Boeing 717 (Foto: Delta).
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Sicherheitszwischenfall auf Delta-Flug nach Houston führt zu Polizeieinsatz

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Ein Flug der Delta Air Lines von Houston nach Atlanta musste am Mittwochmorgen kurz nach dem Start zum William P. Hobby Airport umkehren. Grund für den unplanmäßigen Abbruch von Flug DL2557 war das aggressive Verhalten eines männlichen Passagiers an Bord der Boeing 717-200. Während erste Berichte nahelegten, der Mann habe versucht, gewaltsam in das Cockpit einzudringen, präzisierte die Fluggesellschaft später, dass kein Durchbruch zum Flugdeck stattgefunden habe. Das Unternehmen beschrieb den Vorfall stattdessen als „unranganhaltendes und rechtswidriges Verhalten“ gegenüber anderen Reisenden und Besatzungsmitgliedern, das eine sofortige Landung erforderlich machte.

Nach der Landung in Houston wurde die Maschine von Einsatzkräften der örtlichen Polizei empfangen. Der betroffene Passagier wurde unmittelbar nach dem Eintreffen am Gate in Gewahrsam genommen und für weitere Vernehmungen abgeführt. Nach Angaben der Behörden gab es bei dem Vorfall keine Verletzten unter den Passagieren oder der Crew. Das Flugzeug konnte nach einer Sicherheitsüberprüfung und dem Entfernen des Störers die Reise nach Atlanta fortsetzen, wo es mit einer Verspätung von etwa 90 Minuten eintraf. Die Bundesluftfahrtbehörde FAA hat bereits angekündigt, den Vorfall umfassend zu untersuchen und rechtliche Schritte gegen den Verursacher zu prüfen.

Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein, die das US-Verkehrsministerium bereits im Vorjahr auf den Plan gerufen hat. Verkehrsminister Sean Duffy startete 2025 eine nationale Kampagne für mehr Disziplin im Luftverkehr, da die Zahl der Störungen an Bord seit 2019 um 400 Prozent gestiegen ist. Allein seit 2021 registrierte die FAA rund 13.800 Vorfälle mit renitenten Fluggästen. Experten führen diesen Anstieg auf eine erhöhte psychische Belastung im Reiseverkehr sowie auf den Konsum von Alkohol und Medikamenten zurück, was zunehmend zu Sicherheitsrisiken für den regulären Flugbetrieb führt.

In den USA drohen Passagieren bei solchen Vorfällen mittlerweile drakonische Strafen. Neben zivilrechtlichen Bußgeldern der FAA, die pro Verstoß bis zu 37.000 US-Dollar betragen können, drohen strafrechtliche Konsequenzen sowie lebenslange Flugverbote bei den betroffenen Airlines. Delta Air Lines betonte in einem Statement, dass man keinerlei Toleranz gegenüber Verhalten zeige, das die Sicherheit von Kunden und Personal gefährde. Die Fluggesellschaft unterstützt zudem die Forderung nach einer landesweiten Liste für Flugverbote, um solche Störer dauerhaft vom Luftverkehr auszuschließen.

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