Die israelische Fluggesellschaft Arkia Airlines hat durch den Abschluss einer Interline-Vereinbarung mit dem US-amerikanischen Low-Cost-Carrier Jetblue Airways ihre Reichweite auf dem amerikanischen Kontinent deutlich ausgeweitet. Diese Partnerschaft ermöglicht es Passagieren der Arkia, nach ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten nahtlos auf das Streckennetz von Jetblue umzusteigen, das zahlreiche Ziele innerhalb der USA sowie Verbindungen nach Lateinamerika und in die Karibik umfasst. Kernstück der Kooperation ist die Anbindung der bis zu sieben wöchentlichen Nonstop-Flüge von Tel Aviv zum Flughafen New York-JFK an das Drehkreuz von Jetblue.
Die Entscheidung von Arkia, vor etwa einem Jahr Langstreckenflüge nach New York aufzunehmen, markierte einen Wendepunkt in der Unternehmensstrategie und positionierte die Airline als direkten Herausforderer der staatlichen El Al Israel Airlines. Während Arkia traditionell auf Inlandsflüge und europäische Urlaubsziele spezialisiert war, zielt die neue Vereinbarung darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit auf der prestigeträchtigen Nordatlantik-Route zu erhöhen. Durch die Kooperation mit Jetblue können nun auch Ziele abseits der Metropole New York effizient mit nur einem Ticket und durchgechecktem Gepäck erreicht werden, was den Komfort für Reisende erheblich steigert.
Die Marktdynamik zwischen Israel und den USA befindet sich damit in einer Phase des Umbruchs. Interessanterweise unterhält auch die Konkurrentin El Al eine Interline-Vereinbarung mit Jetblue, wobei ein weiterführendes Codeshare-Abkommen zwischen diesen beiden Unternehmen bereits im Oktober des vergangenen Jahres endete. Branchenexperten werten den Vorstoß von Arkia als Versuch, die entstandene Lücke im Markt für Anschlussflüge zu nutzen und Marktanteile im Segment der preisbewussten Reisenden zu gewinnen. Jetblue bietet mit seiner starken Präsenz an der US-Ostküste und modernen Kabinenprodukten eine passende Ergänzung zum Angebot der israelischen Fluggesellschaft.
Zusätzliche Recherchen im Luftfahrtsektor verdeutlichen, dass Interline-Abkommen wie dieses oft die Vorstufe zu engeren kommerziellen Bindungen darstellen. Arkia plant, die Frequenzen nach New York je nach Nachfrage weiter zu stabilisieren und nutzt Jetblue als strategischen Zubringer für den US-Binnenmarkt. Für Jetblue wiederum bedeutet die Zusammenarbeit einen Zuwachs an Passagieren aus dem Nahen Osten, ohne selbst eigene Flugzeuge auf diesen langwierigen Routen einsetzen zu müssen. Die Vereinbarung unterstreicht den Trend zur Konsolidierung und Kooperation im internationalen Flugverkehr, um operative Synergien zu schaffen und die Auslastung der Maschinen auf beiden Seiten zu optimieren.