Die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines hat Verhandlungen mit ihren Gewerkschaften aufgenommen, um die notwendigen Grundlagen für eine internationale Expansion zu schaffen. Das Unternehmen plant, sein Streckennetz über die bisherigen Destinationen in Mexiko, der Karibik und Zentralamerika hinaus zu erweitern.
Laut Berichten plant die Fluglinie ab 2026 die Aufnahme von Nonstopflügen nach Island und prüft langfristig weitere Verbindungen nach Europa, Lateinamerika, Afrika und Asien. Der Kurswechsel wird maßgeblich von dem aktivistischen Investor Elliott vorangetrieben, der eine stärkere internationale Ausrichtung der Fluggesellschaft fordert.
Eine wesentliche Hürde bei den Expansionsplänen stellt die Flotte dar, die traditionell ausschließlich aus Boeing 737-Maschinen besteht. Die Reichweite dieses Flugzeugmusters ist für sehr lange Interkontinentalflüge begrenzt, was die Auswahl potenzieller Ziele einschränkt.
Die Gespräche mit den Gewerkschaften der Piloten (Swapa) und Flugbegleiter (TWU 556) zielen darauf ab, die Arbeitsbedingungen und Vergütungen an die neuen Anforderungen anzupassen. Die Aufnahme der Verhandlungen signalisiert, daß Southwest diesen strategischen Wandel in ihrem Geschäftsmodell ernsthaft verfolgt.