Die italienischen Luftfahrtgewerkschaften haben aus Kritik am neuen Geschäftsplan der Nationalairline ITA Airways mit einem Streik gedroht. Nach einem Treffen mit der Unternehmensführung leiteten die Arbeitnehmervertreter das gesetzlich vorgeschriebene Schlichtungsverfahren ein, um einen Arbeitskampf im Bereich der essenziellen Dienste einzuleiten.
Kernpunkt der Auseinandersetzung ist die vom Verwaltungsrat vorgesehene Flottenentwicklung. Der Plan sieht vor, daß die Flotte bis zum Jahr 2030 nur 100 Flugzeuge umfassen soll. Aus Sicht der Gewerkschaften fehlt damit eine echte Wachstumsstrategie, die für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die Entwicklung des Streckennetzes und die Sicherung der Arbeitsplätze entscheidend sei. Die Gewerkschaften sehen darüber hinaus eine dringende Notwendigkeit, die Lage des Personals der ehemaligen Alitalia zu verbessern.
Die Gewerkschaften sandten ein Schreiben mit ihren Forderungen an die Anteilseigner, das Finanzministerium und die Lufthansa Group, die derzeit einen Anteil an der italienischen Fluggesellschaft erwerben möchte. Ein weiterer Grund für den Unmut ist die ausstehende Erneuerung des seit Dezember 2024 ausgelaufenen Tarifvertrags.