SP-RZF: Buzz-B737-Max-200 wartet auf ersten Einsatz

Boeing 737 Max 200 (Foto: Jan Gruber).
Boeing 737 Max 200 (Foto: Jan Gruber).

SP-RZF: Buzz-B737-Max-200 wartet auf ersten Einsatz

Boeing 737 Max 200 (Foto: Jan Gruber).
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Noch ist das erste Flugzeug, das in der eigenen Livery der polnischen Ryanair-Tochter Buzz lackiert ist, nicht im aktiven Liniendienst. Derzeit ist die SP-RZF auf dem Flughafen Dublin abgestellt und befindet sich im formellen Registrierungsprozess.

Sehr vereinfacht ausgedrückt kann man den Vorgang mit der Anmeldung eines Kraftfahrzeugs, das eine Einzeltypisierung benötigt, vergleichen. Die polnische Luftfahrtbehörde muss sämtliche Unterlagen – beispielsweise die Manuals – prüfen und anschließend freigeben. Auch können die Beamten einen Testflug verlangen. Das maltesische Pendant machte bei Malta Air von diesem Recht Gebrauch.

Ein genauer Zeitpunkt für die Indienststellung bei Buzz steht laut Ryanair-DAC-Chef Eddie Wilson noch nicht fest. Es soll aber nicht mehr lange dauern und nur noch eine Frage von wenigen Tagen sein. Die polnische Fluggesellschaft wird einige Boeing 737 Max 200 im eigenen Farbenkleid erhalten. Zusätzlich wird man weitere Exemplare in der Livery der Konzernschwester Ryanair DAC betreiben.

Eddie Wilson bezeichnete im Gespräch mit Aviation Direct die Fluggesellschaft Buzz als „Sonderfall innerhalb der Ryanair Group“. Diese Airline wäre auf Osteuropa spezialisiert und wäre in Polen stark im Chartergeschäft vertreten. „Ursprünglich wurde Buzz als Ryanair Sun gegründet und war eine reine Charterairline. Der Einstieg ins Liniengeschäft als ACMI-Provider für Ryanair in Polen und Osteuropa ist viel später erfolgt“, so der Manager. „Buzz ist stark in Osteuropa vertreten und wird weiter wachsen“.

Buzz: Boeing 737-800 tragen keinen Operator-Hinweis – B737 Max 200 schon

Eine Besonderheit sind die bestehenden Boeing 737-800, die von Buzz betrieben werden. Diese tragen – im Gegensatz zu Malta Air – keinen „operated by Buzz“-Sticker. Das hat einen simplen Grund, der fast schon zu einfach ist: Buzz ist lediglich der Markenname der Ryanair Sun S.A., die zu keinem Zeitpunkt umbenannt wurde. Vereinfacht gesagt: Offiziell heißt Buzz weiterhin Ryanair Sun und daher ist kein „operated by“ Sticker notwendig. Ganz anders auf den Boeing 737 Max 200, denn diese tragen im Bugbereich einen Hinweis auf Ryanair.

Eine offizielle Vorschrift gibt es für die „operated by“-Sticker übrigens nicht. ACMI-Provider sind nicht verpflichtet diese anzubringen. Es ist auch nicht vorgeschrieben, dass auf dem Flugzeug überhaupt der Name der Airline angebracht sein muss. Lediglich die Registrierung und in manchen Staaten auch das Hoheitszeichen sind wirklich absolute Pflicht. Dennoch bringen viele Carrier den Sticker dennoch an und das hat seinen guten Grund: Fluggesellschaften sind verpflichtet im Falle eines Wetlease oder Subcharters spätestens beim Einsteigen über die Identität des Subunternehmers zu informieren. Damit sich niemand drauf ausreden kann, dass man eventuelle Lautsprecherdurchsagen nicht gehört habe, ist es am einfachsten dies einfach aufs Flugzeug zu schreiben. Eurowings führte dies mit mikroskopischen Hinweisen auf der Tür etwas ad-absurdum.

Innerhalb der Ryanair Group sind in naher Zukunft die Konzernmitglieder Lauda Europe, Ryanair DAC bzw. Ryanair UK, Buzz und Malta Air in eigener Livery unterwegs. Bei Malta Air und Buzz werden laut Malta-Air-Chef David O’Brien nur „einige wenige Boeing 737 May 200“ die eigene Identität nach außen tragen. Die komplette Airbus A320-Flotte von Lauda Europe trägt ihre eigene Livery und daran soll sich auch bei eventuellen Neuzugängen nichts ändern, da dieser Carrier in verstärkt im Chartergeschäft zum Einsatz kommen soll.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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