Februar 28, 2026

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Februar 28, 2026

Flughafenverband fordert strikte Einhaltung internationaler Lärmschutzregeln

Der europäische Flughafenverband ACI Europe hat die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten eindringlich dazu aufgefordert, den rechtlichen Rahmen des sogenannten „Balanced Approach“ beim Fluglärmmanagement konsequent anzuwenden. In einer aktuellen Analyse kritisiert der Verband, dass einige Staaten die verbindliche EU-Verordnung 598/2014 zunehmend ignorieren und voreilig Betriebsbeschränkungen an Flughäfen erlassen. Diese Maßnahmen dürften laut geltendem EU-Recht und den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) jedoch nur als letztes Mittel eingesetzt werden, wenn alle anderen Optionen zur Lärmminderung ausgeschöpft sind. Das Verfahren sieht eine klare Hierarchie von drei primären Säulen vor, bevor Kapazitätseinschränkungen zulässig sind. Zunächst müssen die Lärmminderung direkt an der Quelle durch modernere Flugzeugflotten, eine vorausschauende Flächennutzungsplanung in Flughafennähe sowie optimierte betriebliche Flugverfahren, wie etwa kontinuierliche Sinkflüge, geprüft werden. ACI Europe betont, dass eine einseitige Reduzierung von Flugbewegungen ohne vorherige fundierte Kosten-Nutzen-Analyse nicht nur rechtswidrig sei, sondern auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas und die regionale Anbindung massiv gefährde. Hintergrund der Forderung sind aktuelle politische Bestrebungen in Ländern wie den Niederlanden oder Belgien, die Nutzung der verfügbaren Flughafenkapazitäten aus Lärmschutzgründen drastisch einzuschränken. Generaldirektor Olivier Jankovec warnte davor, dass die Missachtung des ausgewogenen Ansatzes die sozioökonomische Rolle der Flughäfen untergrabe. Er verwies darauf, dass proaktive Maßnahmen der Industrie bereits Wirkung zeigen: Prognosen der Europäischen Umweltagentur gehen davon aus, dass die Zahl der durch Fluglärm stark belästigten Personen bis 2030 um 32 % sinken wird, sofern die Flottenerneuerung und betriebliche Optimierungen fortgesetzt werden. Um die Umsetzung der Verordnung zu stärken, empfiehlt der Verband eine stärkere Überwachung durch die EU-Kommission sowie klar definierte, realistische Lärmschutzziele. Die

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Eskalation im Nahen Osten: Militärschläge lösen weiträumige Luftraumschließungen und globales Flugchaos aus

Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich am Samstag dramatisch verschlechtert, nachdem Israel einen großangelegten Militärschlag gegen den Iran eingeleitet hat. Verteidigungsminister Israel Katz rechtfertigte die Operation als notwendigen Präventivschlag, um unmittelbare Bedrohungen für den Staat Israel abzuwenden. Berichten zufolge beteiligen sich auch die Vereinigten Staaten an den Angriffen, die unter anderem strategische Ziele im Iran ins Visier nehmen. Die Reaktion der betroffenen Staaten folgte unmittelbar: Der Iran, Israel und der Irak haben ihre Lufträume für den zivilen Flugverkehr komplett gesperrt. Diese Entwicklungen führten zu einem beispiellosen Chaos im internationalen Luftverkehr, da auch die großen Drehkreuze am Golf wie Dubai, Abu Dhabi und Doha den Betrieb weitgehend einstellen mussten. Tausende Passagiere sind an den Flughäfen gestrandet, während zahlreiche Maschinen auf dem Weg in die Region umkehren oder Ausweichflughäfen ansteuern mussten. In Israel wurde der landesweite Ausnahmezustand ausgerufen, während aus Teheran schwere Explosionen im Stadtzentrum gemeldet werden. Militärische Dynamik und die Rolle der Vereinigten Staaten Die aktuelle Eskalation markiert einen neuen Höhepunkt in einem Konflikt, der bereits im vergangenen Jahr zu direkten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran geführt hatte. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz betonte, dass der aktuelle Schlag darauf abzile, die militärische Handlungsfähigkeit des Irans massiv einzuschränken. Laut Informationen des israelischen Senders N12 unterstützen US-Streitkräfte die Operation aktiv. Dies folgt auf eine Phase extremer diplomatischer Spannungen. Erst vor zwei Tagen waren Verhandlungen in Genf über das iranische Atomprogramm ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende gegangen. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Konsequenzen

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Strategische Partnerschaft zwischen FACC und Embraer für neue Business-Jets

Der österreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat einen bedeutenden Auftrag des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer erhalten. Wie im Rahmen einer Präsentation am 24. Februar 2026 bekannt wurde, wird FACC zentrale Innenraumkomponenten für die neuen Business-Jet-Modelle Praetor 500E und Praetor 600E entwickeln und produzieren. Die Zusammenarbeit umfasst die Fertigung von Kabinenverkleidungen, Monumenten und Komponenten für den Frachtraum sowie das Cockpit. Dieser Auftrag stärkt die Marktposition des oberösterreichischen Unternehmens im Segment der Super-Midsize- und Midsize-Business-Jets und sichert langfristige Produktionsvolumina an den österreichischen Standorten. Die technische Umsetzung der neuen Kabinengeneration basiert auf moderner Leichtbautechnologie, die eine Integration von hochwertigen Materialien wie Leder, Holzfurnieren und Metallapplikationen ermöglicht. Ein besonderes Merkmal der Praetor-Serie ist das nahtlos in die Seitenwände integrierte Bord-Unterhaltungssystem, für dessen strukturelle Einbindung FACC verantwortlich zeichnet. Embraer betonte in diesem Zusammenhang die industrielle Kompetenz des Partners, komplexe Innenraumdesigns in großem Maßstab zu fertigen und dabei eine konsistente Qualität über die gesamte Flotte hinweg zu gewährleisten. Die Praetor 600E gilt mit einer Reichweite von über 7.400 Kilometern als eines der leistungsfähigsten Flugzeuge ihrer Klasse. Die Kooperation zwischen beiden Unternehmen besteht bereits seit über zwei Jahrzehnten und wurde in der jüngeren Vergangenheit mehrfach prämiert. Neben der Innenausstattung liefert FACC auch strukturelle Bauteile wie Spoiler und Querruder für die kommerzielle E2-Flugzeugfamilie von Embraer. In den Jahren 2021, 2024 und 2025 wurde das Unternehmen von dem brasilianischen Konzern jeweils als „Supplier of the Year“ ausgezeichnet. Diese kontinuierliche Anerkennung unterstreicht die Verlässlichkeit der Lieferketten und das technologische Niveau der in Österreich entwickelten Luftfahrtkomponenten, die weltweit in der zivilen Luftfahrt zum Einsatz

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Rückgang im Januar-Geschäft dämpft Wachstumserwartungen der Reisebranche

Der traditionell buchungsstärkste Monat des Jahres hat für die deutsche Tourismuswirtschaft einen unerwarteten Dämpfer gebracht. Laut aktuellen Daten der Marktforscher von Travel Data + Analytics (TDA) sanken die Umsätze für Urlaubsreisen im Januar 2026 spürbar. Während das Volumen für Sommerreisen um fünf Prozent zurückging, mussten im Bereich der Winterreisen sogar Einbußen von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingenommen werden. Insgesamt gaben die Bundesbürger im Januar rund 3,2 Milliarden Euro für stationär oder online gebuchte Reisen aus. Experten führen diesen Rückgang jedoch nicht auf eine generelle Konsumflaute zurück, sondern auf eine zeitliche Verschiebung des Buchungsverhaltens: Viele Urlauber nutzten bereits extrem frühe Angebote im Spätherbst, wodurch der klassische „Januar-Peak“ zunehmend an Bedeutung verliert. Trotz der schwächeren Dynamik zum Jahresbeginn bleibt die Gesamtbilanz für die laufenden Saisons positiv. Die kumulierten Umsätze für den Winter 2025/26 liegen weiterhin vier Prozent über dem Vorjahr, wobei bereits rund 90 Prozent des erwarteten Gesamtumsatzes gesichert sind. Besonders Kreuzfahrten erweisen sich mit einem Plus von zehn Prozent als stabiler Wachstumstreiber. Auch die Zahl der Reisenden liegt mit einem Zuwachs von zwei Prozent leicht über dem Niveau der Vorsaison. Analysten beobachten zudem einen Trend zur langfristigen Planung: Ein signifikanter Teil der aktuellen Buchungen entfällt bereits auf weit entfernte Zeiträume bis hin zur Wintersaison 2026/27, was auf ein hohes Sicherheitsbedürfnis der Kunden hindeutet. Im Sommergeschäft macht sich die Abkühlung im Januar deutlicher bemerkbar, da diese Saison normalerweise massiv von den Frühbuchern im ersten Monat des Jahres profitiert. Das bisherige kumulierte Plus halbierte sich binnen eines Monats auf nunmehr sieben

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Bundestag beschließt Verschärfung der Luftsicherheit und Drohnenabwehr

Der Deutsche Bundestag hat eine umfassende Reform des Luftsicherheitsgesetzes verabschiedet, um auf die wachsende Bedrohung durch unbemannte Flugobjekte und unbefugtes Eindringen in Flughafenbereiche zu reagieren. Die Neuregelung sieht vor, die bürokratischen Hürden für den Einsatz der Bundeswehr im Inland signifikant zu senken. Künftig kann das Verteidigungsministerium im Rahmen der Amtshilfe eigenständig über Unterstützungsmaßnahmen zur Drohnenabwehr entscheiden, ohne dass eine vorherige Abstimmung mit dem Innenministerium zwingend erforderlich ist. In extremen Gefahrensituationen, in denen ein schweres Unglück droht, erhalten Soldaten zudem die rechtliche Befugnis, Drohnen im zivilen Luftraum gezielt abzuschießen. Ein wesentlicher Aspekt des Gesetzespakets ist die Einführung eines neuen Straftatbestands für das vorsätzliche Eindringen in die Sicherheitsbereiche von Flughäfen. Wer unbefugt auf das Rollfeld oder in andere geschützte Zonen gelangt und dadurch den Luftverkehr gefährdet, muss künftig mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen. Diese Verschärfung ist eine direkte Reaktion auf die Vorfälle der vergangenen Jahre, bei denen Aktivistengruppen durch Blockadeaktionen den Betrieb an großen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München zeitweise lahmlegten. Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz setzt hierbei auf eine starke abschreckende Wirkung, um die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur und der internationalen Lieferketten zu gewährleisten. Trotz der Zustimmung im Parlament bleibt die stärkere Einbindung der Streitkräfte im Inneren politisch umstritten. Während Sicherheitsverbände und der Flughafenverband ADV die kürzeren Entscheidungswege begrüßen, äußern Rechtsgelehrte und Teile der Opposition verfassungsrechtliche Bedenken hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit und der Kompetenzverteilung zwischen Polizei und Militär. Kritiker warnen vor einer schwindenden Trennung zwischen innerer und äußerer Sicherheit. Parallel dazu forderte der Bundesrat zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa

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Schweizer Hotellerie erreicht im Jahr 2025 historischen Höchststand bei Logiernächten

Die Schweizer Beherbergungsbranche blickt auf ein Rekordjahr zurück. Nach den nun veröffentlichten definitiven Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie im Jahr 2025 insgesamt 43,9 Millionen Logiernächte. Dies entspricht einer Steigerung von 2,6 Prozent im Vergleich zum bereits starken Vorjahr. Damit wurden die vorläufigen Schätzungen vom Januar bestätigt und ein neuer absoluter Spitzenwert in der Geschichte der Schweizer Statistik erreicht. Die positive Entwicklung zeigt die hohe Attraktivität des Standorts sowohl für das heimische Publikum als auch für internationale Reisende. Das Wachstum wurde maßgeblich durch eine robuste Nachfrage aus dem Ausland getrieben, die nach den Pandemiejahren eine vollständige Erholung und darüber hinausgehende Zuwächse aufweist. Insbesondere Gäste aus den USA und den asiatischen Märkten trugen zu der hohen Auslastung in den Tourismuszentren bei. Doch auch die Inlandsnachfrage blieb auf einem sehr hohen Niveau stabil. Schweizer Gäste generierten einen wesentlichen Teil der Übernachtungen, was die Bedeutung des Heimmarktes für die Branche unterstreicht. Regionale Schwerpunkte des Wachstums lagen vor allem in den Berggebieten während der Wintersaison sowie in den Städten Zürich und Genf. Trotz der erfreulichen Buchungszahlen steht die Branche vor wirtschaftlichen Herausforderungen. Der starke Schweizer Franken sowie die gestiegenen Betriebskosten und der anhaltende Fachkräftemangel belasten die Margen vieler Betriebe. Dennoch investieren zahlreiche Hotelunternehmen in die Modernisierung ihrer Infrastruktur, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Branchenexperten werten das Rekordergebnis als Zeichen für die hohe Qualität der Dienstleistungen und die erfolgreiche Marktpositionierung der Schweiz als Premium-Destination. Die stabilen politischen Verhältnisse und die gute Erreichbarkeit werden zudem als Standortvorteile angeführt. Für das laufende

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Expansionskurs im Nischenmarkt: Das strategische Geschäftsmodell von Rhomberg Reisen unter neuer Führung

Das in Dornbirn ansässige Familienunternehmen Rhomberg Reisen festigt im Jahr 2026 seine Position als spezialisierter Kraftfaktor in der europäischen Touristikbranche. Unter der Leitung von CEO Ioannis Afukatudis, der das Amt im Mai des Vorjahres übernahm, verfolgt der Vorarlberger Reiseveranstalter eine konsequente Wachstumsstrategie, die auf einer Kombination aus regionaler Verwurzelung und überregionaler Präsenz basiert. Das Unternehmen, das seit über sechs Jahrzehnten im Besitz der Familie Müller steht, hat sich insbesondere durch seine Marktführerschaft auf der Mittelmeerinsel Korsika im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht. Mit einem beeindruckenden Volumen von 17 Vollchartern pro Woche und über 33.000 Charterplätzen pro Jahr besetzt Rhomberg eine Größenordnung, die im österreichischen Vergleich von inhabergeführten Unternehmen dieser Art unerreicht bleibt. Die aktuelle Bilanz weist einen Gesamtumsatz von rund 36 Millionen Euro für das Jahr 2025 aus, wobei eine kontinuierliche jährliche Steigerungsrate von etwa zehn Prozent verzeichnet wird. Fokus auf Korsika und die Logistik der Vollcharter Die strategische Ausrichtung von Rhomberg Reisen ist eng mit der Insel Korsika verknüpft, die zwischen 60 und 70 Prozent des Gesamtumsatzes generiert. Um diese Marktposition zu sichern, betreibt der Veranstalter ein dichtes Netz an Flugverbindungen, das nahezu alle österreichischen Bundesländer abdeckt. Einzig ab Klagenfurt werden keine direkten Verbindungen angeboten; von allen anderen Landeshauptstädten sowie von grenznahen Flughäfen wie Friedrichshafen, Memmingen, Bern und St. Gallen-Altenrhein heben regelmäßig Maschinen in Richtung Calvi oder Figari ab. In der operativen Umsetzung setzt Rhomberg auf bewährte Partnerschaften mit Fluggesellschaften wie People’s und Avanti Air, ergänzt durch Kontingente bei Eurowings und Austrian Airlines. Eine Neuerung im Portfolio stellt die

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Weitere massive Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21

Die vollständige Inbetriebnahme des Prestigeprojekts Stuttgart 21 verschiebt sich erneut um mehrere Jahre. Nach aktuellen Medienrecherchen und Bestätigungen aus Kreisen der Projektpartner wird eine gesamthafte Eröffnung des neuen Bahnknotens nicht vor dem Jahr 2030 erwartet. Eine partielle Teileröffnung des Tiefbahnhofs wird frühestens für das Jahr 2029 in Aussicht gestellt. Damit bleibt die größte Baustelle Deutschlands deutlich länger als geplant im Zentrum der baden-württembergischen Landeshauptstadt bestehen. Als Ursachen für den zeitlichen Rückschlag werden personelle Engpässe bei beteiligten Unternehmen, erhebliche Fehler bei der Installation technischer Anlagen sowie ein massiver Mangel an qualifiziertem Personal für die sicherheitstechnische Abnahme angeführt. Ein zentraler Faktor für die Verzögerung liegt in der Umsetzung der digitalen Steuerungstechnik. Da die Deutsche Bahn zahlreiche Digitalisierungsprojekte bundesweit gestoppt hat, fungiert Stuttgart 21 derzeit als isoliertes Pilotprojekt. Dies führt zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Technologielieferanten wie Hitachi, da in Aussicht gestellte Folgeaufträge weggefallen sind. Zudem hat der Bahnkonzern eigene Abteilungen für digitale Entwicklung personell drastisch reduziert, was die Entwicklungszeiträume für die komplexe Signaltechnik weiter dehnt. Die Testläufe für den neuen Bahnknoten müssen aufgrund technischer Unregelmäßigkeiten und neuer regulatorischer Anforderungen deutlich umfangreicher ausfallen als ursprünglich in der Zeitplanung kalkuliert. Innerhalb des Managements der DB InfraGO sorgt zudem eine Umpriorisierung der Ressourcen für Stillstand am Projektstandort. Abnahmeprüfer werden vorrangig zur Begleitung der anstehenden Generalsanierungen auf anderen Hauptstrecken im Bundesgebiet abgezogen, wodurch die notwendigen Freigaben in Stuttgart ins Hintertreffen geraten. Die jüngste Personalentscheidung an der Spitze des Projekts verstärkt die Unsicherheit bei den Beteiligten. Der vorzeitige Wechsel in der Geschäftsführung von Olaf Drescher zu Klaus Müller

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Deutschland: Tourismusboom kontrastiert mit strukturellem Wandel im Inlandssegment

Der Luftverkehrsstandort Deutschland steht im Sommer 2026 vor einer Phase des moderaten Wachstums, die maßgeblich durch ein verändertes Reiseverhalten der Bevölkerung geprägt wird. Laut aktuellen Analysen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die auf einer Auswertung der Flugplandaten basieren, wird für den Monat Juli ein Anstieg der Abflüge um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Diese positive Dynamik resultiert fast ausschließlich aus einer massiven Nachfrage nach touristischen Zielen, während der innerdeutsche Markt weiterhin signifikante Einbußen verzeichnet und nur noch etwa 50 Prozent seines Volumens von 2019 erreicht. Mit rund 74.100 erwarteten Starts von deutschen Flughäfen bleibt die Gesamtzahl der Flugbewegungen zwar noch immer hinter den Rekordwerten des Vorkrisenniveaus zurück, doch verschieben sich die Marktanteile zugunsten internationaler Urlaubsstrecken. Insbesondere europäische Destinationen dominieren den Flugplan, wobei klassische Ziele im Mittelmeerraum eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig zeigt sich eine heterogene Erholung der großen Luftfahrt-Drehkreuze Frankfurt und München, was auf unterschiedliche strategische Schwerpunkte und Netzwerkstrukturen der dort operierenden Fluggesellschaften hindeutet. Strukturelle Verschiebungen zugunsten des touristischen Sektors Die detaillierte Untersuchung der Flugplandaten offenbart eine deutliche Spaltung des Marktes. Während der gesamte Luftverkehr in Deutschland noch rund 17 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt, hat sich der touristische Sektor bereits weit über dieses Niveau hinaus entwickelt. Mit einem Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Jahr fungiert der Urlaubsverkehr als wichtigster Stabilitätsfaktor für die Branche. Die DLR-Forscher führen dies auf einen Nachholeffekt und eine Priorisierung privater Konsumausgaben für Flugreisen zurück. Nahezu 90 Prozent aller geplanten Abflüge im Sommer sind europäischen Zielen gewidmet. In

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Drastische Erhöhung der Tourismusabgabe in Katalonien und Barcelona

In der spanischen Autonomen Gemeinschaft Katalonien tritt ab April 2026 eine signifikante Erhöhung der Tourismussteuer in Kraft. Das Regionalparlament hat eine Verdoppelung der bisherigen Abgaben beschlossen, wodurch Reisende je nach Unterkunftskategorie mit Zusatzkosten von bis zu 15 Euro pro Nacht und Person rechnen müssen. Besonders betroffen ist die Metropole Barcelona, die bereits seit Jahren mit einem massiven Zustrom an Besuchern kämpft. Während Kreuzfahrtpassagiere, die weniger als 12 Stunden in der Stadt verweilen, weiterhin eine moderate Pauschale von rund 6 Euro zahlen, werden Gäste in Fünfsternehotels künftig am stärksten zur Kasse gebeten. Ein Paar, das zwei Nächte in einem gehobenen Viersternehaus verbringt, muss mit einer Zusatzbelastung von über 45 Euro rechnen. Hintergrund dieser steuerlichen Maßnahme ist die angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt. Ein Viertel der durch die Steuererhöhung generierten Mehreinnahmen soll zweckgebunden in den sozialen Wohnungsbau fließen, um die akute Wohnungsnot in den touristischen Zentren zu lindern. Die katalanische Regierung reagiert damit auf den wachsenden Druck durch die einheimische Bevölkerung, die in der Vergangenheit verstärkt gegen die Auswirkungen des Massentourismus protestiert hat. In Barcelona kam es wiederholt zu Demonstrationen, bei denen Bewohner ihren Unmut über steigende Mieten und die Verdrängung aus den Stadtvierteln öffentlich zum Ausdruck brachten. Parallel dazu geht das spanische Verbraucherschutzministerium strenger gegen illegale Vermietungen vor und belegte Plattformen wie Airbnb kürzlich mit Millionenbußgeldern. Vertreter der Hotelbranche und Tourismusverbände äußern jedoch massive Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit der Region. Sie warnen davor, dass die drastische Verteuerung der Übernachtungen Gäste abschrecken und in preiswertere Destinationen innerhalb Spaniens oder des Mittelmeerraums treiben

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