Tür einer Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).
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SunExpress und Eurowings vertiefen operative Zusammenarbeit im Europaverkehr

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Die Fluggesellschaften SunExpress und Eurowings haben zum 3. Februar 2026 eine signifikante Erweiterung ihres bestehenden Codeshare-Abkommens vollzogen. Das Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines vermarktet im Zuge dieser Kooperation erstmals Anschlussflüge der Eurowings unter eigener SunExpress-Flugnummer (XQ).

Die strategische Allianz konzentriert sich dabei auf die deutschen Standorte Düsseldorf, Stuttgart und Berlin, die als zentrale Knotenpunkte für Umsteigeverbindungen zwischen Zentraleuropa und der Türkei fungieren. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Flexibilität für Passagiere zu erhöhen und das Streckennetz beider Anbieter effizienter miteinander zu verknüpfen.

Die aktuelle Erweiterung umfasst insgesamt 13 Strecken, von denen acht europäische Städte neu in das gemeinsame Portfolio aufgenommen wurden. Ab dem Flughafen Düsseldorf werden künftig Ziele wie Bilbao, Bologna, London, Lissabon, Nizza, Malaga, Palma de Mallorca und Valencia unter SunExpress-Flugnummer bedient. In Stuttgart kommen Verbindungen nach London, Lissabon und Palma de Mallorca hinzu, während ab Berlin-Brandenburg neue Optionen nach Nizza und Malaga zur Verfügung stehen. Durch die Nutzung der Eurowings-Infrastruktur kann SunExpress seinen Kunden über die Türkei hinausgehende Ziele in West- und Südeuropa anbieten, ohne eigene Flugzeuge auf diesen Routen stationieren zu müssen.

Parallel zur operativen Ausweitung kam es in der Führungsebene beider Unternehmen zu einem koordinierten Wechsel: Marcus Schnabel übernahm zum 1. Februar 2026 den Posten des CEO bei SunExpress, während der bisherige SunExpress-Chef Max Kownatzki an die Spitze von Eurowings rückte. Branchenbeobachter werten diesen Personalwechsel und die zeitgleiche Netzerweiterung als klares Signal für eine engere Verzahnung der Ferienflieger innerhalb der Lufthansa-Gruppe. Die neuen Verbindungen sind bereits über sämtliche gängige Vertriebskanäle, einschließlich der globalen Reservierungssysteme (GDS) für Reisebüros, buchbar.

Die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Anschlussflüge ermöglicht es den Fluggesellschaften, ihre Kapazitäten besser auszulasten und gleichzeitig auf die steigende Nachfrage im touristischen Segment sowie im ethnischen Reiseverkehr zu reagieren. Besonders an den drei Kernflughäfen wird erwartet, dass die optimierten Umsteigezeiten und die durchgängige Ticketausstellung die Attraktivität der Airlines gegenüber der Konkurrenz steigern. Die Partnerschaft unterstreicht die Strategie, durch bilaterale Abkommen Synergieeffekte zu nutzen und die Marktdurchdringung in Europa ohne massive Eigeninvestitionen in neue Streckenrechte zu erhöhen.

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