Der Flughafen Salzburg blickt auf ein operativ erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und stellt zeitgleich die Weichen für eine umfassende Modernisierung seiner Infrastruktur. Mit insgesamt 1.774.454 abgefertigten Fluggästen verzeichnete der zweitgrößte Flughafen Österreichs im vergangenen Jahr einen minimalen Passagierrückgang von lediglich unter einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Demgegenüber stieg das für den wirtschaftlichen Erfolg maßgebliche maximale Abfluggewicht (MTOW) um knapp 0,3 Prozent an. Auch die Flugbewegungen im gewerblichen Großflugverkehr legten um 2,7 Prozent auf 14.747 Starts und Landungen zu. Trotz anhaltender globaler Herausforderungen wie Lieferengpässen bei Flugzeugherstellern und gestiegenen Standortkosten erwirtschaftete das Unternehmen einen Konzernumsatz von rund 85,7 Millionen Euro und schloss das Jahr mit einem positiven Konzernergebnis sowie einer starken Liquiditätsbasis von 40,6 Millionen Euro ab.
Um den Standort langfristig wettbewerbsfähig zu halten, hat die Flughafenführung unter Bettina Ganghofer und Finanzvorstand Stephan Moser ein massives Investitionsprogramm angekündigt. In den kommenden 15 Jahren sollen rund 300 Millionen Euro in die Zukunft des Airports fließen. Das Kernstück bildet dabei die grundlegende Erneuerung der Terminallandschaft, in die bis zum Jahr 2033 insgesamt 105 Millionen Euro investiert werden. Das Hauptterminal aus dem Jahr 1966 und das Amadeus Terminal 2 werden hierbei baulich und technisch zu einer modernen, durchgängigen Einheit verschmolzen. Erste Vorbereitungsmaßnahmen, darunter der Abriss des alten Hangar 2, starten noch im laufenden Jahr, bevor Anfang 2027 die Hauptbauphase beginnt. Die Modernisierung ist auch notwendig, um die gestiegenen behördlichen Flächen- und Technikvorgaben des neuen europäischen Grenzkontrollsystems Entry-Exit-System (EES) zu erfüllen, für dessen Gesamtrealisierung mehr als 5 Millionen Euro veranschlagt sind.
Neben den Infrastrukturprojekten bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr beträchtliche Aufwendungen für Sanierungsmaßnahmen einen Schwerpunkt. Von den im Jahr 2025 investierten knapp 8 Millionen Euro floss ein Teil in die Fortführung der PFAS-Altlastensanierung im Grundwasser, die durch historische Löschschaumeinsätze der Flughafenfeuerwehr verursacht wurde. Für die Errichtung einer Grundwasserwaschanlage und die Anpassung der Brunnensysteme fielen in einer ersten Phase bereits 12 Millionen Euro an. Zu den weiteren Investitionen gehörten ein neues Großlöschfahrzeug für die Flughafenfeuerwehr, IT-Sicherheitsmaßnahmen sowie die technische Modernisierung des Fuhrparks. Der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter und Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schnöll betonte, dass der Flughafen mit seinen rund 1.300 Arbeitsplätzen ein unverzichtbarer Wirtschaftsmotor und das Tor zur Welt für die gesamte Region bleibe.
Für die aktuelle Sommersaison 2026 präsentiert der Flughafen Salzburg ein breites Flugprogramm, das eine strategische Kombination aus bewährten Hub-Anbindungen und Urlaubsstrecken bietet. Wichtige Drehkreuze wie Frankfurt, Istanbul und Dubai werden hochfrequent bedient, um weltweite Anschlussflüge zu garantieren. Im touristischen Segment dominieren Destinationen im Mittelmeerraum, insbesondere Griechenland mit sechs angeflogenen Inseln sowie Ziele in Spanien, Italien, Tunesien und Ägypten. Als Streckennovität verbindet die Regionalfluggesellschaft SkyAlps die Mozartstadt ab diesem Sommer zweimal wöchentlich direkt mit Rom. Das optimierte Streckennetz dient auch der Stärkung des regionalen Tourismus, der zunehmend von einer steigenden Zahl an Gästen aus dem Nahen Osten profitiert. Seine historische Entwicklung zelebriert der Airport zudem im Rahmen seines 100-jährigen Bestehens mit einem großen Publikums-Flughafenfest am 20. Juni 2026.