den Tourismuszentren bei. Doch auch die Inlandsnachfrage blieb auf einem sehr hohen Niveau stabil. Schweizer Gäste generierten einen wesentlichen Teil der Übernachtungen, was die Bedeutung des Heimmarktes für die Branche unterstreicht. Regionale Schwerpunkte des Wachstums lagen vor allem in den Berggebieten während der Wintersaison sowie in den Städten Zürich und Genf.
Trotz der erfreulichen Buchungszahlen steht die Branche vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Der starke Schweizer Franken sowie die gestiegenen Betriebskosten und der anhaltende Fachkräftemangel belasten die Margen vieler Betriebe. Dennoch investieren zahlreiche Hotelunternehmen in die Modernisierung ihrer Infrastruktur, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Branchenexperten werten das Rekordergebnis als Zeichen für die hohe Qualität der Dienstleistungen und die erfolgreiche Marktpositionierung der Schweiz als Premium-Destination. Die stabilen politischen Verhältnisse und die gute Erreichbarkeit werden zudem als Standortvorteile angeführt.
Für das laufende Jahr 2026 rechnen Marktbeobachter mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Zwar deuten die aktuellen Buchungseingänge auf eine weiterhin solide Nachfrage hin, doch könnten globale wirtschaftliche Unsicherheiten das Wachstumstempo drosseln. Der Fokus der Hoteliers liegt nun verstärkt auf der Effizienzsteigerung und der Digitalisierung von Betriebsabläufen, um dem Kostendruck entgegenzuwirken. Das BFS wird die monatlichen Entwicklungen weiterhin genau beobachten, um frühzeitig Trends für die kommende Sommersaison identifizieren zu können.