Hotel-Eingang (Foto: Toni Osmundson/Unsplash).
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Strategische Weichenstellung: Wiener Hotellerie diskutiert zukünftige Gästeströme

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Das ÖHV-Forum Wien, das kürzlich im Hilton Vienna Park stattfand, befasste sich intensiv mit den zukünftigen Quellmärkten und der notwendigen Positionierung der Wiener Hotellerie. Vor rund 140 Teilnehmern aus der gesamten Branche lieferten Experten aus Tourismus und Luftfahrt wertvolle Einblicke, um die Branche aktiv mitzugestalten. Im Fokus standen insbesondere die Internationalisierung des Tourismus und die Rolle von Flugverbindungen als Wachstumstreiber.

Ein zentrales Thema war die „Visitor Economy Strategy“ des WienTourismus, deren CEO Norbert Kettner das klare Ziel bekräftigte, Wien zur weltweiten Nummer 1-Destination für internationale Tagungen zu machen. Bis 2025 soll mindestens jede zehnte Nächtigung aus dem lukrativen Meetingbereich generiert werden. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob indes das erhebliche Marktpotenzial Indiens hervor und betonte die breiten volkswirtschaftlichen Multiplikatoreffekte der Tourismusbranche, die weit über die Hotelbranche hinaus andere Sektoren wie den Handel und die Landwirtschaft stützen.

Der renommierte Reisedatenexperte Olivier Ponti unterstrich die essentielle Bedeutung von Flugverbindungen für Wien und bezifferte das weltweite Wachstum der Luftkapazitäten auf sechs Prozent. Er identifizierte insbesondere in der Premiumklasse ein überdurchschnittliches Wachstum von zwölf Prozent, das stark von Familienreisen getragen wird. Ergänzend informierte Julian Jäger, Vorstand des Flughafen Wien, über den geplanten Ausbau des Terminal 3 um 70.000 Quadratmeter, um die Infrastruktur zu stärken. Trotz der langfristig positiven Entwicklung betonte er die Notwendigkeit der Abschaffung der Flugabgabe, die ein klarer Wettbewerbsnachteil sei, insbesondere vor dem Hintergrund des (Teil-)Rückzugs von Fluglinien wie Ryanair und WizzAir.

Auch das MICE-Geschäft (Meetings, Incentives, Conventions, Events) bleibt ein wichtiger Pfeiler der Strategie. Anita Paic vom Vienna Convention Bureau präsentierte beeindruckende Zahlen: Kongressgäste geben mit durchschnittlich 560 Euro pro Tag fast doppelt so viel aus wie der Durchschnittsgast, und 12 Prozent der Großkongresse schaffen fast 70 Prozent der Wertschöpfung in diesem Segment. Wien konnte sich für 2026 bereits sechs von weltweit 39 Großkongressen mit über 7.000 Teilnehmern sichern. Gleichzeitig wurde die Herausforderung im Ausstellungsbereich angesprochen, da der Mittlere Osten massiv in neue Messeflächen investiert.

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