Die Fluggesellschaft Sundair wird ihre Basis am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) für die kommende Wintersaison 2025/26 nicht wiedereröffnen. Die von dieser Entscheidung betroffenen Kapazitäten sollen stattdessen auf andere planmäßige Flugverbindungen der Airline umverteilt werden, wie der Branchendienst „CH-Aviation“ berichtet. Damit zieht sich Sundair von wichtigen Winterflugzielen ab dem westfälischen Airport zurück.
Von der Einstellung des Betriebs am FMO sind insbesondere die Verbindungen zu den Kanarischen Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa-Süd sowie zum ägyptischen Badeort Hurghada betroffen. Diese Routen hatte Sundair in der vergangenen Wintersaison 2024/25 mit Flugzeugen des Typs Airbus A319 bedient. Sundair selbst machte keine spezifischen Angaben zu den Gründen für diesen Rückzug. Branchenkenner spekuliren über mögliche Faktoren wie eine unzureichende Auslastung, strategische Neuausrichtung oder eine Optimierung des gesamten Flugbetriebs.
Der Flughafen Münster/Osnabrück wird durch diese Entscheidung eine Angebotslücke im Bereich der klassischen Winter-Ferienziele hinnehmen müssen. Für Reisende aus der Region bedeutet dies, daß sie für diese Destinationen künftig auf andere Abflughäfen oder Fluggesellschaften ausweichen müssen. Sundair betreibt nach Angaben von CH-Aviation derzeit eine Flotte von drei Airbus A320. Die Tochtergesellschaft Fly Air 41 Airways ergänzt die Kapazitäten mit vier Airbus A319 und zwei Airbus A320.
Die Konzentration der Kapazitäten auf andere Verbindungen könnte darauf hindeuten, daß Sundair ihre Ressourcen effizienter einsetzen möchte, um die Rentabilität auf ihrem gesamten Streckennetz zu steigern. Solche Anpassungen im Flugplan sind in der saisonabhängigen Luftfahrtbranche keine Seltenheit und dienen dazu, auf veränderte Marktbedingungen und Nachfragemuster zu reagieren.