de Havilland Dash 8-400 (Foto: Flughafen Graz).
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Springer Reisen bietet Spätsommerflüge ab Klagenfurt an

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Der Kärntner Reiseveranstalter Springer Reisen hat ein zusätzliches Charterangebot vom Flughafen Klagenfurt gestartet. Seit dem 21. August 2026 verbindet eine wöchentliche Flugverbindung die Landeshauptstadt Kärntens direkt mit der griechischen Insel Skiathos.

Die Charterkette wird in Kooperation mit der deutschen Fluggesellschaft Avanti Air durchgeführt und bedient die Strecke jeweils freitags bis Ende September 2026. Mit diesem Flugprogramm soll die regionale Anbindung des Klagenfurter Flughafens gestärkt und dem heimischen Markt eine direkte Verbindung in das östliche Mittelmeer während der Spätsommerwochen bereitgestellt werden. Das Angebot verdeutlicht die aktuelle Ausrichtung regionaler Reiseveranstalter und Flughafenbetreiber, die Flugkapazitäten in der Nachsaison durch gezielte Nischenverbindungen auszulasten.

Einordnung der Flugverbindung im regionalen Luftverkehrsmarkt

Die Aufnahme der Direktflüge nach Skiathos ist Teil der Bemühungen des Klagenfurter Flughafens, das Streckennetz außerhalb der Hauptferienzeiten schrittweise anzupassen. Der Flughafen Klagenfurt steht im regionalen Wettbewerb mit größeren Drehkreuzen wie Graz oder Ljubljana, weshalb punktuelle Charterverbindungen eine wichtige Rolle bei der Sicherung des Passagieraufkommens spielen. Maximilian Wildt, Geschäftsführer des Flughafens Klagenfurt, verwies darauf, dass die Verbindung nach Griechenland eine Option darstelle, um das Flugangebot im Spätsommer aufrechtzuerhalten. Für den Flughafen geht es dabei primär darum, die Infrastruktur auch in den verkehrsschwächeren Monaten effizient zu nutzen.

Für den Reiseveranstalter Springer Reisen stellt die Kooperation eine Fortführung regional verankerter Pauschalreiseangebote dar. Geschäftsführerin Andrea Springer hob hervor, dass die Verbindung Zielgruppen anspricht, die Reisen außerhalb der juli- und augusttypischen Auslastungsspitzen bevorzugen. Die Insel Skiathos zeichnet sich durch moderate klimatische Bedingungen im Frühherbst aus, was sie für den Urlaubsverkehr im September prädestiniert. Durch das Angebot ab Klagenfurt entfallen für Passagiere aus dem Einzugsgebiet Kärnten und den angrenzenden Regionen längere Anfahrtswege zu größeren ausländischen Flughäfen.

Operative Umsetzung und beteiligte Partner

Die Flüge werden von der Fluggesellschaft AvantiAir durchgeführt. Die deutsche Charterfluggesellschaft hat sich auf den Betrieb von Regionalflugzeugen im ACMI-Leasing und Vollchartergeschäft spezialisiert. Zum Einsatz kommen in der Regel Flugzeuge des Typs Dash 8-Q400, die für Kurz- und Mittelstrecken konzipiert sind und aufgrund ihrer Kapazität für kleinere Regionalflughäfen wie Klagenfurt wirtschaftlich betrieben werden können.

Die Vermarktung der Sitzplatzkontingente erfolgt über die Vertriebskanäle von Springer Reisen, regionale Partnerreisebüros in Kärnten sowie über Online-Buchungsportale. Die Staffelung der Flüge jeweils am Freitag ermöglicht sowohl einwöchige als auch mehrwöchige Aufenthalte auf der Sporadeninsel.

Wirtschaftliche Bedeutung und Herausforderungen von Regionalchartern

Das Konzept der Saisonalisierung und der Verlängerung des Flugbetriebs bis in den Herbst hinein birgt für Reiseveranstalter und Fluggesellschaften wirtschaftliche Chancen, aber auch finanzielle Risiken. Die Nachfrage im Spätsommer hängt stark von der Flexibilität der Zielgruppen ab, da Familien mit schulpflichtigen Kindern als Hauptkundensegment im September weitgehend ausfallen. Das Angebot richtet sich daher vornehmlich an Paare, Ältere und individuell Reisende.

Sondercharterketten dieser Art müssen eine ausreichende Auslastung aufweisen, um die operativen Fixkosten für den Flugzeugeinsatz zu decken. Für Regionalflughäfen wie Klagenfurt bieten solche Kooperationen die Möglichkeit, die Passagierzahlen kurzfristig zu stabilisieren, ohne langfristige, finanzielle Verpflichtungen eingehen zu müssen, wie sie oft bei der Ansiedlung von Linienfluggesellschaften im Niederpreissegment anfallen. Die Resonanz auf das bis Ende September 2026 terminierte Angebot wird maßgeblich dafür sein, ob ähnliche Streckenkonzepte auch in den kommenden Jahren im Flugplan verankert werden.

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