Embraer 195 (Foto: Jan Gruber).
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Sommer 2026: Austrian Airlines setzt auf elf Wetlease-Flugzeuge

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Ryanair-Chef Michael O’Leary behauptete Anfang dieses Monats, dass im Sommerflugplan 2026 die Kapazität am Flughafen Wien-Schwechat deutlich niedriger sein wird. Dabei rechnete er vor, dass Wizz Air den Abflug in Richtung Bratislava macht, die Ryanair-Tochter Malta Air die Basis dicht macht und Austrian Airlines zehn Maschinen weniger einsetzen würde. Während die Aussagen bezüglich Wizz Air und Ryanair dem aktuellen Stand der Dinge nach zutreffend sind, ist es hinterfragenswert wie Michael O’Leary eigentlich auf die Äußerung bezüglich der AUA kommt.

Genau diese Frage stellt man sich in der Konzernzentrale der Austrian Airlines Group auch, denn auf Anfrage dementiert eine Sprecherin, dass die im Sommer 2026 gegenüber dem laufenden Jahr eingesetzte Flotte um zehn Maschinen reduziert sein wird. Unternehmensangaben verfügt man derzeit über 11 Langstreckenflugzeuge des Herstellers Boeing, 40 Maschinen aus dem Hause Airbus sowie 17 Embraer-Jets.

Embraer raus, Airbus rein

Bekannt ist auch, dass sich Austrian Airlines von den Embraer-195 trennen wird. Künftig wird der Airbus A320 das kleinste Muster im Eigenbetrieb sein. Allerdings werden auch weiterhin E195 für die AUA unterwegs sein, denn Air Dolomiti fliegt weiterhin im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung für die AUA.

„Austrian Airlines wird ihre Flotte harmonisieren und einen Flotten-Rollover durchführen,  dass von aktuell 5 unterschiedlichen Flugzeugentypen zukünftig nur noch 2 unterschiedliche Flugzeugtypen eingesetzt werden. Die 17 Embraer-Maschinen werden schrittweise aufgeflottet. Im Zuge des Flotten-Rollovers wird die Airbus-Flotte aufgewertet und ausgeweitet. Austrian Airlines-Flotte wird damit künftig aus 58 Flugzeugen bestehen: 12 Langstrecken-Flugzeuge – Dreamliner und 46 Airbus-Flugzeuge werden künftig auf der Kurz- und Mittelstrecke eingesetzt“, so eine Sprecherin der Austrian Airlines. „Die Lufthansa Group hat kürzlich die Zuteilung von insgesamt 17 fabriksneuen Airbus-Flugzeugen – 11 Flugzeugen des Typs A320neo und 6 Flugzeugen des Typs A321neo – genehmigt. Fünf davon sind Flugzeuge, die die derzeitigen A320neo in der Flotte von Austrian Airlines ersetzen werden (Grund: Triebwerksharmonisierung). Sechs davon kommen hinzu, da Austrian Airlines ihre Embraer-Flugzeuge ausflotten wird. Dies ist der erste Schritt zur Harmonisierung der Kurz- und Mittelstreckenflotte von Austrian Airlines.

Nach aktuellem Stand wird Austrian Airlines nach dem Abgang der Embraer-Maschinen und dem Zugang der 6 zusätzlichen A320neo-Aircrafts insgesamt 46 Flugzeuge des Herstellers Airbus in der Flotte haben. Dazu kommen die nach aktuellem Stand 12 Langstreckenflugzeuge Boeing 787-9 „Dreamliner“ – die Langstreckenflotte von Austrian Airlines wird ja nach aktuellem Stand von aktuell 11 auf künftig 12 anwachsen“.

Elf Wetlease-Maschinen im Sommer 2026

Seit einiger Zeit setzt Austrian Airlines wieder verstärkt auf Wetlease-Flugzeuge. Das bedeutet konkret, dass andere Fluggesellschaften Verbindungen im Auftrag der AUA bedienen. Historisch gesehen hat dies eine lange Tradition, denn in der Vergangenheit wurden viele Flüge von der mittlerweile nicht mehr existierenden Tochtergesellschaft Tyrolean Airways durchgeführt. Derzeit fliegen drei ATR72-600 von Braathens und zwei Embraer 195 von Air Dolomiti für Austrian Airlines. Jene Airbus A220-300, die im Sommer 2025 von Air Baltic für die AUA betrieben wurden, sind Unternehmensangaben nach über den Winter nicht für die österreichische Lufthansa-Tochter im Einsatz.

Auf die Frage wie die Wetlease-Zusammensetzung im Sommer 2026 aussehen wird, antwortete eine AUA-Sprecherin wie folgt: „Im Sommer 2026 werden 6 Air Baltic, 3 Braathens und 2 Air Dolomiti Maschinen für Austrian Airlines im Wetlease fliegen“. Das bedeutet, dass dem aktuellen Stand der Dinge nach elf Flugzeuge von anderen Betreibern im Auftrag der Austrian Airlines unterwegs sein werden. Diese ergänzen die zuvor genannte Flotte im Eigenbetrieb.

Grundsätzlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die österreichische Lufthansa-Tochter noch weitere Maschinen ins Wetlease holt. Die Gründe hierfür können äußerst vielfältig sein, beispielsweise greifen Fluggesellschaften gelegentlich beim Ausfall eigener Maschinen auf die Dienstleistungen anderer Carrier zurück. Konkrete Planungen für die Erweiterung langfristiger Wetlease-Vereinbarungen sind derzeit aber nicht bekannt.

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