Die deutsch-türkische Gemeinschaftsunternehmung SunExpress kündigt die Einrichtung neuer Linienverbindungen zwischen der Türkei und zwei Zielorten in Kasachstan an.
Das Streckennetz der Fluggesellschaft wird ab dem 22. März 2027 um eine Direktverbindung von Antalya nach Almaty ergänzt, die jeweils montags und donnerstags bedient werden soll. Im weiteren Verlauf des Frühjahrs folgt am 1. Mai 2027 die Aufnahme von Flügen von Izmir in die kasachische Hauptstadt Astana. Diese zweite Route ist für die Verkehrstage Mittwoch und Samstag im Flugplan vorgesehen.
Mit der Ankündigung weitet das Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines seine Präsenz im zentralasiatischen Raum aus. Bislang konzentrierte sich das Streckennetz der Fluggesellschaft vorrangig auf Verbindungen zwischen der Türkei, Westeuropa und dem Nahen Osten. Die neuen Strecken nach Almaty und Astana richten sich sowohl an den touristischen Point-to-Point-Verkehr als auch an Geschäftsreisende und den ethnischen Besuchsverkehr. Die Durchführung der Flüge ist mit Flugzeugen des Typs Boeing 737 geplant, die den Kern der Flotte des Unternehmens bilden.
Der Ausbau der Strecken nach Zentralasien erfolgt in einem Marktumfeld, das zunehmend von internationaler Konkurrenz geprägt ist. Neben etablierten Anbietern wie Air Astana und Turkish Airlines bedienen auch Low-Cost-Carrier aus der Golfregion verstärkt den kasachischen Markt. Die Nachfrage auf den Strecken zwischen der Türkei und Kasachstan hängt stark von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region sowie von saisonalen Buchungsschwankungen ab. Die Anbindung an die Drehkreuze Antalya und Izmir soll dabei helfen, die Auslastung der Maschinen auch außerhalb der Sommer-Spitzenzeiten abzusichern.
Die künftige Wirtschaftlichkeit der neuen Routen steht jedoch unter dem Einfluss schwankender Treibstoffkosten und veränderter Reiseströme im zentralasiatischen Luftverkehrsraum. Durch die Festlegung auf feste wöchentliche Frequenzen geht die Fluggesellschaft das Risiko ein, bei Nachfragerückgängen Flugplananpassungen vornehmen zu müssen, sollte die erwartete Passagierauslastung auf den Strecken nach Almaty und Astana nicht dauerhaft erreicht werden.