Spanien bestellt 20 weitere Eurofighter

Eurofighter Halcón (Foto: Airbus /Juanjo Sanz - Mango Producciones).
Eurofighter Halcón (Foto: Airbus /Juanjo Sanz - Mango Producciones).

Spanien bestellt 20 weitere Eurofighter

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Spaniens Luftwaffe wird die auf den Kanaren stationierten Kampfjets des Typs F-18 durch 20 weitere Eurofighter ersetzen. Die Beschaffung erfolgt über die Nato-Agentur Netma. Die spanischen Streitkräfte werden künftig 90 militärische Flugzeuge dieses Typs betreiben.

Die neuen Eurofighter werden die Kampfflugzeug-Flotte der spanischen Luftstreitkräfte deutlich aufwerten und ermöglichen ihnen, sich mit dem modernsten in Europa entwickelten Kampfjet in das NATO-Bündnis einzubringen. Gleichzeitig sichert der Auftrag die industrielle Tätigkeit mindestens bis ins Jahr 2030.

„Dieser zusätzliche Auftrag unterstreicht das Engagement Spaniens nicht nur für den Eurofighter, sondern auch für seine Entwicklung und sein industrielles Umfeld. Unser Dank gilt dem Kunden für seine entschlossene Haltung zur europäischen Verteidigung in einer Zeit, in der diese besonders dringend gebraucht wird“, erklärte Mike Schoellhorn, CEO von Airbus Defence and Space.

Die Transaktion mit einem Wert von 2,043 Milliarden Euro wurde vom spanischen Kabinett am 14. Dezember 2021 beschlossen und umfasst neben den Flugzeugen und Triebwerken einen Simulator und die erforderlichen Supportservices.

Die spanischen Luftstreitkräfte betreiben den Eurofighter seit 2003. Die Flotte ist an den Luftwaffenstützpunkten in Morón (11. Geschwader) und Albacete (14. Geschwader) stationiert und sichert von dort aus das spanische Hoheitsgebiet. Spanien war mit seinen Eurofightern auch an verschiedenen Air-Policing-Missionen im Baltikum und zuletzt auch am Schwarzen Meer beteiligt. Mit der Ankunft dieser neuen Flugzeuge kann Spanien einen dritten Stützpunkt, Gando auf den Kanarischen Inseln, wo das 46. Geschwader stationiert ist, mit Eurofightern ausstatten.

Der spanische Eurofighter wird am Airbus-Standort Getafe (Spanien) montiert, getestet und ausgeliefert, was direkt und indirekt mehr als 20.000 Arbeitsplätze allein in Spanien sichert. In seinen Herstellungsprozess sind die wichtigsten nationalen Verteidigungs- und Technologieunternehmen eingebunden. In Getafe wurden in Zusammenarbeit mit dem Logistikzentrum für Ausrüstung und Erprobung (CLAEX) der spanischen Luftstreitkräfte verschiedene Änderungen vorgenommen, wie die Einführung des neuen CM02+-Softwarepakets für die Eurofighter der Tranche 1. Eine wichtige taktische Verbesserung durch diese Software ist die neue automatische Zielsuche bei Luft-Boden-Waffen mittels Integration des Litening-III-Zielmarkierers. Außerdem kamen neue Luft-Luft- und Luft-Boden- sowie Kommunikationsfähigkeiten hinzu.

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