Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).
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SunExpress plant Aufnahme von Linienflügen nach Damaskus und Aleppo

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Die Fluggesellschaft SunExpress, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, bereitet die Aufnahme regelmäßiger Flugverbindungen nach Syrien für das Frühjahr 2026 vor. Laut aktuellen Flugplandaten und Berichten des Portals Aero Routes hat der Ferienflieger bereits Buchungsmöglichkeiten für Strecken ab Antalya und Izmir freigeschaltet.

Ab dem 7. März 2026 soll die Verbindung von Antalya in die syrische Hauptstadt Damaskus dreimal wöchentlich bedient werden, gefolgt von zwei wöchentlichen Rotationen nach Aleppo ab dem 11. März. Parallel dazu wird Izmir als zweiter türkischer Ausgangspunkt etabliert, mit drei Flügen pro Woche nach Damaskus ab dem 8. März und zwei wöchentlichen Flügen nach Aleppo ab dem 13. März.

Der Einsatz der Boeing 737-800 auf allen angekündigten Routen unterstreicht die operative Strategie, bewährtes Mittelstreckengerät für die Erschließung neuer Märkte zu nutzen. Mit einer Kapazität von rund 189 Sitzplätzen zielt SunExpress offenbar auf die steigende Nachfrage im Bereich der Familienbesuche und den zunehmenden Bedarf an regionaler Mobilität zwischen der Türkei und Syrien ab. Die Entscheidung zur Aufnahme dieser Verbindungen folgt einer Phase, in der sich der Luftraum über der Region stabilisiert hat und mehrere internationale Carrier ihre Flugpläne in den Nahen Osten angepasst haben. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als signifikante Erweiterung des Netzwerks über die klassischen Urlaubsziele am Mittelmeer hinaus.

Zusätzliche Marktanalysen deuten darauf hin, dass SunExpress durch die Nutzung ihrer Hubs in Antalya und Izmir auch Umsteigeverbindungen für Reisende aus Europa, insbesondere aus Deutschland, ermöglichen könnte. Da die Fluggesellschaft über eine starke Präsenz an deutschen Flughäfen wie Frankfurt, Düsseldorf und München verfügt, könnten diese neuen Routen eine wichtige Brückenfunktion für die syrische Diaspora einnehmen. Die logistische Abwicklung an den Flughäfen in Damaskus und Aleppo erfordert dabei eine enge Abstimmung mit den örtlichen Behörden, wobei SunExpress auf ihre langjährige Erfahrung im Betrieb komplexer Flugpläne im östlichen Mittelmeerraum setzt.

Rechtlich und sicherheitstechnisch unterliegen diese Flüge strengen Genehmigungsverfahren der internationalen Luftfahrtaufsicht. Die Freigabe der Buchungssysteme signalisiert jedoch, dass die notwendigen Slots und Verkehrsrechte für den Saisonstart im März gesichert scheinen. Experten weisen darauf hin, dass die Wiederaufnahme des Linienverkehrs nach Syrien durch eine etablierte Fluggesellschaft wie SunExpress auch Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation im Nahen Osten haben könnte, da bisher vor allem lokale Anbieter den Markt dominierten. Passagiere sollten bei der Reiseplanung die geltenden Einreise- und Visabestimmungen beachten, da die Fluggesellschaft lediglich für den Transport verantwortlich zeichnet.

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