September 12, 2025

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September 12, 2025

Southwest Airlines müßte Flotte für Europa-Flüge umstellen

Der Konzernchef von Southwest Airlines, Bob Jordan, hat in Washington erklärt, daß die amerikanische Fluggesellschaft ihre Flotte umstellen müßte, um Flüge nach Europa anzubieten. Der CEO betonte, daß ein solcher Schritt erhebliche Investitionen in Flugzeuge erfordern würde, die für Langstreckenflüge geeignet sind. Das Geschäftsmodell von Southwest Airlines beruht im Wesentlichen auf der Nutzung eines einzigen Flugzeugtyps, des Boeing 737. Diese Flottenvereinheitlichung ist ein zentraler Pfeiler der Operationen der Billigfluggesellschaft, da sie die Wartung, die Schulung des Personals und die gesamte Logistik deutlich vereinfacht und zu Einsparungen führt. Die Boeing 737 ist jedoch primär für Kurz- und Mittelstreckenflüge konzipiert. Ein Einstieg in das interkontinentale Geschäft würde die Anschaffung von Großraumflugzeugen erfordern und somit das gesamte Geschäftsmodell von Grund auf verändern. Solche strategischen Veränderungen könnten die betriebliche Effizienz negativ beeinflussen und sind ein Grund, weshalb bisher nur wenige Billigflieger im Langstreckensegment erfolgreich sind. Die Äußerungen des Konzernchefs stellen somit eine theoretische Einschätzung dar.

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Skyhub PAD erweitert Partnerschaft mit Lufthansa-Gruppe

Die virtuelle Fluggesellschaft Skyhub PAD hat ihr Interlining-Abkommen für die Verbindung nach München erweitert. Das Unternehmen kooperiert ab sofort mit fünf weiteren Airlines der Lufthansa-Gruppe, darunter Swiss, Austrian Airlines, Lufthansa City und Discover Airlines. Durch die neue Vereinbarung wird das Gepäck der Reisenden bei Umsteigeverbindungen über den Münchner Flughafen automatisch bis zum Endziel durchgecheckt. Dies ermöglicht es Passagieren, mit nur einer Buchung von Paderborn/Lippstadt aus direkten Zugang zum globalen Netzwerk der Lufthansa-Gruppe zu erhalten. Die Kooperation ermöglicht eine direkte Anbindung der Region an internationale Flugrouten. Die Ausweitung der Partnerschaft unterstreicht die Strategie von Skyhub PAD, den regionalen Flughafen mit einem großen internationalen Drehkreuz zu verbinden. Das Konzept der virtuellen Airline soll dazu dienen, verlorene Verbindungen wiederherzustellen und dem Standort Paderborn/Lippstadt eine wichtige Rolle als regionale Schnittstelle zu sichern. Laut Geschäftsführer Klaus Marx werde dies die Attraktivität des Angebots weiter erhöhen.

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Brasilianische Kartellbehörde warnt Airlines vor Fusionsgesprächen

Die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE hat die Fluggesellschaften Gol und Azul aufgefordert, öffentliche Äußerungen über eine mögliche Fusion zu unterlassen. Nach Aussage von CADE-Präsident Gustavo Augusto sollten die Unternehmen nur dann über einen Zusammenschluß reden, wenn sie diesen auch formal verfolgen und bei der Behörde melden. Der Aufforderung ging eine Anordnung von CADE in der vergangenen Woche voraus, daß beide Airlines ihre im Mai geschlossene Codeshare-Vereinbarung formal melden müssen. Gleichzeitig untersagte die Behörde eine Ausweitung der Partnerschaft auf weitere Strecken. Diese Maßnahmen zeigen, daß die Wettbewerbshüter die Marktentwicklung in Brasilien aufmerksam verfolgen, wo Gol und Azul zusammen mit LATAM die drei größten Airlines des Landes stellen. Der Hintergrund für die Spekulationen über eine Fusion liegt auch in der finanziellen Lage von Gol, welches Anfang des Jahres in den Vereinigten Staaten ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 einleiten mußte. Ein Zusammenschluß mit Azul wäre eine mögliche Lösung im Rahmen der Umstrukturierung. Die CADE-Anweisung zielt darauf ab, weitere Unsicherheiten für Verbraucher und Investoren zu verhindern.

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Bayerische Flughäfen verzeichnen Wachstum im ersten Halbjahr 2025

Die drei bayerischen Verkehrsflughäfen haben im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Wachstum bei den Passagier- und Flugbewegungen von jeweils rund 5 Prozent verzeichnet. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, erhöhte sich die Gesamtzahl der Fluggäste an den Standorten München, Nürnberg und Memmingen um 4,9 Prozent. Der Münchner Airport, der größte Verkehrsflughafen des Bundeslandes, erzielte einen Zuwachs von 3,6 Prozent auf 19,8 Millionen Reisende. Der Nürnberger Flughafen verzeichnete mit 10,3 Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum, während der Flughafen Memmingen im Allgäu mit 14,7 Prozent den mit Abstand größten Zuwachs aller drei Standorte erreichte und damit seine Position als wachsender Standort für Billigfluggesellschaften bestätigt. Neben dem Passagierverkehr nahm auch das Frachtaufkommen an den drei Airports um 7,5 Prozent auf insgesamt 162.000 Tonnen zu. Die Entwicklung zeigt die anhaltende Erholung des Luftverkehrs nach der Corona-Krise, wobei das Wachstum im Inland langsamer verläuft als im Ausland.

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Tiroler Wirtschaftsvertreter planen virtuelle Regionalfluggesellschaft

Nach dem Rückzug der Lufthansa von der Route Frankfurt-Innsbruck arbeiten Tiroler Wirtschaftsvertreter und Politiker an der Gründung einer virtuellen Regionalfluggesellschaft. Das Konzept soll verlorene internationale Flugverbindungen wiederherstellen, die für Wirtschaft und Tourismus der Region als von entscheidender Bedeutung gelten. Laut Wirtschaftslandesrat Mario Gerber werden die Bemühungen zur Wiederherstellung der wichtigen Verbindung nach Frankfurt mit Nachdruck verfolgt. Die geplante Airline soll vorrangig die Hubs Frankfurt und Wien anfliegen. Ein drittes Ziel sei ebenfalls in der Diskussion. Als mögliche Anteilseigner werden lokale Tourismusverbände und Unternehmen gehandelt. Das Geschäftsmodell sieht vor, wie bei der virtuellen Fluggesellschaft Skyhub PAD in Paderborn, Flugzeuge und Crews zu chartern und sich selbst um Ticketing und Marketing zu kümmern.

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Swiss nimmt Flüge nach Tel Aviv wieder auf

Die Fluggesellschaft Swiss hat die Wiederaufnahme ihrer Flüge nach Tel Aviv angekündigt. Ab dem 25. September wird die Lufthansa-Tochter die Verbindung zwischen Zürich und der israelischen Metropole wieder bedienen, nachdem der Flugbetrieb in der Vergangenheit ausgesetzt worden war. Das Unternehmen hat beschlossen, aus Sicherheitsgründen vorerst keine Crews im Land übernachten zu lassen. Die Besatzung der späten Nachtverbindung von Zürich nach Tel Aviv wird daher in Athen übernachten. Ein Crewwechsel findet auf dem Rückflug in der griechischen Hauptstadt statt, bevor die Reise nach Zürich fortgesetzt wird. Die Regelung gilt zunächst bis Ende Oktober; über eine mögliche Fortführung im November wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die Wiederaufnahme der Flüge ist Teil einer graduellen Rückkehr zum Normalbetrieb der Lufthansa Gruppe in der Region, nachdem mehrere Airlines die Verbindungen eingestellt hatten.

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Farewell: Letzter Condor-757-Flug führt von Frankfurt nach Wien und zurück

Die deutsche Fluggesellschaft Condor steht am Beginn eines neuen Flottenzeitalters. Im November 2025 wird der Ferienflieger seine letzte Boeing 757-300 ausflotten und damit die Ära der Boeing-Flugzeuge bei Condor beenden. Nach 35 Jahren, in denen Boeing-Maschinen einen wesentlichen Teil der Flotte ausmachten, ist dieser Abschied von großer Bedeutung. Um diesem Anlaß gebührend Rechnung zu tragen, veranstaltet Condor am 5. November 2025 einen exklusiven Abschiedsflug, der sowohl langjährigen Mitarbeitern als auch begeisterten Fans die Möglichkeit geben soll, die Maschine ein letztes Mal zu ehren. Mit dem Abschied der 757 vollzieht Condor den vollständigen Übergang zu einer einheitlichen Airbus-Flotte und richtet den Blick auf die Zukunft als moderner Ferien- und Städtereiseanbieter. Vom Abschiedsflug zur „höchsten Party der Welt“ Der Abschied der Boeing 757-300 wird zu einem besonderen Ereignis. Der Abschiedsflug startet am 5. November 2025 in Frankfurt und führt die Passagiere nach Wien. Dort wird die Boeing 757 im Rahmen einer „Farewell-Party“ feierlich gewürdigt. Auf dem Rückflug nach Frankfurt soll dann die „höchste Party der Welt“ über den Wolken gefeiert werden. Für diesen einzigartigen Flug sind 75 limitierte Tickets vorgesehen, die ab dem 22. September 2025 über den offiziellen Condor-Shop versteigert werden. Christian Schmitt, Chief Operating Officer (COO) von Condor, betont die symbolische Bedeutung des Abschieds. „Mit dem Abschied von der Boeing 757 endet eine Ära bei Condor“, so Schmitt. Gleichzeitig markiere dies den Beginn eines neuen Zeitalters mit einer modernen Airbus-Flotte. Der Abschiedsflug nach Wien soll die Nostalgie der letzten 757 mit einem Ausblick in die Zukunft verbinden, die durch die

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Air Asia verhandelt mit Comac über Großauftrag für C919

Der Billigflugriese Air Asia bereitet einen bedeutenden strategischen Schritt vor, der die Luftfahrtlandschaft in Asien verändern könnte. Tony Fernandes, CEO von Capital A, der Muttergesellschaft von Air Asia, hat bestätigt, daß seine Fluggesellschaft in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem chinesischen Flugzeughersteller Comac steht, um eine unbestimmte Anzahl von C919-Mittelstreckenjets zu erwerben. Diese Verhandlungen, über die Fernandes auf dem Belt and Road Summit in Hongkong sprach, signalisieren eine ernsthafte Absicht, die Flotte der Airline mit chinesischen Maschinen zu erweitern. Sollte der Deal zustande kommen, wäre dies ein Durchbruch für Comac, das bislang den Großteil seiner C919-Bestellungen auf dem heimischen Markt generierte, und ein Zeichen für die wachsende Bedeutung chinesischer Flugzeugbauer im globalen Luftverkehr. Flottenerneuerung und strategische Diversifizierung Die möglichen Verhandlungen über den Erwerb von Comac-Jets sind nicht die erste Ankündigung in dieser Richtung. Tony Fernandes hat in den letzten Jahren wiederholt die Absicht geäußert, die chinesischen Flugzeuge als Option für zukünftige Flottenbestellungen zu prüfen. Die aktuelle Bestätigung unterstreicht, daß die Gespräche nun eine fortgeschrittene Phase erreicht haben. Für Air Asia, das eine finanziell turbulente Zeit hinter sich hat, die in einer Restrukturierung gipfelte, stellt der geplante Ausbau der Flotte ein zentrales Element ihrer Wachstumsstrategie dar. Air Asia, das seine Heimatbasis in Kuala Lumpur hat, setzt derzeit auf eine Flotte von Airbus A320-Familienflugzeugen, die in den asiatisch-pazifischen Regionen weit verbreitet sind. Erst im Juli 2025 hatte das Unternehmen seine Partnerschaft mit Airbus auf der Pariser Luftfahrtschau bekräftigt, indem es bis zu 70 Airbus A321XLR bestellte. Nun scheint die Fluggesellschaft eine Dual-Sourcing-Strategie zu verfolgen,

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Neues Kapitel für die Lufthansa-Gruppe: Zentralisierung als Schlüssel zur Stärkung der Drehkreuze

Die Lufthansa-Gruppe leitet eine umfassende Neuorganisation ein, die ab dem 1. Januar 2026 wirksam werden soll. Diese strategische Neuausrichtung geht über eine bloße Änderung des Organisationsplans hinaus und umfaßt eine tiefgreifende Überarbeitung von Prozessen, Finanzsteuerungen und der gruppenübergreifenden Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Kernmarken des Konzerns – Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines – noch enger zu vernetzen und ihre Marktposition zu festigen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Effizienz und Rentabilität zu steigern, indem Kernbereiche wie die Digitalisierung und das Streckennetzmanagement zentralisiert werden. Während die Autonomie der einzelnen Fluggesellschaften in kundennahen Bereichen erhalten bleibt, werden strategische Entscheidungen künftig auf Konzernebene getroffen, um die Gruppe als Ganzes zu stärken. Fluggesellschaften rücken enger zusammen: Eine strategische Weichenstellung Der Kern der bevorstehenden Neuordnung liegt in einer verstärkten Integration der einzelnen Fluggesellschaften. Dies geschieht vor allem in Bereichen, die für den Reisenden weniger sichtbar sind. Ein erfolgreiches Beispiel für diese Art der Zusammenarbeit ist bereits das Vielfliegerprogramm Miles and More, das gruppenweit gesteuert wird. Auch die Kunden-App, die zentral entwickelt, aber mit maßgeschneiderten Angeboten für jede Airline ausgestattet wurde, verdeutlicht die neue Arbeitsweise. Eine der bedeutendsten Änderungen ist die geplante Zentralisierung des Netzmanagements für die Kurz- und Mittelstrecke aller Hub-Airlines. Dieses Modell ist für die Langstrecke bereits seit zehn Jahren erfolgreich etabliert und soll nun auf die kontinentalen Verbindungen ausgeweitet werden. Die Steuerung des gesamten kommerziellen Angebotsmanagements wird in die Verantwortung gruppenweiter Funktionen übergehen. Diese Maßnahme soll nicht nur die Effizienz steigern und schnellere Entscheidungen ermöglichen, sondern auch den Gästen eine besser abgestimmte

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Streik in Zypern beeinträchtigt Flugverkehr und öffentliche Dienste

Ein landesweiter Streik hat am Donnerstag, den 11. September 2025, zu erheblichen Beeinträchtigungen in Zypern geführt, wobei insbesondere der Flugverkehr betroffen ist. Die Arbeitsniederlegung dauerte von 11:00 bis 14:00 Uhr Ortszeit und wirkte sich auf Schulen, öffentliche Verkehrsmittel sowie Teile des Gesundheitswesens aus. Nach Angaben der Flughafenbetreiber waren an den internationalen Flughäfen von Larnaka und Paphos rund 50 Flüge und etwa 15.000 Passagiere betroffen. Die befristete Arbeitsniederlegung verursachte in den Tourismuszentren des Landes erhebliche Verzögerungen und Unannehmlichkeiten für Reisende. Die kritische Infrastruktur wurde mithilfe von Notpersonal aufrechterhalten. Hintergrund des Ausstandes ist ein festgefahrener Streit zwischen Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und der Regierung. Die Gewerkschaften fordern die Wiedereinführung des vollen automatischen Inflationsausgleichs, der seit 2023 nur noch zu zwei Dritteln gezahlt wird. Nach gescheiterten Verhandlungen sollen die Gespräche unter der Vermittlung des Arbeitsministeriums wieder aufgenommen werden.

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