Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines plant, im kommenden Herbst ihre neue Langstreckenkabine „Swiss Senses“ einzuführen. Das neue Interieur kommt erstmals in einem fabrikneuen Airbus A350-900 zum Einsatz. Der erste interkontinentale Flug mit der neuen Kabine soll im Laufe des Winters in die US-amerikanische Metropole Boston führen. Buchungen für Reisen ab dem 1. Januar 2026 sind bereits möglich. Zuvor wird der neue Langstreckenflieger auf europäischen Strecken eingesetzt, um das Personal zu schulen.
Die Swiss Senses-Kabine wurde bereits im Frühjahr 2023 angekündigt. Sie umfaßt Neuerungen in allen Reiseklassen, ausgenommen der Premium Economy. Insbesondere wurden die neuen Sitze in der First und Business Class überarbeitet. Wie ihre Muttergesellschaft Lufthansa mit der „Allegris“-Kabine, wird auch Swiss künftig Suiten in der First Class anbieten. Diese bieten den Passagieren ein Höchstmaß an Privatsphäre und Komfort.
Die neu bestellten Flugzeuge des Typs Airbus A350 werden direkt ab Werk mit dem neuen Interieur ausgeliefert. Ab Anfang 2026 soll das Kabinenprodukt schrittweise auch in die bestehende Langstreckenflotte der Fluggesellschaft integriert werden. Geplant ist die Umrüstung der Airbus A330– sowie der Boeing 777-Maschinen. Mit der Einführung der neuen Kabine verfolgt Swiss das Ziel, den Service und das Reiseerlebnis für die Kunden zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit auf den Langstrecken zu stärken.
Die strategische Entscheidung zur Flottenmodernisierung und zur Einführung eines neuen Kabinenkonzepts ist eine Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb, insbesondere auf lukrativen Langstrecken. Swiss reagiert damit auf die Angebote anderer Premium-Fluggesellschaften, die ebenfalls in neue Kabinenkonzepte investieren, um sich im Marktsegment der gehobenen Reiseklassen zu positionieren.