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Lufthansa rudert zurück: Streit um Zubringerflüge vorerst beigelegt

Die Deutsche Lufthansa und Condor haben ihre Zusammenarbeit bis Mai nächsten Jahres verlängert und ihren Streit um Zubringerflüge für die kleinere Ferienfluggesellschaft vorerst beigelegt. „Diese verbindliche Vereinbarung von Lufthansa und Condor im Sinne einer konstruktiven Partnerschaft gilt für die erwartete Dauer des Hauptsacheverfahrens beim Bundeskartellamt“, teilten beide Airlines gemeinsam mit. Condor kann ihren Kunden bei Langstreckenflügen mit Flugdatum bis zum 10. Mai 2022 nun weiterhin Zubringerflüge von Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines anbieten. Das berichtet unter anderem Reisevor9. Die Lufthansa Group hatte die kommerzielle Vereinbarung mit Condor für Zubringerflüge eigentlich zum Juni 2021 gekündigt. Dagegen hatte Condor im Januar beim Bundeskartellamt Beschwerde eingereicht und dem Konzern Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung vorgeworfen. Nach der Verlängerung ist wohl auch die Beschwerde hinfällig geworden. Das noch laufende Eilverfahren werde voraussichtlich eingestellt, so Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt. „Wir werden aber im Hauptsacheverfahren prüfen, ob die Vereinbarung über die kommenden 12 Monate hinaus aufrechtgehalten werden muss“, sagte er weiter. „Lufthansa ist nach unserer vorläufigen Auffassung beim Angebot von Zubringerflügen zu den großen Flughäfen in Deutschland marktbeherrschend. Es gibt deshalb noch weitere kartellrechtliche Fragestellungen, die unabhängig von der grundsätzlichen Weiterführung der Verträge einer Prüfung bedürfen.“

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VC entsendet erstmals einen Vertreter in den Lufthansa-Cargo-Aufsichtsrat

Sebastian Baumgart ist als Vertreter der Arbeitnehmerliste „Freightdogs United“ in den Aufsichtsrat der Lufthansa Cargo gewählt worden. Baumgart ist der erste Pilot und das erste Mitglied der Vereinigung Cockpit (VC) in dem Gremium. Er wird künftig die Interessen aller Beschäftigten des Unternehmens gegenüber dem Lufthansa-Cargo-Vorstand vertreten. Der 37-jährige fliegt auf Boeing 777F und ist seit 13 Jahren für Lufthansa Cargo tätig. Mit Baumgart bekommt Lufthansa Cargo also einen Aufsichtsrat, der die operativen Belange von Boden- und Verwaltungspersonal ebenso wie die der Cockpit Crews aus jahrelanger Erfahrung und erster Hand kennt. „Ich bin begeistert vom Wahlergebnis und freue mich sehr über das Vertrauen, dass mir die Kolleginnen und Kollegen entgegenbringen“, sagt Sebastian Baumgart. „Ich werde für die Belange aller Beschäftigten kämpfen, denn nur gemeinsam können wir unsere Lufthansa Cargo nach vorn bringen. Der gesamte Aufsichtsrat muss nun dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze im Unternehmen auch für die Zeit nach Corona gesichert werden. Dafür erwarte ich von der Unternehmensleitung, dass sie sich klar und deutlich zu ihrer Stammbelegschaft bekennt und nicht weiter mit Verlagerungen von Jobs und Flugzeugen zu Töchtern, Joint Ventures oder Drittanbietern droht.“

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Corona brockte Nürnberg 40 Millionen Euro Verlust ein

Die Corona-Pandemie bescherte dem Flughafen Nürnberg im Vorjahr einen Verlust in der Höhe von 40 Millionen Euro. Die von der Geschäftsleitung eingeleiteten Sparmaßnahmen konnten den Fehlbetrag zwar minimieren, jedoch nicht verhindern. Durch die frühzeitige Reaktion der Geschäftsführung und eine entschlossene Umsetzung von Einsparungen bei Investitionen, Personal- und Sachkosten konnte der Verlust beschränkt werden. So wurde seit April 2020 das Instrument der Kurzarbeit in nahezu allen Bereichen des Konzerns umfangreich genutzt, um Arbeitsplätze zu erhalten, bis die Pandemie überwunden ist. Um perspektivisch den Personalstand an das geringere Verkehrsvolumen anzupassen, wurde ein Freiwilligenprogramm aufgelegt. 78 Prozent weniger Passagiere Im Jahr 2020 nutzten 917.296 Fluggäste den Albrecht Dürer Airport Nürnberg für ihre Geschäfts- und Urlaubsreisen oder um ihre Familien sowie Verwandte zu besuchen. Das Minus von rund 78 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist Folge der Pandemie-bedingten Reisebeschränkungen. Das letzte Mal wurden im Jahr 1985 weniger als eine Million Passagiere am Flughafen Nürnberg gezählt. Das Passagieraufkommen verteilte sich wie folgt: Im Verkehr innerhalb Europas war ein Rückgang um 77,8 Prozent auf 704.000 Passagiere zu verzeichnen. Der Verkehr zu Zielen außerhalb Europas war mit knapp 66.000 Passagieren um 69,0 Prozent rückläufig und entwickelte sich damit etwas besser als die im Flughafenverband ADV zusammengefassten Flughäfen mit im Durchschnitt -77,1 Prozent. Nach einem vielversprechenden Jahresauftakt mit leichtem Wachstum im Januar und Februar 2020 führte die Corona-Pandemie ab März zu stark rückläufigen Passagierzahlen, kurze Zeit darauf sogar zu einer vollständigen Einstellung des kommerziellen Passagierflugverkehrs bis Mitte Juni 2020. Der Reisesommer 2020 blieb hinter den Erwartungen zurück. Spätestens

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Mit Condor: Schauinsland-Reisen legt Langstrecken-Vollcharter auf

Der Reiseveranstalter Schauinsland wird ab Oktober 2021 ab Düsseldorf und München Charterflüge nach Punta Cana anbieten. Ausführende Fluggesellschaft ist laut Medienmitteilung Condor. Ab NRW soll zweimal pro Woche geflogen werden und ab München einmal. „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit der Condor diese wichtigen Verbindungen Richtung Karibik und Thailand auflegen konnten. Wir blicken positiv auf die kommende Wintersaison und möchten mit gleich zwei Vollchartern in beliebte Fernreiseziele ein klares, starkes Signal senden und Flagge für das Reisen zeigen. Die Buchungseingänge der letzten Wochen zeigen deutlich, dass Urlaubsreisen ab Herbst wieder sehr gefragt sind. Dies bestärkt uns umso mehr in unserer Entscheidung, diese Verbindungen in die Karibik und nach Thailand in der Wintersaison anzubieten. Mit der Nonstop-Verbindung nach Phuket schaffen wir außerdem ein Flugangebot, das es erstmalig ab Düsseldorf geben wird“, so Andreas Rüttgers, Leiter Touristik bei Schauinsland-reisen. Zum Einsatz kommen Langstreckenjets des Typs Boeing 767-300. Der Tour Operator bietet sowohl Pauschalreisen als auch reine Flugtickets an. Passagiere aus Österreich und der Schweiz sollen mit Zubringerflügen nach Düsseldorf bzw. München gebracht werden.

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Lufthansa Group Airlines verlängern Möglichkeit zur gebührenfreien Umbuchung

Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings verlängern geschlossen die gebührenfreie Umbuchungsmöglichkeiten. Somit sind alle bis 31. Juli 2021 ausgestellten Tickets weiterhin beliebig oft gebührenfrei umbuchbar, wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt.  Seit Ende August sind sämtliche Tarife der Lufthansa Group Airlines gebührenfrei umbuchbar. Zuletzt galt dieses Tarifangebot für Neu- und Umbuchungen bis Ende Mai. Nun wird das Angebot erneut verlängert: Sämtliche Tarife der Airlines sind bei einer Ticketausstellung bis zum 31. Juli 2021 weiterhin beliebig oft gebührenfrei umbuchbar, wenn die Umbuchung ebenfalls bis dahin erfolgt. Danach können die Fluggäste ihr Ticket noch ein weiteres Mal gebührenfrei umbuchen. Der neu gebuchte Flug kann dabei innerhalb der gesamten Ticketgültigkeit bis zu einem Jahr in der Zukunft liegen. Auch können Reisende ihre Route abhängig von der Verfügbarkeit beliebig ändern und beispielweise anstatt von Frankfurt nach Rio de Janeiro von München nach New York fliegen.  Fluggäste, die ihre ursprüngliche Reise verschieben möchten, sich aber noch nicht für ein neues Datum und Reiseziel entscheiden können, haben die Möglichkeit, ihre Buchung zunächst zu stornieren, ohne sich auf ein neues Reisedatum festzulegen. Ihr Ticket bleibt solange im System als Guthaben erhalten, bis sie sich für eine neue Reservierung entschieden und es damit wieder eingelöst haben. Die neue Buchung muss dann erst bis zum 31. August 2021 erstellt werden. Der Abflug kann in diesem Fall auch erst im nächsten Jahr, bis zum 31. Juli 2022 erfolgen. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Denn Mehrkosten können bei Umbuchungen entstehen, wenn beispielsweise bei einem Wechsel auf ein anderes Datum oder zu einem anderen

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Fraport: Finanzergebnis weiterhin von Krise gezeichnet

Der Flughafenbetreiber hat im ersten Quartal zwar einen niedrigeren Umsatz erwirtschaftet als zuvor geschätzt. Der Verlust blieb dabei aber hinter den Erwartungen. Wegen des weltweit hohen Infektionsgeschehens war im ersten Quartal noch keine Erholung der Passagierzahlen in Sicht, der Konzern-Umsatz ging um 41,8 Prozent auf 385 Millionen Euro zurück. Dennoch sei man schon über den Berg. „Wir gehen davon aus, dass wir den Tiefpunkt nun überschritten haben“, erklärt Fraport-Chef Stefan Schulte. Die Impfkampagnen gegen Covid nähmen Fahrt auf. Es gebe umfangreiche Testmöglichkeiten, und die Lust auf Reisen sei ungebrochen. „Insofern gehen wir davon aus, dass wir im Sommer wieder deutlich steigende Passagierzahlen sehen werden – zunächst vor allem im Europaverkehr, aber perspektivisch dann auch auf Interkontinentalstrecken.“ Im ersten Quartal brach der Umsatz des MDax-Konzerns abermals ein, der Konzernverlust war mit 77,5 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal. Der Erlös ging um 42 Prozent zurück auf 385 Millionen Euro. Darin sind knapp 58 Millionen Euro enthalten, die Fraport nach der Einigung mit der Bundespolizei für im vergangenen Jahr erbrachte Luftsicherheitsleistungen zuflossen. Das und die Einsparungen von Kosten verhalfen Fraport einen operativen Gewinn von 40 Millionen Euro nach einem Betriebsverlust von 69 Millionen Euro vor Jahresfrist. Das Ziel, in Frankfurt rund 4000 Arbeitsplätze abzubauen, sei inzwischen fast erreicht.

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MUC: Turkish Airlines Cargo eröffnet neue Frachtverbindung nach Istanbul

Für den schnellen Gütertransport von München nach Istanbul – und per Weiterflug zu vielen asiatischen Zielen – gibt es ab sofort einen neuen Liniendienst. Turkish Airlines Cargo hat jetzt erstmals eine wöchentliche Frachtverbindung von Bayern zum Bosporus eröffnet.  Auf der neuen Cargostrecke setzt die türkische Fluggesellschaft Frachtmaschinen vom Typ Airbus A330F ein. Bei der bayerischen Wirtschaft und den Logistikunternehmen stößt der neue Frachtdienst laut eigenen Angaben auf große Resonanz – die Eröffnungsflüge von und nach Istanbul waren mit jeweils 50 Tonnen Frachtgut bereits voll ausgelastet. „Ich sehe hier ein enormes Nachfragepotential und könnte mir gut vorstellen, dass die Turkish Airlines ihren Fracht-Service bald mit zusätzlichen Frequenzen erweitern wird. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise im Luftverkehr ist diese Streckeneröffnung gerade jetzt ein wichtiger Vertrauensbeweis für den Luftfrachtstandort München“, erklärte Flughafenchef Jost Lammers, der die Crew des Eröffnungsflugs persönlich auf dem Fracht-Vorfeld begrüßte.

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Düsseldorf nach Weltkriegs-Bombenfund kurzzeitig gesperrt

In der Nähe des Düsseldorfer Flughafens wurden am Montag zwei Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die beiden Fliegerbomben machten eine temporäre Sperrung von Airport und Autobahn notwendig. Die Polizei verfügte einen Radius von 500 Metern, der aus Sicherheitsgründen evakuiert werden musste. Davon war auch das Terminal des Flughafens Düsseldorf betroffen. Gefunden wurden die britischen Weltkriegsbomben im Rahmen von Vorbereitungen für Bauarbeiten. Diese wurden auf dem Areal des Airports durchgeführt. Das fachkundige Personal des Exekutive entschärfte die Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs. Unmittelbar danach wurde Entwarnung gegeben. Laut Polizei mussten zuvor rund 5.500 Menschen evakuiert werden. Dies ist bei Bombenfunden, die aus Kriegen aus der Vergangenheit stammen, ein übliches Vorgehen. Normalerweise lösen temporäre Sperrungen immer ein großes Chaos aus. Doch diesmal war alles anders, denn laut Flughafen Düsseldorf war im Zeitfenster nur ein einziger Abflug geplant. Die Maschine hob dann mit reichlich Verspätung ab.

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Schwerin-Parchim: Zukunft hängt noch immer in der Luft

Der Flughafen Schwerin-Parchim sollte zu einem Cargo-Drehkreuz und einer Drehschreibe für chinesische Touristen werden. Das Projekt war nicht von Erfolg gekrönt und endete letztlich in der Insolvenz. Noch immer konnte das Verfahren nicht abgeschlossen werden. Bislang kamen das Grundstück und die Gebäude noch nicht unter den Hammer. Laut lokalen Medienberichten soll Masseverwalterin Bettina Schmudde noch immer mit mehreren Investoren verhandeln. Das Gericht müsse den Ausgang des Verfahrens abwarten. Der Airport kann derzeit sogar kleine Einnahmen erzielen, denn auf einem Teil des Areals sind Kraftfahrzeuge eines großen Herstellers abgestellt und warten auf bessere Zeiten. Weiters wird unter anderem die Runway als Automobil-Teststrecke genutzt. Für beide Zwecke stellt die Masseverwalterin im Namen der Insolvenzmasse Mieten in Rechnung.

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Heringsdorf: Airlines sagen Usedom-Flüge ab

Der kleine Flughafen Heringsdorf steht vor einem schwierigen Sommer, denn unter anderem Luxair und Eurowings werden die Präsenz deutlich reduzieren und haben teilweise bereits ganze Routen gestrichen. Hintergrund ist laut „Ostsee-Zeitung“, dass noch immer unklar ist, ob und wann die Hotels auf Usedom öffnen dürfen. Luxair beschränkt die Streichungen vorerst auf den Mai 2021. Eurowings hat offenbar keine großen Hoffnungen mehr und wird ab Stuttgart und Düsseldorf in der gesamten Sommersaison 2021 nicht nach Heringsdorf fliegen. Laut dem Medienbericht ist die Entscheidung bei der Lufthansa-Tochter final. Die Auswirkungen auf den regionalen Tourismus und den Airport könnten heftig sein. Im Vorjahr zählte man nur 6.000 Passagiere. Die Politik sei nun gefordert „zu retten, was noch zu retten ist“. Andernfalls drohe ein faktischer Totalausfall auf Usedom. Im Boomjahr 2019 hatte Heringsdorf 21.000 Passagiere in der Sommersaison.

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