Die Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss hat ihre strategische Planung für den Sommerflugplan 2026 vorgestellt und setzt dabei auf ein deutliches Wachstum in allen Segmenten. Mit der Aufnahme von drei neuen Destinationen sowie einer signifikanten Erhöhung der Frequenzen auf bestehenden Routen reagiert das Unternehmen auf die anhaltend hohe Nachfrage im Freizeitverkehr.
Die Expansion erstreckt sich von europäischen Kurzstrecken über mediterrane Mittelstreckenziele bis hin zu neuen Interkontinentalverbindungen im südlichen Afrika. Ein zentraler Bestandteil der Planung ist zudem die verstärkte Präsenz in Nordamerika, wobei insbesondere die Kapazitäten nach Kanada und in die Vereinigten Staaten pünktlich zur dort stattfindenden Fussball-Weltmeisterschaft ausgebaut werden. Diese Massnahmen gehen einher mit der fortschreitenden Erneuerung der Flotte, bei der ältere Langstreckenflugzeuge sukzessive durch modernere Modelle ersetzt werden, um die operative Effizienz zu steigern und den Passagierkomfort auf den bis zu zwölfstündigen Flügen zu erhöhen.
Neue Akzente im europäischen und afrikanischen Streckennetz
Das Portfolio von Edelweiss wird im kommenden Jahr um drei markante Ziele bereichert. Im Bereich der Kurzstrecke führt die Fluggesellschaft ab dem 29. Mai 2026 eine Verbindung nach Glasgow ein. Die schottische Metropole wird jeweils montags und freitags bedient, was sowohl Städtereisenden als auch Touristen entgegenkommt, die Rundreisen in die Highlands planen. Glasgow ergänzt damit das bestehende Angebot in Grossbritannien und stärkt die Marktposition der Airline im Norden Europas. Im Mittelmeerraum wird das Engagement in Griechenland weiter vertieft. Mit Kefalonia nimmt Edelweiss eine zusätzliche Ionische Insel in den Flugplan auf. Zwischen dem 6. Juni und dem 29. August 2026 wird die Insel zweimal wöchentlich angeflogen, womit dem Trend zu Destinationen abseits der grossen Touristenströme Rechnung getragen wird.
Auf der Langstrecke bildet die Einführung von Windhoek den strategischen Schwerpunkt. Ab dem 1. Juni 2026 fliegt die Airline die Hauptstadt Namibias zweimal wöchentlich an. Diese neue Route ist Teil einer gezielten Expansionsstrategie im südlichen Afrika, wo Edelweiss bereits Kapstadt, den Kilimandscharo und Sansibar bedient. Die Anbindung Namibias ermöglicht es Reisenden, die touristische Infrastruktur des Landes, wie den Etosha-Nationalpark oder die Küstenregionen, direkt von Zürich aus zu erreichen. Damit positioniert sich die Fluggesellschaft als führender Anbieter für hochwertige Urlaubsreisen in diese Region und nutzt die Synergien mit der Muttergesellschaft Swiss International Air Lines.
Verdichtung der Frequenzen im Mittelmeerraum und auf den Atlantikinseln
Neben den Neueröffnungen sieht der Flugplan 2026 eine massive Aufstockung bestehender Verbindungen vor. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf Südeuropa. Die Stadt Faro an der portugiesischen Algarve wird während der Hauptferienzeit künftig täglich bedient. Auch in Griechenland werden die Kapazitäten erhöht: Kalamata auf der Peloponnes-Halbinsel erhält ab Mitte Mai eine dritte wöchentliche Verbindung. Auf der französischen Insel Korsika wird das Angebot ebenfalls ausgebaut. Neben einer Saisonverlängerung nach Calvi bis in den Herbst hinein wird Figari im Süden der Insel neu zweimal pro Woche angeflogen.
Ein weiterer Schwerpunkt der operativen Planung liegt auf den Azoren. Nachdem im Vorjahr Terceira erfolgreich in das Netz integriert wurde, bietet Edelweiss zusammen mit Ponta Delgada nun bis zu vier wöchentliche Flüge auf die portugiesische Inselgruppe an. Auch in Osteuropa und Skandinavien wird das Angebot verdichtet. Die Destinationen Bergen in Norwegen, Zadar in Kroatien und Tiflis in Georgien werden künftig dreimal wöchentlich bedient. Um der hohen Nachfrage im Frühling gerecht zu werden, startet die Verbindung nach Bristol bereits zu Ostern, und die bulgarische Destination Varna wird ab Juni früher als in den Vorjahren angeflogen. Diese Anpassungen zielen darauf ab, die Flugzeugrotationen optimal auszunutzen und den Kunden eine höhere Flexibilität bei der Reisedauer zu bieten.
Strategische Kapazitätserweiterung in Nordamerika und der Karibik
Der nordamerikanische Markt bleibt für Edelweiss ein zentraler Pfeiler des Langstreckengeschäfts. Für den Sommer 2026 ist ein markanter Ausbau der Kapazitäten nach Kanada geplant. Vancouver wird bereits ab dem 5. Mai angeflogen und ab Mitte Juni täglich bedient. Diese Massnahme steht auch im Kontext der Fussball-Weltmeisterschaft 2026, bei der Vancouver einer der Austragungsorte ist und die Schweizer Nationalmannschaft dort ein Vorrundenspiel bestreiten wird. Auch die Verbindung nach Halifax in Nova Scotia wird zeitlich ausgedehnt und bleibt bis Mitte Oktober im Programm, um das Geschäft während der sogenannten Indian-Summer-Saison zu maximieren.
In den Vereinigten Staaten wird Seattle ab Juni 2026 wieder mit bis zu drei wöchentlichen Flügen bedient. Das bewährte Angebot nach Denver, Las Vegas, Calgary und Tampa Bay bleibt stabil, womit Edelweiss eine breite Abdeckung des nordamerikanischen Kontinents gewährleistet. In der Karibik wird die Frequenz nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik während der Ferienzeiten auf drei wöchentliche Flüge erhöht. Damit festigt die Airline ihre Stellung als wichtigster Ferienflieger der Schweiz für interkontinentale Warmwasserziele.
Flottenpolitik und operative Synergien
Die Umsetzung dieses ambitionierten Flugplans wird durch eine gezielte Flottenstrategie unterstützt. Edelweiss befindet sich mitten in einem Generationswechsel auf der Langstrecke. Die schrittweise Ablösung der älteren Airbus A340 durch moderne Airbus A350-900 ermöglicht nicht nur eine höhere Reichweite und eine bessere Treibstoffeffizienz, sondern bietet auch eine modernisierte Kabinenkonfiguration. Diese neuen Flugzeuge sind ein entscheidender Faktor, um Routen wie Windhoek oder Seattle wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben.
Durch die enge operative Abstimmung innerhalb der Lufthansa Group profitiert Edelweiss zudem von gemeinsamen Vertriebskanälen und Wartungskapazitäten. Dies erlaubt es der Fluggesellschaft, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und gleichzeitig die hohen Qualitätsstandards des Schweizer Luftverkehrs beizubehalten. Mit der Erweiterung des Streckennetzes auf über 90 Destinationen weltweit festigt Edelweiss im Jahr 2026 ihre Rolle als unverzichtbarer Bestandteil des Luftfahrtstandorts Zürich und stellt die Weichen für ein weiteres profitables Wachstum im internationalen Tourismusgeschäft.