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Sun PhuQuoc Airways erhält A330-Zulassung und plant Langstrecken nach Europa

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Die vietnamesische Fluggesellschaft Sun PhuQuoc Airways hat Ende September 2026 von der Zivilluftfahrtbehörde Vietnams (CAAV) die offizielle Genehmigung für den Betrieb von Großraumflugzeugen des Typs Airbus A330 erhalten.

Damit verbunden ist die behördliche Freigabe für eine Ausweitung des Flugbetriebs auf Strecken nach Europa. Der Zertifizierungsprozess dauerte knapp sechs Monate und umfasste neben der technischen Überprüfung von Wartung und Bodenabfertigung auch Evakuierungsübungen sowie Testflüge.

Das erste Großraumflugzeug der Flotte, eine über dreizehn Jahre alte A330-200 mit dem Kennzeichen VN-A969, bedient seit Anfang Oktober 2026 zunächst inländische Hauptstrecken zwischen Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt und der Insel Phu Quoc. Ab Mitte November 2026 soll die Maschine im internationalen Liniendienst eingesetzt werden. Als erste internationale Route mit dem A330 ist eine Verbindung zwischen Phu Quoc und Moskau-Scheremetjewo vorgesehen. Im weiteren Verlauf prüft die Fluggesellschaft Flüge nach Prag, Almaty und Astana sowie Verbindungen nach Japan und Australien ab 2027.

Die Fluggesellschaft ist Teil des vietnamesischen Mischkonzerns Sun Group, der im Tourismussektor auf der Insel Phu Quoc stark engagiert ist. Der Aufbau einer eigenen Großraumflotte – vorgesehen sind insgesamt acht A330 bis April 2027 sowie spätere Auslieferungen von Boeing 787-9 – zielt darauf ab, den Inbound-Tourismus direkt zu den eigenen Resort-Anlagen zu leiten. Branchenbeobachter verweisen jedoch auf die intensiven operativen Hürden im Langstreckenverkehr. Neben dem Aufbau einer verlässlichen Markenbekanntheit auf europäischen Märkten erfordert die Integration gebrauchter Großraumflugzeuge ein straffes Kostenmanagement bei Instandhaltung und Treibstoffversorgung.

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