Flughafen Stockholm-Arlanda (Foto: Andreas Faessler).
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Swedavia: Schwedischer Flughafenbetreiber verzeichnet steigende Passagierzahlen

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Der staatliche schwedische Flughafenbetreiber Swedavia hat für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine Steigerung des operativen Ergebnisses und der Einnahmen gemeldet.

Das operative Ergebnis stieg auf 222 Millionen Schwedische Kronen, was umgerechnet rund 20,13 Millionen Euro entspricht. Über das von Swedavia betriebene Netzwerk aus zehn schwedischen Flughäfen reisten in den drei Monaten rund 9,2 Millionen Passagiere. Dies bedeutet ein Wachstum des Passagieraufkommens von knapp drei Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Anstieg der Passagierzahlen ist im Wesentlichen auf die Erholung des internationalen Reiseverkehrs zurückzuführen, während der schwedische Inlandsflugverkehr weiterhin hinter den historischen Werten zurückbleibt. Insbesondere der Hauptstadtflughafen Stockholm-Arlanda und der Flughafen Göteborg/Landvetter verzeichneten eine erhöhte Nachfrage im Europaverkehr. Die verbesserte Ertragslage verdankt das Unternehmen neben gestiegenen Entgelten für den Flugbetrieb auch höheren Einnahmen aus den kommerziellen Dienstleistungen an den Terminals, wie den Mieteinnahmen aus Gastronomie und Einzelhandel sowie den Parkgebühren.

Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der schwedische Luftverkehrsmarkt vor klaren strukturellen Herausforderungen steht. Die vergleichende Entwicklung zeigt, dass Skandinavien im europäischen Vergleich eine verhältnismäßig langsame Erholung des Binnenverkehrs aufweist. Dies wird unter anderem durch das veränderte Reiseverhalten von Geschäftskunden und die Konkurrenz durch die Bahn begünstigt. Zudem belastete die schwedische Luftverkehrsteuer in der Vergangenheit die Margen der Fluggesellschaften, was zu Kapazitätsreduzierungen auf peripheren Routen führte.

Trotz des positiven Quartalsergebnisses bleibt die finanzielle Belastung für Swedavia durch ausstehende Investitionen in die Modernisierung der Flughafeninfrastruktur und die Sicherheitskontrollen hoch. Der Flughafenbetreiber steht unter dem Druck der Airline-Verbände, die Infrastrukturkosten für die Fluggesellschaften niedrig zu halten, um die Anbindung Schwedens nicht zu gefährden. Ob sich der Wachstumstrend bei den Passagierzahlen in den kommenden Quartalen fortsetzt, hängt maßgeblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Nordeuropa und den Kapazitätsentscheidungen der großen Fluggesellschaften ab.

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