Airbus A320 (Foto: Raimund Stehmann).
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Syrian fliegt wieder nach Moskau

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Die syrische Staatsfluggesellschaft Syrian Airlines hat am 16. August 2026 erstmals seit mehr als anderthalb Jahren wieder einen regulären Passagierflug zwischen der syrischen Hauptstadt Damaskus und der russischen Hauptstadt Moskau durchgeführt.

Das Flugzeug landete um 06:44 Uhr Ortszeit auf dem internationalen Flughafen Scheremetjewo in Moskau und trat im weiteren Tagesverlauf den Rückflug an. Die Flugverbindung war im Dezember 2024 vor dem Hintergrund der damaligen politischen Lage in Syrien eingestellt worden und soll künftig jeweils sonntags im wöchentlichen Rhythmus bedient werden. Die Wiederaufnahme der Route fügt sich in eine Reihe jüngster Streckeneröffnungen ein, mit denen die syrische Zivilluftfahrtbehörde das internationale Streckennetz schrittweise wieder aufbauen möchte. Trotz dieser operativen Fortschritte sieht sich die Fluggesellschaft weiterhin mit erheblichen Engpässen bei der Flotte konfrontiert, da langjährige internationale Sanktionen die Wartung und Beschaffung von Ersatzteilen erschweren.

Die schrittweise Rückkehr in den internationalen Luftverkehr

Die Wiederaufnahme der Verbindung nach Moskau stellt einen Teil der Bemühungen dar, die Anbindung Syriens an das globale Luftverkehrsnetz nach Jahren der Isolation zu verbessern. Omar Al Hosari, Präsident der syrischen Zivilluftfahrtbehörde, erklärte anlässlich der Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Russland, dass die Maßnahme das Ziel verfolge, die Präsenz der nationalen Fluggesellschaft auf regionaler und internationaler Ebene zu stärken. Neben der Route nach Moskau plant die Zivilluftfahrtbehörde die Einrichtung weiterer Direktverbindungen, um den Bürgerinnen und Bürgern des Landes erweiterte Reisemöglichkeiten zu bieten.

In den Wochen vor dem Flug nach Moskau verzeichnete die syrische Zivilluftfahrt bereits mehrere Aufnahmen von Linienverbindungen nach Europa und im Nahen Osten. Am 15. August 2026 traf erstmals seit fast 14 Jahren wieder ein Direktflug aus Berlin in Damaskus ein. Bereits am 2. Juli 2026 nahm Syrian Airlines eine Direktverbindung zwischen Damaskus und Amsterdam auf. Zudem bedient die Fluggesellschaft seit dem 11. August 2026 wieder einmal wöchentlich die Strecke nach Medina in Saudi-Arabien. Laut Angaben der Luftfahrtbehörde sollen in den kommenden Monaten weitere europäische und regionale Ziele angekündigt werden.

Flottenengpässe und die Auswirkungen internationaler Sanktionen

Der Ausbau des Streckennetzes von Syrian Airlines trifft auf eine operativ stark eingeschränkte Flottenbasis. Die Fluggesellschaft, die im internationalen Sprachgebrauch häufig als Syrianair bezeichnet wird, unterliegt bereits seit den frühen 1980er-Jahren Sanktionen der Vereinigten Staaten von Amerika. Diese Beschränkungen erschweren den Kauf neuer Flugzeuge sowie den Import von Originalersatzteilen für die bestehende Flotte erheblich.

Nach Branchendaten umfasst die Flotte von Syrian Airlines nominell acht Flugzeuge vom Typ Airbus A320, zwei Maschinen vom Typ Airbus A340-300, zwei Transportflugzeuge des Typs Tupolev Tu-134B sowie zwei Frachtmaschinen vom Typ Ilyushin Il-76. Aufgrund des Fehlens benötigter Ersatzteile sind jedoch sechs der acht Airbus A320 sowie beide Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A340-300 dauerhaft abgestellt und nicht einsatzbereit. Vor den politischen Umbrüchen in Syrien bediente die Fluggesellschaft lediglich vier Routen zu fünf Zielorten in drei Ländern. Neben der staatlichen Syrian Airlines existiert in Syrien derzeit mit Cham Wings Airlines nur eine weitere zivile Linienfluggesellschaft, die mit einer Flotte von fünf Airbus A320 zwei Routen zu drei Destinationen betreibt.

Zunahme des Überflugverkehrs im syrischen Luftraum

Zusammenhaltend mit der Wiederaufnahme einzelner Linienverbindungen meldet die syrische Zivilluftfahrtbehörde auch einen Anstieg des Überflugverkehrs durch internationale Fluggesellschaften. Im Juli 2026 nutzten insgesamt 20.315 Luftfahrzeuge den syrischen Luftraum für Transitflüge. Die schrittweise Rückkehr internationaler Flugrouten über syrisches Territorium deutet auf eine veränderte Risikobewertung durch ausländische Luftfahrtbehörden hin, obgleich die operative Infrastruktur am Boden und in der Luftverkehrskontrolle weiterhin von den Folgen des jahrelangen Konflikts geprägt bleibt.

Die künftige Entwicklung des syrischen Luftverkehrs wird maßgeblich davon abhängen, ob es der Fluggesellschaft gelingt, ihre flugfähigen Kapazitäten trotz der bestehenden Sanktionsmaßnahmen aufrechtzuerhalten. Die Wiederaufnahme der wöchentlichen Verbindung nach Moskau stellt einen Schritt zur Konsolidierung der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten dar, während die langfristige Stabilität des Flugbetriebs von der technischen Belastbarkeit der verbliebenen Flotte abhängt.

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